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Sommerzeit mit Hund
Die schönste Zeit des Jahres kann für unseren Teampartner auf 4 Pfoten sehr schnell zu einer Belastung werden. Damit es erst gar nicht so weit kommt, finden Sie im Folgenden einige Anregungen.

Wichtig zu wissen ist, dass aufgrund der hohen Temperaturen die Konzentration und körperliche Fitness bei Hunden deutlich absinkt. Die Herz-Kreislaufbelastung nimmt zu. Hunde können jetzt insgesamt deutlich weniger leisten. Somit sind sie weder dominant noch ungehorsam, wenn sie schlechter mitarbeiten.

Durch die Hitze sinkt die Reizschwelle und damit einhergehend kann die Bereitschaft zu Überreaktionen steigen. Das ist normal und auch bei uns Menschen ein bekanntes Phänomen (Stau auf der Autobahn im Sommerreiseverkehr …).
Da die Reserven schneller verbraucht sind, ist es sinnvoll Hunde in dieser Zeit vor körperlichen und geistigen Überbelastungen zu bewahren, indem man alles deutlich reduzierter angehen lässt.

Pausen, in der Trainings-/Übungs- und Spielzeit, sind nur dann wirkliche Pausen und dienen der Entspannung, wenn die Hunde zu keiner Aktion angeregt werden, bzw. sie sich nicht in ein Kommando begeben sollen. Das Angebot von häufigeren Pausenintervallen und -längen wäre optimal, damit sich der gesamte Organismus erholen kann.

Viele Hunde wissen als Alternative zu Beutefang-, Rennspielen, etc. eine ruhige Beschäftigung zu Hause oder unterwegs sehr zu schätzen. Eine geringe Anforderung ist im Sommer bei der Nasenarbeit zu empfehlen, da beim sehr intensiven und minutenlagen Dauerschnüffeln die Schleimhäute rasch austrocknen und die Atem- und Pulsfrequenz ansteigt. Alternativ wirkt sich ein Schnüffelgarten (Informationen unter: www.schnueffelgaerten.de) auf mehreren Ebenen positiv aus.

Sehr einfach kann man erkennen, dass es einem Hund zu viel wird und eine Veränderung der Situation oder eine Pause notwendig ist. Neben diversen Stress-Symptomen zeigen Hunde ein so genanntes Stressgesicht: Dabei sind die Ohrenansätze eng Richtung Hinterkopf gezogen, es bilden sich deutliche Falten an den Augen- und Maulwinkeln, die Maulwinkel werden außerdem nach hinten gezogen und der Hund hechelt verstärkt. Sein Blick wirkt angespannt und unruhig, die Gesichtskonturen treten deutlicher hervor.

Aktivitäten im Freien günstigenfalls in die frühen Morgen- und späten Abendstunden legen – meistens ist es dann kühler. Zu bevorzugen sind schattige Areale und die Mitnahme von ausreichend Wasser darf gerade bei längeren Touren nicht fehlen. Es gibt sogar faltbare Näpfe für unterwegs, aber auch der Napf oder ein Picknickbecher leisten gute Dienste.

Manche Hunde mögen es, wenn man sie vorsichtig mit Wasser abkühlt. Sei es mit einem durchnässten Tuch, mehreren Becher Wasser oder sanft laufendem Wasserstrahl. Aber Achtung: Das Wasser darf nicht eisig sein!
Um Kreislaufprobleme zu verhindern, dürfen Hunde nicht sofort nach einer körperlichen Belastung abgekühlt werden. Eine gute Beobachtungsgabe des Ausdrucksverhaltens (u.a. Beschwichtigungssignale) hilft, um früh genug zu erkennen, ob der Hund wirklich mit dieser Art der Abkühlung einverstanden ist.

Eine in vielen Baumärkten erhältliche Strandmuschel für Kinder (für kleinwüchsige Hunde eine flache Wanne) kann man im Garten prima zum Hundepool umfunktionieren, den der Hund freiwillig nutzen kann. Wichtig dabei ist, dass er sich in keiner Weise gefährdet und der Wasserwechsel nicht vergessen wird.

In der hochsommerlichen Zeit benötigen Hunde generell mehr frisches Trinkwasser zur freien Verfügung als sonst. Außerdem sollten sie jederzeit eigenständig einen schattigen Ort oder Innenraum zur Abkühlung aufsuchen können.

Hunde sollten ab ca. 18°C nicht mehr ohne Aufsicht im Auto alleingelassen werden! Schnell ist der gewählte Schattenplatz der Sonne gewichen und alsbald kann eine Überhitzung der Hunde die Folge sein.
Auf einen Spalt heruntergelassene Fenster sind in keiner Weise ausreichend! Fenstergitter und Adapter für den Kofferraum ermöglichen zwar etwas Luftzirkulation, aber nur für einen sehr kurzen Zeitraum!

Es gibt Hunde, die aus den unterschiedlichsten Gründen einen Maulkorb tragen müssen. Verwendung finden sollten aber, nicht nur im Sommer, unbedingt nur gut sitzende Modelle aus Kunststoff oder Metall – die ihrem Namen gerecht werden und zwar als Korb gefertigt sind. Sie gestatten uneingeschränkt zu Hecheln (nur so können Hunde ihre Körpertemperatur regulieren) und Wasser, ggf. Futterbelohnungen aufzunehmen. Mittlerweile gibt es auf dem Markt für jeden Hundekopf das passend geschnittene Modell. Zum Beispiel unter: www.chicundscharf.com.

Wenn Symptome wie schnelles Hecheln mit weit geöffnetem Fang bis hin zur Atemnot, erhöhte Herzfrequenz und Körpertemperatur, Koordinationsprobleme, Durchfall und Erbrechen bei Hunden auftreten, ist ein sofortiger Tierarztbesuch notwendig!

Nicht nur Hunderassen mit viel Unterwolle kann man Erleichterung verschaffen, indem man sie mit einem speziellen Kamm, der besonders eng anliegende Zinken hat, vorsichtig ausbürstet.

Wenn ein Hund zu den Brachycephalen („kurznasigen“) Typen gehören, ist seine Atmung tendenziell eingeschränkter, als bei anderen Rassevertretern. Die Wärmeabgabe über das Hecheln ist dann im Sommer zusätzlich erschwert.

Hunde mit Erkrankungen und/oder Handicap bedürfen jetzt einer besonders sensiblen Aufmerksamkeit. Und gerade ältere Hunde haben mit der sommerlichen Hitze zu kämpfen und sollten auf menschliche Fürsorge und Rücksichtnahme vertrauen dürfen.

In der Futteraufnahme können Hunde Veränderungen zeigen. Zum Beispiel, dass sie zu anderen Uhrzeiten Appetit bekommen, oder geringere Rationen aufnehmen. Das ist während der Hitze häufig der Fall, sollte aber im Auge behalten werden. Ein gefüllter und gekühlter KONG® bietet Abwechslung und Erfrischung. Viele Rezeptideen und sinnvolle Anregungen zur artgerechten Beschäftigung sind auf www.spass-mit-hund.de zu finden.


Wir wünschen Ihnen beiden einen schönen Sommer!