Tierschutzverein des Landkreises Garmisch-Partenkirchen e.V. Tel. 08821 - 559 67 - Notfallnummer 0160 - 951 342 00
"Du entscheidest jeden Tag, in was für einer Welt du leben willst!" Earthlings
Unsere Infothek – alles rund um unser Tierheim & mehr
Öffnungszeiten ~ Besuchszeiten ~ Spazierzeiten
Herzlich willkommen im Tierheim Werdenfels, wir freuen uns über Ihren Besuch!

Hundehaus Spazierzeiten:
Montag bis Sonntag
8.30 - 11.30 Uhr
13.30 - 16.30 Uhr

Besuchszeiten Tierheim:
Mittwoch bis Sonntag
14.00 - 17.00 Uhr

Vermittlungszeiten:
Mittwoch bis Sonntag
14.00 - 16.00 Uhr
Notrufnummern Tierheim und Tierärzte
Tierheim-Notruf:
0 160 - 95 13 42 00
In wirkliche wichtigen Tierschutzangelegenheiten sind wir auch nach Feierabend zu erreichen!


Tierarztpraxen:
Tierarztpraxis Dr.Peter Saur
Schußangerweg 8
82467 Garmisch-Partenkirchen
0 88 21 - 766 62

Tierarztpraxis Werdenfels
Dr. med. vet. Eva Kalivoda und Kathrin Heinig
Gehfeldstraße 1
82467 Garmisch-Partenkirchen
0 88 21 - 588 70
Notruf: 0 172 - 830 84 84
Unser Tierheim-Film
Katzendorf "Schnurrhausen"
Katzenparadies

Auf dem Tierheimgelände leben in fünf, von lieben Menschen gespendeten, Häusern unsere ca. 60 „Wildis“.

Ehemalige obdachlose Streunerkatzen, die an ihrem Herkunftsort nicht mehr bleiben konnten.

Für die Vermittlung und für ein Leben in Wohnungen sind sie zu scheu und freiheitsliebend.

Hier in „Schnurrhausen“ leben sie ein artgerechtes, freies Leben, liebevoll umsorgt.
Wir fangen jedes Jahr bis zu 200 herrenlose Katzen zur Kastration ein.
Eine Arbeit, die sehr zeit- und kostenintensiv ist, aber für uns zu einem guten Tierschutz gehört.

An über 20 Katzenfutterplätzen im ganzen Landkreis betreuen Tierfreunde täglich die scheuen, bereits kastrierten Tiere.

So tun wir alles, um das Katzenelend in den Griff zu bekommen und den Streunern ein Leben mit Krankheit, Hunger, Kälte und ständigem Nachwuchs zu ersparen.

Bitte helfen Sie uns mit einer Spende für die Streunerkatzen – damit wir diese Arbeit leisten können.

Herzlichen Dank!
Bitte helfen Sie uns helfen!
Unterstützen Sie uns!

Die Versorgung unserer Tiere kostet viel Geld. Sei es für Futter, Einstreu, Tierarzt, Personalkosten, Versicherungen, Energie, Wasser, Müllentsorgung, Maschinen, Reperaturen, Baumaßnahmen, Erbbaupacht fürs Tierheimgrundstück, u.v.m.!
Wir erhalten (mit Ausnahme der Fundtierpauschale für die Übernahme der Pflichtaufgabe der Gemeinden und einem Zuschuss vom Landkreis für Sonderaufgaben des Tierschutzes) keine Zuschüsse.
Ohne Spenden können wir das Tierheim nicht betreiben!
Wenn Sie dem Tierheim einen Geldbetrag zukommen lassen möchten, würde uns das sehr freuen und wir bedanken uns schon einmal recht herzlich im voraus!
Denken Sie bitte daran, bei einer Überweisung ihre vollständige Anschrift anzugeben, damit wir als gemeinnütziger und förderungswürdiger Verein eine Spendenbescheinigung ausstellen können. Diese können Sie bei Ihrer Steuer absetzen.

Jeder Betrag hilft unseren Tieren!

Spendenkonto
Kreissparkasse Garmisch-Partenkirchen
IBAN: DE03 7035 0000 0000 0460 03
BIC: BYLADEM1GAP

PAYPAL: info@tierheim-garmisch.de
Durchstöbern Sie doch einmal die nächsten Seiten!
Vielleicht spricht Sie ein andere Möglichkeit an, um uns zu unterstützen.

Wir sagen vorab DANKE!
Auch kleine Taten helfen!
Der jeweilige Erlös kommt unseren Tieren zugute!
Mittlerweile ein fester Bestandteil im Tierheim: Unser Flohmarkt!

Wunderschöne Antiquitäten, Kunstgewerbe und viele 1.-€-Schnäppchen gibt hier zu finden.
Kommen Sie vorbei und stöbern Sie für eine gute Sache!

Einsehen können Sie die jeweiligen Termine in der Rubrik „Aktuell“.
Besuchen Sie unsere Veranstaltungen!

Im Laufe des Jahres bieten wir ein buntes Rahmenprogramm.
Von Lesungen bis hin zu musikalischen Events, für jeden Geschmack ist etwas dabei.

Sämtliche Termine sind zeitnah in der Rubrik „Aktuell“ aufgeführt.
Für Hundefreunde!

Mit unseren regelmäßigen Themenabenden „Wissenswertes rund um den Hund: Respektvoll ~ fair ~ anderes!“ können Sie mehr über den Teampartner auf vier Pfoten erfahren und gleichzeitig Gutes tun.

In der Rubrik „Vorträge“ finden Sie alle nötigen Informationen.

Der aktuelle Flyer liegt im Tierheim, den Tierarztpraxen Dr. Saur und Werdenfels, sowie im Fressnapf für Sie bereit.
Ein tierisches Kalender-Jahr!

Fotos und Geschichten unserer Schützlinge, mit Weisheiten untermalt und liebevoll gestaltet, so präsentiert sich unser Kalender in jedem Jahr neu. Für 10.-€ ist er im Tierheim erhältlich.
In den Tierarztpraxen Dr. Saur, Werdenfels, Dr. Kieser, Dr. Pilling, im Fressnapf und beim Kreisboten in Garmisch-Partenkirchen können Sie ihn ebenfalls erwerben.
Die Mitglieder unseres Tierschutzvereins erhalten ihn mit der Weihnachtspost.
Vielleicht auch eine schöne Geschenkidee für Tierfreunde?!
Schlemmen und genießen - mit unseren Kochbüchern!

Band 1 - Unsere schönsten vegetarischen Rezepte

Band 2 - 95 süße Versuchungen für viele Anlässe

Die jüngste Köchin ist elf, die älteste 88 Jahre. Autorin Christina Tobiasch, die auch im Vorstand des Tierschutzvereins aktiv ist, hat ebenfalls Kreationen beigetragen und die Rezeptsammlungen zu einzigartigen Büchern zusammengestellt.
Erhältlich sind sie zum Preis von jeweils 12.-€ im Tierheim, in Garmisch beim Kreisboten, in Murnau in der Drachenapotheke, beim Murnauer Tagblatt, in Uffing in der Seedrogerie sowie in vielen Tierarztpraxen des Landkreises.
Auf Wunsch können sie auch gerne zugeschickt werden, Telefon Tierheim 08821-55967.
Spenden, statt wegwerfen!

Mit Ihren Altkleidern, die Sie in unsere Container einwerfen, können Sie Gutes tun.
Der Wertstoffhof Bader unterstützt das Tierheim mit der Container-Aktion.
Mitglied werden!
Sie können uns bereits mit 1,67€ pro Tag, das entspricht einem Jahresbeitrag von 20€, unterstützen!
Beitrittserklärung Tierschutzverein Lkrs. Garmisch-Partenkirchen
Beitrittserklärung (682,58K)
Werden Sie Tierpate!
Tierpate werden

Sie können selbst kein Tier nehmen, lieben aber Tiere und möchten Tieren helfen?
In unserem Tierheim wohnen viele Tiere, die aus Alters- oder Krankheitsgründen nicht mehr vermittelt werden können und bei uns ihren Lebensabend verbringen. Bitte unterstützen Sie diese Tiere, indem Sie eine Patenschaft übernehmen.

Wie oft erleben wir, dass Menschen uns besuchen, um sich einfach nur das Tierheim anzusehen und sich aber dann dabei in ein Tier verlieben. Nicht jeder kann jedoch einen Hund oder eine Katze halten, und manche reagieren auf Kaninchen-, Meerschweinchen- oder Hamsterhaare sogar allergisch. Diese Menschen würden trotzdem gerne ihrem Liebling während seines Tierheimaufenthalts zur Seite stehen.
Wir geben Ihnen die Möglichkeit, sich Ihr Patentier auszusuchen. Durch Ihre monatliche Spende wird der Aufenthalt der Patentiere im Tierheim von Ihnen mitfinanziert. Die Erträge aus den Patenschaften kommen selbstverständlich allen Tieren zu Gute.

Als Pate/in erhalten Sie eine Urkunde mit Foto ihres Patentiers, das symbolisch für Ihre Patenschaft steht.

Die Patenschaft ist zeitlich unbegrenzt, kann aber jederzeit (ohne Kündigungsfrist) widerrufen werden. Sollte ihr Patentier vermittelt werden, bekommen Sie ein neues Patentier vorgeschlagen. Die Höhe der Patenschaftsgebühr bestimmen Sie.
Sie haben natürlich jederzeit die Möglichkeit, während den Öffnungszeiten, Ihr Patentier zu besuchen. Bitte beachten Sie aber, dass eine Patenschaft nicht dazu berechtigt die Zimmer zu betreten, die Tiere zu füttern oder mit den Tieren spazieren zu gehen. Eine Absprache mit der Tierheimleitung oder den zuständigen Tierpflegern ist hier in jedem Fall zwingend erforderlich!

In unserem Tierheim können Sie sich über unsere Dauergäste informieren, die dringend Paten suchen. Bitte beachten Sie, dass jedes unserer Tiere sich auch über mehrere Paten freut.


Wie kann ich Pate werden?
Ganz einfach: Informieren Sie sich über die Patentiere, indem Sie unser Tierheim besuchen, und dort den Patenantrag ausfüllen.
Den Antrag können Sie auch hier downloaden:
Patenschaft für ein Tier im Garmischer Tierheim
Patenantrag (286,97K)
Vorsorge für Ihr Tier
Spuren hinterlassen - Vorsorge treffen für unsere Nächsten

„Vorsorge treffen", dieses Thema beschäftigt viele Menschen. Ob Vorsorge für die Gesundheit, für die Rente, für das Alter...
Viele Menschen treibt auch die Frage um, was mit dem geliebten eigenen Tier passiert, wenn man nicht mehr für es sorgen kann.

Eine ganze Reihe von Menschen haben inzwischen Vollmachten bei unserem Tierschutzverein hinterlegt. Wenn sie selber nicht mehr in der Lage sind, sich um ihr Tier zu kümmern übernehmen wir das Tier und sorgen liebevoll für den besten Freund des Menschen. Und das ist gut so. Denn in der Praxis müssen wir immer wieder die Erfahrung machen, dass die Erben zwar das Haus oder das Vermögen erben wollen, aber nicht das geliebte Tier.
Unsere Realität
Immer wieder kommt es vor, dass wir angerufen werden:
„Meine Tante ist gestorben, holen Sie sofort die Katze ab!"
„Meine Mutter ist gestorben, ich bringe Ihnen ihren Hund!"
Für uns ist es eine Selbstverständlichkeit, dass wir die Tiere aufnehmen und ihnen helfen. Aber es macht uns oft auch traurig und manchmal auch zornig, wenn wir erleben müssen, dass die Erben zwar alles haben wollen, nur nicht das Tier, für das uns dann eine „großzügige" Spende von 50€ in die Hand gedrückt wird.

Können Tiere erben?
Tiere können in Deutschland nicht erben, doch man kann mit einer testamentarischen Auflage oder einem Vermächtnis zugunsten einer natürlichen Person oder auch des Tierschutzvereins sicherstellen, dass das geliebte Tier sicher weiterversorgt wird.
Spuren hinterlassen
Viele Tierfreunde haben ihre Spuren hinterlassen, in unserem Tierheim am Kramerhang. Wir hätten keine einzige Baumaßnahme verwirklichen können, wenn wir nicht einige Erbschaften und Vermächtnisse von Tierfreunden erhalten hätten.

Diese Menschen haben bewusst den Tierschutzverein in ihrem Testament bedacht. Auf unserer Gedächtniswand am Tierheim steht ihr Name für alle Zeiten dafür, dass diese Menschen, über ihren Tod hinaus, ein Zeichen für ihre Tierliebe gesetzt haben und dem Tierheim immer verbunden bleiben.

Wichtig ist in diesem Zusammenhang auch, dass alle Zuwendungen an den Tierschutzverein von der Erbschaftssteuer befreit sind, da wir als gemeinnützig und besonders förderungswürdig vom Finanzamt anerkannt sind. Jeder Cent kommt also ungeschmälert den Tieren zugute!
Spazierengehen mit Tierheimhunden
4 Pfoten & 2 Füße – gemeinsam unterwegs
Spaziergänge und Betreuungszeiten für Hunde im Tierheim sinnvoll gestalten

Hunde im Tierheim sind aufgrund der momentanen Lebenssituation anders. Neben Fürsorge und medizinischer Versorgung bedürfen sie einer sinnvollen „Freizeitgestaltung“. Sie, als geschätzter Spaziergänger, sind hier ein wichtiges Bindeglied. Umso besser Sie geschult sind, umso günstiger wirkt sich dies schlussendlich auf das Leben im Tierheim und die Vermittlung aus.

Was Sie erwartet: Dieses Seminar beschäftigt sich mit der Situation der Hunde im Tierheim und versetzt Sie in die Lage, Hunde besser zu verstehen, einzuschätzen und respektvoll und fair mit ihnen umzugehen, auch wenn es einmal schwieriger wird.
Damit die gemeinsame Zeit für beide Seiten zur Bereicherung wird, gibt Ihnen unsere Hundetrainerin Susanne Rosenhäger zusätzlich ein umfangreiches Potpourri mit ganzheitlichen Anregungen und Informationen mit auf den Weg.
Unterstützt wird die Schulung durch eine PowerPoint-Präsentation und Bild- sowie Videomaterial.
Die Schulungen finden regelmäßig zum Quartalsanfang statt!
Immer zu Beginn eines Jahresviertels (Januar, April, Juli und Oktober) bieten wir das Seminar
"4 Pfoten & 2 Füße – gemeinsam unterwegs" an. Den aktuellen Termin finden Sie zeitnah an dieser Stelle.

Januar 2018 - genaues Datum folgt
Beginn: 8:30 Uhr
Dauer: ca. 6 Stunden
Kosten: Keine!
Ort: Multifunktionsraum im Tierheim
Tipp: Nehmen Sie sich etwas zu Schreiben und den Personalausweis mit.
Und ebenfalls nicht vergessen: Gute Laune, Neugierde und Mut für Neues!

Anmeldungen unter: 0 88 21 – 559 67

Wir freuen uns auf Sie!
Grundsätzliche Regeln für einen Spaziergang

Anmelden und vor der Übernahme beim Team Informationen über Besonderheiten und aktuellen Stand des Hundes einholen - und unbedingt an Anweisungen halten!
Der Hund wird nicht von Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren geführt, auch nicht, wenn ein Erwachsener dabei ist.
Der Hund wird nur im Umkreis des Tierheims spazieren geführt.
Die Mitnahme im PKW bedarf der Erlaubnis.
Der Hund darf bitte nicht gefüttert werden.
Das Aufsuchen von Lokalen, etc. mit dem Hund ist verboten.
Der Hund darf niemals von der Leine gelassen werden, auch nicht auf dem Tierheimgelände.
Das gelbe Tuch bleibt bitte am Hund.
Übernahme: Vorne stehenbleiben, bei Ankunft des Hundes genügt eine kurze freundliche Ansprache.
Je nach Hund, langsames oder zügiges, aber nicht hektisches Verlassen des Tierheimareals - bis über Parkplatz hinaus an kurzer Leine!
Bei Engpässen und nicht einsehbaren Wegen, bzw. Kreuzungen unbedingt Leine kurz nehmen!
Anderen (TH-)Hunden, Passanten, usw., gelassen, gut gelaunt, großzügig und frühzeitig ausweichen.
Somit erreicht man eine größere (Individual-)Distanz und im Bogen gehen ist hundesprachlich höflich; nebenbei bleibt der Hund im erwünschten Verhalten.
Kommunikation statt Kommandos.
Rückgabe: Bevor Sie am Parplatz/TH Areal ankommen Leine kurz nehmen, im Hundehaus wird Ihnen der Hund vom Personal abgenommen (bitte nicht selbst ins Zimmer bringen).
Kooperation mit dem Team: Erlebnisse bitte mitteilen - Schönes und Schauriges!
Auf gute Nachbarschaft: Wir bitten Sie die Hundehaufen einzusammeln!

Begleitpersonen gehen auf eigene Gefahr mit.
Wer gegen die Regeln verstößt, verliert die Erlaubnis zum Spazierengehen.
Lesenswertes & mehr über den Teampartner auf 4 Pfoten
Lesenswertes & mehr über den Teampartner auf 4 Pfoten

Eine Erweiterung dieser Rubrik erfolgt in unregelmäßigen Abständen.

Viel Spaß beim Stöbern!
NEIN zum Welpenhandel!
Wir sagen NEIN zu Wühltischwelpen!
Artikel "Das dreckige Geschäft" von Nicola Förg
PDF (2,29M)
Ein Hund aus „Billigproduktionen“ und dem Zoofachhandel – und Sie haben Ihr gesamtes Leben etwas davon
Artikel von Mirjam Cordt, DOG-InForm, www.dog-inform.de (81,06K)
Gelber Hund - Mehr Abstand bitte!
Aktion "Gelberhund"

Vor fünf Jahren wurde die Aktion "Gulahund/Yellowdog/Gelberhund" in Schweden ins Leben gerufen.
Seit einigen Wochen machen wir dabei mit. Alle unsere Hunde tragen beim Gassigehen ein gelbes Halstuch.
Die gelbe Markierung am Hund heißt schlicht und einfach "Mein Hund braucht etwas mehr Abstand als andere".
Mehr Informationen zur internationalen Kampagne finden Sie auf: www.gulahund.se
SchnupperZEIT
Hundenasen im Einsatz

Vielleicht haben Sie es schon bemerkt, in den Portraits unserer Hunde werden oft Spiele für Nase und Kopf erwähnt.
Warum wir diese vermehrt einsetzen?
Nun, die Natur hat Hunde mit einem hervorragend ausgebildeten Sinn ausgestattet, dem Geruchssinn. Und so leben sie, im Gegensatz zu uns „geruchsblinden“ Menschen, in einer „bunten“ Welt der Düfte. Demzufolge ist es sinnvoll, Hunden die Möglichkeit zu bieten die Nase gezielt zu aktivieren.

Ob im Wohnbereich oder unterwegs, mit dem Einsatz der Nase kann man Hunde adäquat beschäftigen, ihr Wohlbefinden steigern und das Verhalten positiv und nachhaltig beeinflussen.

Schnupperspiele eignen sich für alle Hunde! Welpen und Hundesenioren, jagdlich motivierte Hunde, Hunde die gestresst sind (z.B. nervös, hektisch, schwer ansprechbar), Hunde die diverse Probleme im Verhalten aufzeigen, Hunde mit einem Handicap oder in der Rekonvaleszenz, Hunde die unter nicht so optimalen Bedingungen aufwachsen konnten (Deprivationssyndrom), Hunde die zurückhaltend und introvertiert sind, usw., profitieren davon.

Die Nebenwirkungen :)
Nasenarbeit hinterlässt, passend und individuell eingesetzt, eine spürbar positive Veränderung im Zusammenleben - und damit auch im Training. Und zwar fördert sie die Entwicklung der Hunde gleich auf mehreren Ebenen, u.a. sind das: Konzentration, Ausdauer, Kooperation, Bindung, Problemlösung, Selbstbewusstsein, Selbstwirksamkeit/-vertrauen, Körpergefühl/-bewusstsein, usw.
Ein zusätzlicher Effekt: Nasenarbeit entspannt, macht zufrieden und ausgeglichen!

Abwechslung für die Nase Ihres Hundes finden Sie auf: www.spass-mit-hund.de


Bilder indoor: Effi sucht im Deckenhaufen, Lenni und Luca suchen in der Schnüffelwanne, Charly unter der Pylone

Bilder outdoor: Luca sucht im Laub, Freddy am Reifen, Lenni im "Bleib" auf Distanz und bei anschließender Suche


Weitere Ideen gesucht?
Auf der Seite SpieleREICH stellen wir Ihnen ganz leicht umsetzbare Ü-Pakete für Hunde vor.
Schauen Sie doch mal rein!
SpieleREICH
Überraschungspakete für Hunde

Ü-Pakete für Hunde? Was ist denn das?
Diese Form der Beschäftigung hat nur Vorteile und wirkt sich, bei richtigem Einsatz, sogar therapeutisch auf den Hund aus!
Eine Förderung und Steigerung der Kooperation, Bindung, Konzentration, Problemlösung, Selbstwirksamkeit/-vertrauen, des Selbstbewusstseins, Körpergefühls/-bewusstseins und Wohlbefindens sind garantiert!
Durch den Einsatz aller Sinne, hier vor allem der Nase (!), kann Stress maßgeblich reduziert werden. Und natürlich kommen die Abwechslung im Hundealltag und der Spaß für Mensch und Hund nicht zu kurz.
Und so geht’s
Sie benötigen Verpackungsmaterialien, wie z.B. Küchen-/ Toilettenpapierrollen, Pappschachteln und Kartons – ohne Band-/Klebestreifenreste, weiches Backpapier und Werbeprospekte. Sie sollten sichergehen, dass Ihr Hund sich mit den Utensilien nicht gefährdet.
Außerdem, je nach Hund, unterschiedliche Futterbelohnungen. Gesunde Futterbelohnungen bestehen z.B. aus getrockneten Lungen-, Pansen-, Euter-, Fleisch-, Fischstücken. Zu große Stücke kann man i.d.R. gut mit einer Gartenschere (oder einem Hammer) in Form bringen.
Hundekekse dürfen ebenso Verwendung finden, wie Ochsenziemer oder Rinderohren. Bei letzteren erlebt Ihr Hund zusätzlich noch den beruhigenden Effekt durch das längere Kauen.
Alternativ, oder zusätzlich, können Sie Käse, Wurst und/oder Softkekse für Hunde verwenden.

Lassen Sie ihrer Kreativität freien Lauf und verpacken Sie die Futterbelohnungen zuerst in das „Packpapier“ und geben diese anschließend in die Schachtel. Bitte behalten Sie dabei den Könnensstand Ihres Hundes im Auge.
Je schwerer die Futterbelohnungen verpackt werden, desto höher ist die damit verbundene Anforderung. Passen Sie also die Ü-Pakete an Ihren Hund an und unterstützen Sie ihn ggf. besonnen und freundlich beim Auspacken.
Hier gilt: So wenig Hilfestellung wie nötig! Die Eigeninitiative des Hundes und der Spaß stehen im Vordergrund!
Tipps
Wenn Ihr Hund diese Form der Beschäftigung nicht kennt, bauen Sie das Ü-Paket so einfach zusammen, dass er bei der „Plünderung“ umgehend zum Erfolg kommt und somit motiviert ist weiterzumachen. Dies erreichen Sie, wenn Sie Öffnungen lassen und die Futterbelohnungen lose, in etwas höherer Stückzahl, z.B. in eine Papprolle füllen.

Ist Ihr Hund schon geübter, können Sie das Ü-Paket (oder gleich mehrere) im Wohnbereich und/oder Garten verstecken.
Auch hier gilt: Je kniffliger, desto schwerer für den Hund.

Übrigens fördert eine ruhige Atmosphäre die Konzentration und verhilft Ihrem Hund somit zusätzlich zum Erfolg.

Ob Einsteiger oder Profi, sprechen Sie keine Verbote aus und unterbrechen Sie den Hund nur im Notfall!

Lassen Sie Ihren Hund besser nicht mit den Ü-Paketen allein!

Im Mehrhundehaushalt genießt es sich getrennt besonders entspannt!
Zum guten Schluss
Die Ü-Pakete sind wirklich für fast jeden Hund geeignet - fast, denn ausgenommen sind Hunde die verstärkt zur Verteidigung von Ressourcen neigen, oder veranlagt sind die Verpackungen gleich mitzuessen.
Ersteren könnte man z.B. abgezählte, weiche Futterbelohnungen unverpackt verteilen und die Hunde im Anschluss ohne Störung suchen lassen. Wichtig: Wurden alle Futterbelohnungen gefunden und aufgegessen?
Hunde ohne Zähne, oder die zum Schlingen neigen, können Sie z.B. mit einem gefüllten KONG® viel Freude bereiten. Unter anderem sind hier Leberwurst für Hunde und Quark das "Schmiermittel" der Wahl, um entsprechende Futterbelohnungen zu „verkleben“ und die Öffnung zu verschließen.

Wir wünschen beiderseits gutes Gelingen!

Viele weitere Ideen, „Bauanleitungen“ und Kong®-Rezepte,
sowie nützliche Informationen gibt es unter: www.spaß-mit-hund.de
Sommerzeit mit Hund
Sommerzeit mit Hund

Die schönste Zeit des Jahres kann für unseren Teampartner auf 4 Pfoten sehr schnell zu einer Belastung werden. Damit es erst gar nicht so weit kommt, finden Sie im Folgenden einige Anregungen.

Wichtig zu wissen ist, dass aufgrund der hohen Temperaturen die Konzentration und körperliche Fitness bei Hunden deutlich absinkt. Die Herz-Kreislaufbelastung nimmt zu. Hunde können jetzt insgesamt deutlich weniger leisten. Somit sind sie weder dominant noch ungehorsam, wenn sie schlechter mitarbeiten.

Durch die Hitze sinkt die Reizschwelle und damit einhergehend kann die Bereitschaft zu Überreaktionen steigen. Das ist normal und auch bei uns Menschen ein bekanntes Phänomen (Stau auf der Autobahn im Sommerreiseverkehr …). Da die Reserven schneller verbraucht sind, ist es sinnvoll Hunde in dieser Zeit vor körperlichen und geistigen Überbelastungen zu bewahren, indem man alles deutlich reduzierter angehen lässt.
Pausen, in der Trainings-/Übungs- und Spielzeit, sind nur dann wirkliche Pausen und dienen der Entspannung, wenn die Hunde zu keiner Aktion angeregt werden, bzw. sie sich nicht in ein Kommando begeben sollen. Das Angebot von häufigeren Pausenintervallen und -längen wäre optimal, damit sich der gesamte Organismus erholen kann.

Viele Hunde wissen als Alternative zu Beutefang-, Rennspielen, etc. eine ruhige Beschäftigung zu Hause oder unterwegs sehr zu schätzen. Eine geringe Anforderung ist im Sommer bei der Nasenarbeit zu empfehlen, da beim sehr intensiven und minutenlagen Dauerschnüffeln die Schleimhäute rasch austrocknen und die Atem- und Pulsfrequenz ansteigt.
Alternativ wirkt sich ein Schnüffelgarten auf mehreren Ebenen positiv aus. Informationen unter: www.schnueffelgaerten.de

Sehr einfach kann man erkennen, dass es einem Hund zu viel wird und eine Veränderung der Situation oder eine Pause notwendig ist. Neben diversen Stress-Symptomen zeigen Hunde ein so genanntes Stressgesicht: Dabei sind die Ohrenansätze eng Richtung Hinterkopf gezogen, es bilden sich deutliche Falten an den Augen- und Maulwinkeln, die Maulwinkel werden außerdem nach hinten gezogen und der Hund hechelt verstärkt. Sein Blick wirkt angespannt und unruhig, die Gesichtskonturen treten deutlicher hervor.
Aktivitäten im Freien günstigenfalls in die frühen Morgen- und späten Abendstunden legen – meistens ist es dann kühler. Zu bevorzugen sind schattige Areale und die Mitnahme von ausreichend Wasser darf gerade bei längeren Touren nicht fehlen. Es gibt sogar faltbare Näpfe für unterwegs, aber auch der Napf oder ein Picknickbecher leisten gute Dienste.

Manche Hunde mögen es, wenn man sie vorsichtig mit Wasser abkühlt. Sei es mit einem durchnässten Tuch, mehreren Becher Wasser oder sanft laufendem Wasserstrahl. Aber Achtung: Das Wasser darf nicht eisig sein! Um Kreislaufprobleme zu verhindern, dürfen Hunde nicht sofort nach einer körperlichen Belastung abgekühlt werden. Eine gute Beobachtungsgabe des Ausdrucksverhaltens (u.a. Beschwichtigungssignale) hilft, um früh genug zu erkennen, ob der Hund wirklich mit dieser Art der Abkühlung einverstanden ist.

Eine in vielen Baumärkten erhältliche Strandmuschel für Kinder (für kleinwüchsige Hunde eine flache Wanne) kann man im Garten prima zum Hundepool umfunktionieren, den der Hund freiwillig nutzen kann. Wichtig dabei ist, dass er sich in keiner Weise gefährdet und der Wasserwechsel nicht vergessen wird.

In der hochsommerlichen Zeit benötigen Hunde generell mehr frisches Trinkwasser zur freien Verfügung als sonst. Außerdem sollten sie jederzeit eigenständig einen schattigen Ort oder Innenraum zur Abkühlung aufsuchen können.
Hunde sollten ab ca. 18°C nicht mehr ohne Aufsicht im Auto alleingelassen werden! Schnell ist der gewählte Schattenplatz der Sonne gewichen und alsbald kann eine Überhitzung der Hunde die Folge sein. Auf einen Spalt heruntergelassene Fenster sind in keiner Weise ausreichend! Fenstergitter und Adapter für den Kofferraum ermöglichen zwar etwas Luftzirkulation, aber nur für einen sehr kurzen Zeitraum!

Es gibt Hunde, die aus den unterschiedlichsten Gründen einen Maulkorb tragen müssen. Verwendung finden sollten aber, nicht nur im Sommer, unbedingt nur gut sitzende Modelle aus Kunststoff oder Metall – die ihrem Namen gerecht werden und zwar als Korb gefertigt sind. Sie gestatten uneingeschränkt zu Hecheln (nur so können Hunde ihre Körpertemperatur regulieren) und Wasser, ggf. Futterbelohnungen aufzunehmen. Mittlerweile gibt es auf dem Markt für jeden Hundekopf das passend geschnittene Modell.

Wenn Symptome wie schnelles Hecheln mit weit geöffnetem Fang bis hin zur Atemnot, erhöhte Herzfrequenz und Körpertemperatur, Koordinationsprobleme, Durchfall und Erbrechen bei Hunden auftreten, ist ein sofortiger Tierarztbesuch notwendig!

Nicht nur Hunderassen mit viel Unterwolle kann man Erleichterung verschaffen, indem man sie mit einem speziellen Kamm, der besonders eng anliegende Zinken hat, vorsichtig ausbürstet.
Wenn ein Hund zu den Brachycephalen („kurznasigen“) Typen gehören, ist seine Atmung tendenziell eingeschränkter, als bei anderen Rassevertretern. Die Wärmeabgabe über das Hecheln ist dann im Sommer zusätzlich erschwert.

Hunde mit Erkrankungen und/oder Handicap bedürfen jetzt einer besonders sensiblen Aufmerksamkeit. Und gerade ältere Hunde haben mit der sommerlichen Hitze zu kämpfen und sollten auf menschliche Fürsorge und Rücksichtnahme vertrauen dürfen.

In der Futteraufnahme können Hunde Veränderungen zeigen. Zum Beispiel, dass sie zu anderen Uhrzeiten Appetit bekommen, oder geringere Rationen aufnehmen. Das ist während der Hitze häufig der Fall, sollte aber im Auge behalten werden. Ein gefüllter und gekühlter KONG® bietet Abwechslung und Erfrischung.

Viele Rezeptideen und sinnvolle Anregungen zur artgerechten Beschäftigung sind auf www.spass-mit-hund.de zu finden.

Wir wünschen Ihnen beiden einen schönen Sommer!
Schnüffelgärten
Für alle die zum Wohlergehen der Hunde beitragen und neue Wege gehen möchten ist die kostenlose Aktion von Trainerkollegin Carolin Reger eine Option. Alle wichtigen Informationen finden Sie auf:
www.schnueffelgaerten.de
Thema: Brustgeschirre
Brustgeschirre

Bei der Verbreitung einer neuen Erkenntnis gibt es drei Phasen:
In der ersten wird sie totgeschwiegen, in der zweiten bis auf‘s Messer bekämpft und in der dritten für selbstverständlich genommen,
und jeder hat alles von Anfang an gewusst.
Konrad Lorenz

Antworten, auf alle Fragen und Mythen rund um das Brustgeschirr, sind in den folgenden Artikeln zu finden.
Pfiati Halsband – Servus Brustgeschirr
Artikel von Bettina Specht, Hundeschule Tirol, www.hundeschule-tirol.at (1,69M)
Ein Plädoyer für das Brustgeschirr
Artikel von Britta Homann-Zaun, www.dog-inform.de (1,67M)
Nie mehr Langeweile
Sie interessieren sich für einfach umsetzbare, alltagstaugliche Beschäftigungsmöglichkeiten, suchen Ideenvielfalt, hunde- und menschenfreundliche Trainingsmethoden und aktuelles Hundewissen?
Dann sind sie auf der Homepage von Christina Sondermann genau richtig!
www.spass-mit-hund.de
Nachdenkliches
Fairplay bei Hundebegegnungen

Stellen Sie sich vor: Auf einem Spaziergang begegnen sich fremde Mensch-Hund-Teams.
Die Hundehalter sind umsichtig, nehmen den eigenen Hund frühzeitig an die Leine (falls er sich im Freilauf befindet), dann nähern sie sich dem Gegenüber an lockerer Leine in einem großzügigen Bogen. Die Hundehalter sprechen freundlich mit ihren Hunden, bieten ihnen Orientierung und Sicherheit. Währenddessen beobachten sie das Ausdrucksverhalten ihres Hundes und das des Gegenübers und entscheiden bei einer stimmigen Gesamtsituation einander anzusprechen, ob ein Direktkontakt erwünscht ist.

Eine Variante wäre es, wenn ein Besitzer den anderen Hundehalter bereits von weitem aufgrund seines eigenen Verhaltens zu verstehen gibt, dass kein Kontakt erwünscht ist. Zum Beispiel nimmt er seinen Hund an die Leine und versucht eine größtmögliche Distanz herzustellen, oder er geht in die Gegenrichtung, hinter ein Auto, in eine Einfahrt, wendet dem anderen Team den Rücken zu, usw. und/oder er streut ggf. Futter auf den Boden. All dies zeigt wie offensichtlich kein Kontakt erwünscht ist, die Situation aber so stressfrei wie möglich gehalten werden soll. Unter Umständen wird auf Hördistanz die Bitte ausgesprochen, den fremden Hund an die Leine zu nehmen – und dies vom Gegenüber ohne Umschweife in die Tat umgesetzt.

Eigentlich sind beide Varianten super simpel und für alle Beteiligten, ob mit zwei oder vier Beinen, sehr angenehm.
Oder?
Leider zeigt die Realität häufig ein ganz anderes Bild und so werden Mensch-Hund-Teams:
Ungefragt in einen direkten Hundekontakt gedrängt.
Mit Sätzen begrüßt wie: „Die machen das unter sich aus!“, „Hunde brauchen Sozialkontakte!“, usw.
Mit Tipps und/oder Fragen konfrontiert, wenn der Hund die Art und Weise der Annäherung (noch) nicht verträgt und entsprechend reagiert.
In Diskussionen eingebunden, warum der Hund in die Leine zieht, meidet, bellt, usw.
Als Auslöser an einer unerwünschten Reaktion bezichtigt, denn der Hund müsse „einfach nur abgeleint werden“, oder der Halter „mal richtig durchgreifen“.
Angesprochen, dass sie keine Sorgen haben müssen, denn: „Der tut nix“ und „Der will nur spielen!“
Bewertet, teilweise sogar beleidigt, und/oder sie erhalten den Ratschlag mal in eine Hundeschule zu gehen.
Mit den Hunden allein gelassen, weil das Gegenüber seinen Focus auf Handy und iPod gerichtet hat, anstatt auf den eigenen Hund.
Mit dem Kommentar beruhigt, dass der eigene Hund dann eben lernen würde angeleinte Artgenossen in Ruhe zu lassen, wenn diese sich ihm entsprechend abwehrend verhalten.
Teilweise sogar angezeigt, wenn ihr Hund abschnappt (ich spreche in diesem Zusammenhang bewusst nicht von Beißvorfällen), weil er nicht „wesensfest“ sei.
In gewisser Hinsicht „verfolgt“, obwohl sie versuchen auszuweichen, usw.
Die Begebenheiten sind vielfältig, ob auf dem Spazierweg, Parkplatz, vor einem Geschäft, der Tierarztpraxis, in der Stadt, usw., aber der Ablauf in der Regel gleich: Zu einem an der Leine befindlichen Hund geht oder läuft ungefragt ein unangeleinter Hund, oder ein angeleinter Hund nähert sich ziehend mit seinem Menschen im Schlepptau.
Natürlich haben auch schon mehrere im Freilauf befindliche Hunde einen einzeln angeleinten Hund in die Bredouille gebracht, oder ein unangeleinter Hund eine an der Leine befindliche Hundegruppe.

Aber warum ist das so?
Wo sind der Respekt und die Toleranz geblieben?
Vielleicht liegt es daran, dass Hundebesitzer durch das gesellschaftliche Umfeld mit mehr Druck und weniger Freiräumen belegt werden, sie gewissermaßen „verlernt“ haben direkt miteinander zu reden, die Medien eine gewisse Sichtweise und Umgang mit Hunden publizieren und suggerieren, es immer noch in vielen Hundeschulen gelehrt wird einander frontal zu nähern, die Menschen ein Gefühl für die Natur und ihren Hund verloren haben, dass Perfektionismus in Beziehungen und dem Sein groß geschrieben wird, usw.
Erinnern Sie sich noch an die Zeiten, in denen man sich zurief: „Rüde oder Hündin?“ Selbstverständlich ist das Geschlecht kein Garant für ein friedliches Zusammentreffen, aber immerhin suchten die Besitzer das Gespräch, um zu klären was nun sinnvoll ist.

In der Regel wird von Seiten der Menschen allerdings fast immer auf unfreundliche, bis hin zu strafender, Art und Weise auf die Hunde reagiert (an dieser Stelle kann beliebig eingefügt werden, was jeder Einzelne für Strafe/Gewalt hält…), anstatt positiv zu agieren.

Fazit und Fakt ist, sobald die Stimmung kippt, und dies teils körperlich für die Vierbeiner spürbar wird, haben beide Hunde wieder einmal gelernt, dass Begegnungen nichts Gutes beinhalten. Und da reicht es bei manchem Hund aus, dass er mit ansieht wie ein Artgenosse behandelt wird.

Aus Sicht des Hundes, der (noch) nicht jede Form der Annäherung verträgt, bedeutet es jedes Mal einen Rückschritt. Erinnerungen an ähnliche Situationen tauchen auf und erfolgreiche Strategien (meiden, einfrieren, verteidigen, rumalbern) greifen. Die Ursachen hierfür sind mannigfaltig und sollen daher nicht Gegenstand dieses Artikels sein.
Dem im Freilauf befindlichen Hund geht es unter Umständen nicht besser. Von seiner Bezugsperson bekommt er in der Regel gar keine, oder keine positive Rückmeldung oder sinnvolle Alternativen geboten. Alleingelassen in der Situation verhält auch er sich, wie es für ihn am erfolgversprechendsten ist, bzw. was seine Erfahrungen mitbringen. Die Folgen für das Sozialverhalten und Lernen sind somit in der Regel eher ungünstig.

Bleiben beide Hunde an der Leine, hört man eigentlich immer nur Warnungen wie: “FUSS!“, „NEIN!“, „HÖR AUF!“, „AUS!“, „LASS DAS!“ oder „PFUI ist das!“.
Wäre es nicht schöner, frühzeitig ein positiv aufgebautes Umlenksignal zu verwenden? Oder ein ebenso positiv aufgebautes „Kein Hallo sagen.“, oder „Heute nicht.“ und den Hund rechtzeitig mit einem Hör-und Sichtzeichen zum Weitergehen zu animieren?
Stattdessen wird in die gute alte Schublade der Meidemotivation gegriffen. Den Hunden wird somit widererwarten zu verstehen gegeben, dass Hundekontakte eher unerfreulich sind – dank einer negativen Assoziation.
Ein Kontakt an der Leine kann sehr wohl funktionieren, wenn einige „Spielregeln“ eingehalten werden. Wie diese im Detail aussehen ist von Hund zu Hund und Situation zu Situation verschieden und würde bei weitem den Rahmen dieses Beitrages sprengen.

Aber ein wesentlicher Faktor ist das Ausdrucksverhalten, hier im Besonderen die Beschwichtigungssignale. Sie bilden den Schlüssel zum Verstehen und sind im Grunde unverzichtbarer Bestandteil, wenn man Hunde richtig einschätzen und damit respektvoll, fair und achtsam führen möchte. Mit diesem Wissen im Gepäck wären manch unschöne Konfrontationen gar nicht erst entstanden.

Vielleicht setzt sich die internationale Aktion „Gelberhund“, auch „Gulahund“ oder „Yellowdog“ genannt, endlich durch. Sie setzt auf Prävention und Toleranz bei Hundebegegnungen.
Detaillierte Informationen, kostenlose Flyer und Poster zu dieser Aktion finden Sie unter: www.gulahund.se
Stereotypien: Ein Hilferuf der Seele
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WUFF – DAS HUNDEMAGAZIN – 9/05 (664,28K)
Lesenswertes & mehr über Samtpfoten
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Katzenelend verhindern
Kastration, statt Katzenleid

"Wenn eine Katze kastriert ist, dann fängt sie keine Mäuse mehr" und "Eine Katze muss wenigstens einmal Nachwuchs haben". Diese Behauptungen entbehren jeglicher Grundlage.
Richtig ist, dass gesunde, kräftige Tiere gute Mäusejäger sind und dass es am besten ist, Katzen bereits mit ca. 5 Monaten, kurz vor Eintritt der Geschlechtsreife, kastrieren zu lassen.

Das Leben von frei lebenden Katzen ist weder wild noch romantisch. Die Kätzinnen bekommen ständig Nachwuchs, die Kater verletzen sich bei Revierkämpfen. Die Tiere sind von Parasiten geplagt, haben oft Schnupfen, entzündete Augen, vermilbte Ohren, schlecht verheilte Verletzungen und sind abgemagert.
Unser Tierschutzverein tut alles, um das Katzenelend zu bekämpfen. Wenn wir von Streunern erfahren, fahren wir los oder informieren unsere wunderbaren "Katzenfängerinnen". Die Tiere werden mit der Lebendfalle eingefangen und zur Kastration gebracht. Wenn sie in Narkose liegen, dann werden auch gleich die Zähne, Augen, Ohren oder Verletzungen behandelt. Diese Arbeit ist nicht nur sehr zeitintensiv, sie verursacht auch hohe Kosten, für die niemand zuständig ist, da die Tiere als herrenlos gelten. Unser Tierschutzverein gibt jedes Jahr für die Kastration von Streunern und für die Versorgung der über 20 Futterplätze im ganzen Landkreis zwischen 20.000.-- und 30.000.-- Euro aus.

Gemeinsam mit unserem Dachverband, dem Deutschen Tierschutzbund e.V., fordern wir eine flächendeckende Kastrations-, Kennzeichnungs- und Registrierungspflicht für Freigängerkatzen. Dies wäre ein wichtiger Schritt um das Katzenelend nachhaltig in den Griff zu bekommen.
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Artgerechte (Zwerg-) Kaninchen und Meerschweinchenhaltung
Leben, der Art entsprechend

Meerschweinchen und (Zwerg-) Kaninchen gehören mit zu den beliebtesten Haustieren, auch für Kinder. Ihre Haltung erfordert allerdings mehr, als ein Leben in Käfigen der Normgröße, wie sie im Handel erhältlich sind. Oft leiden die Tiere still, zeigen Verhaltensauffälligkeiten, werden krank oder sterben frühzeitig.

Kontaktieren Sie uns: 0 88 21 - 559 67
Wir beraten Sie gerne, um die Haltung ggf. zu optimieren, bzw. Problemen vorzubeugen.
Empfehlungen
Um sich bereits im Vorfeld auf die Bedürfnisse der Tiere einzustellen und ihr "Zuhause" ihrer Art entsprechend zu planen, oder umzubauen, möchten wir Ihnen folgende Bücher ans Herz legen:

Artgerechte Haltung - ein Grundrecht auch für Meerschweinchen
Ruth Morgenegg
tbv Verlag

Artgerechte Haltung - ein Grundrecht auch für (Zwerg-) Kaninchen
Ruth Morgenegg
tbv Verlag
Exotenhandel
Hilferuf von 30 Tierheimen und Auffangstationen an die Politik

In einem gemeinsamen Brief an Bundeslandwirtschaftsminister Schmidt fordern 30 deutsche Tierheime und Auffangstationen, den Handel und die Haltung von exotischen Wildtieren endlich einzuschränken. Zu Beginn der Legislaturperiode hatten die Leiter der Tierheime noch große Hoffnung, dass sich etwas ändert, denn im Koalitionsvertrag war eine Regelung des Handels mit Wildtieren vereinbart – doch weit gefehlt, die Situation ist noch prekärer geworden.

Normalerweise versorgen Tierheime ausgesetzte Hunde und Auffangstationen verwaiste heimische Rehkitze – doch seit längerem bereitet ein anderes Thema den Stationen große Kopfschmerzen: Zu groß gewordene Leguane, vereinsamte Äffchen und kranke Karakale finden immer häufiger ihren Weg in Tierheime und Auffangstationen. Grund für die Exoten-Schwemme ist laut Dr. Sandra Giltner vom Tierheim München der einfache Zugang zu den diversesten Wildtieren als Haustiere: „Jeder kann sich auf einer Exoten-Börse ein Wildtier kaufen und das ohne jegliche Vorkenntnisse.“ Sie weiß aus Erfahrung, welche Probleme dadurch entstehen können: Im Münchner Tierheim saßen schon Nasenbären, diverse Affen und ein Känguru. „Unser Personal ist zur Pflege von Hunden und Katzen geschult. Die Aufnahme von Exoten stellt uns vor enorme Herausforderungen – finanziell sowie personell.“

„Wir bauen in unseren Tierheimen immer größere Exotenstationen, müssen um immer mehr Spendengelder bitten, um die verschiedenen Tierarten auch nur annähernd artgemäß unterzubringen und zu versorgen. Und das alles nur, weil in einem völlig unregulierten Markt, der das einzelne Tier ohne Rücksicht auf Verluste nur als handelbare Ware benutzt, einige an dem Exotenelend verdienen und einige sich an Exotenhaltung ergötzen wollen,“ sagt Sandra Gulla , 1.Vorsitzende des Hamburger Tierschutzvereins von 1841 e.V.
Unterstützung von politischer Seite gibt es kaum – das weiß auch Olaf Neuendorf, der Leiter der Auffangstation für Raubkatzen und andere exotische Tiere in Ansbach. Die Auffangstation steht vor dem Aus, denn das Gelände, auf dem unter anderem Tiger, Füchse und Affen ein neues Zuhause gefunden haben, soll verkauft werden. Ein Antrag für finanzielle Unterstützung wurde vom Umweltausschuss des Bayerischen Landtags erst kürzlich abgelehnt. „Ein Tierschützer würde sein letztes Hemd geben, um ein Tier zu retten! Das wissen die Politiker, deswegen sehen sie auch keine Dringlichkeit zu handeln – sie verlassen sich darauf, dass wir das schon irgendwie hinkriegen. Aber wir sind am Ende unserer Möglichkeiten“, so Neuendorf.

Die Lage spitzt sich zu: Oftmals können die Veterinärbehörden Tiere aus schlechter Privathaltung nicht beschlagnahmen, da sie nicht wissen, wo die Tiere untergebracht werden können. Ein Ausweg scheint die Verlagerung des Problems ins Ausland: Die Auffangstation AAP in den Niederlanden hat in den vergangenen Jahren fast 200 Tiere aus Deutschland aufgenommen. Kostenpunkt für die durch Spenden finanzierte Station: Fünf Millionen Euro für Rettung und Verpflegung der Tiere.

Im Herbst 2013 beschlossen die Koalitionspartner u.a., gewerbliche Tierbörsen zu verbieten und den Handel mit und die Haltung von Wildtieren in Privathand zu regulieren. Das ist nicht geschehen – stattdessen gibt es Aufschiebemanöver. Auch der neuste Streich des Bundeslandwirtschaftsministeriums lässt wenig hoffen: Auf der Online-Plattform „Haustier-Berater“ (haustier-berater.de) werden exotische Tiere, darunter Sugar Glider, Chamäleons und Weißbauchigel, vorgestellt und weitgehend unkritische Tipps zur Haltung gegeben.

Für Neuendorf, Mit-Initiator des Briefes, ist deshalb klar: „Politische Entscheidungen werden am Schreibtisch getroffen, welche Probleme wir in unseren Tierheimen haben, scheint dabei nicht sichtbar zu sein“.
Der gemeinsame Brief wurde von 30 Tierschutz-Einrichtungen unterschrieben – unter ihnen die größten Tierheime Deutschlands:
Der gemeinsame Brief der 30 Tierschutzeinrichtungen
PDF zum Download (864,85K)
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Leben retten
Mit Technik gegen den Bambi-Tod

Die Zeit der Frühmahd steht vor der Türe. Dann wird es für Rehkitze und andere Wiesenbewohner wieder sehr gefährlich. Denn die Frühmahd fällt mit der Hauptsetzzeit der Rehe zusammen. Kitze kommen von Anfang Mai bis Mitte Juni zur Welt. Der größte "Babyboom" ist ab Mitte Mai. Wenn die Landwirte beginnen, die Wiesen zu mähen, fliehen die Kitze nicht, sondern ducken sich nur noch tiefer ins Gras. Dabei ist die Gefahr sehr groß, dass sie von den Mähwerken getötet oder verstümmelt werden. Ein grausamer Moment, nicht nur für das Tier, sondern auch für Landwirte und Jäger, die die Tiere erlösen müssen.
Um dies zu verhindern wurden bisher verschiedene Methoden wie Aufstellen von Wildscheuchen und das Abgehen der Wiesen vor der Mahd angewandt. Oft eine mühevolle und zeitraubende Arbeit angesichts des Zeitdrucks und oft großer Flächen. Deshalb haben im vergangenen Jahr Landwirte, Jäger und Tierschützer sich gemeinsam bei einem Ortstermin in Großweil über ein elektronisches Gerät, den Rehkitz-Retter/Wildschreck informiert, den Martin Thoma aus Penzberg in seinem Familienbetrieb baut. Ein Gerät deckt eine Fläche von ca. 3 Hektar ab und hält das Wild durch akustische und optische Signale in willkürlichen Zeitabständen mit unterschiedlicher Signaldauer wirksam von den "gefährlichen"Flächen fern. Dank eines Akkus kann es schon Tage vor der Mahd aufgestellt werden. Der Tierschutzverein des Landkreises erwarb gleich eine Reihe von Geräten, die an interessierte Landwirte verliehen wurden. Für Tessy Lödermann ein großer Erfolg: "Inzwischen sind in Deutschland, in Österreich und der Schweiz über 4.500 Kitzretter im Einsatz. Auch hier im Landkreis haben sich viele Landwirte inzwischen selbst Geräte angeschafft. Ich freue mich, dass sehr viel Tierleid verhindert werden kann."
Auch in diesem Jahr verleiht der Tierschutzverein wieder kostenlos Rehkitz-Retter an interessierte Landwirte. Nachdem Martin Thoma fünf spendete, stehen nun insgesamt 23 Geräte zur Verfügung!
Interessenten melden sich bitte im Tierheim unter: 0 88 21 - 559 67
Igel helfen - aber richtig!
Igel helfen - aber richtig!

Nach dem Bundesnaturschutzgesetz ist es verboten, Tiere der besonders geschützten Arten - und dazu zählt der Igel - aus der Natur zu entnehmen. Es ist allerdings zulässig, verletzte, hilflose oder kranke Tiere vorübergehend aufzunehmen, um sie gesund zu pflegen.
Im Herbst bereiten sich Igel auf den Winterschlaf vor und stöbern intensiv nach Essbarem um das nötige "Schlafgewicht" von 600 bis 700 Gramm zu erreichen. Wenn Jungigel derzeit ein Gewicht von unter 300 Gramm haben, haben sie ohne Zufütterung kaum eine Aussicht das nächste Frühjahr zu erleben, da sie beim Winterschlaf ca. 20 bis 30 Prozent ihres Körpergewichtes verlieren.
Leicht untergewichtigen oder jungen Igeln hilft man am besten durch das Errichten einer geschützten Futterstelle im Garten. Dann erübrigt es sich oft, untergewichtige Igel in menschliche Betreuung zu nehmen.
Für die Fütterung eignet sich ungewürztes Rührei, Katzennaßfutter, jeweils mit Haferflocken oder Igeltrockenfutter vermischt. Nur Wasser und auf keinen Fall Milch geben.
Gerne sind wir bereit echte Igelnotfälle aufzunehmen, bzw. kompetent zu beraten (Telefon: 08821-55967)!
Zudem kann im Tierheim kostenloses Informationsmaterial angefordert werden.
Checkliste "Jungvogel" gefunden
Wie Sie sich beim Fund eines Jungvogels richtig verhalten, dass erfahren Sie unter folgendem Link:

Checkliste wildvogelhilfe.org
Wie verhält man sich beim Fund von Wildtieren richtig?
Hände weg von jungen Wildtieren

Einen dringenden Apell richtet der Tierschutzverein des Landkreises Garmisch-Partenkirchen an Spaziergänger. "Hände weg von jungen Wildtieren!"
Jedes Frühjahr erreichen das Tierheim viele Anrufe mit der Anfrage, ob nicht "hilflose" Jungvögel aufgenommen werden können. Dabei ist es jetzt völlig normal, dass junge, schon weitgehend befiederte Vögel außerhalb des Nestes angetroffen werden. Diese "Nestflüchter" verständigen sich durch Rufe mit ihren Eltern und werden von diesen bestens versorgt. Auch Rehkitze und junge Feldhasen sind jetzt alleine anzutreffen. Die Mutter ist jedoch in der Nähe und kommt höchstens dreimal am Tag zu ihrem Nachwuchs, um ihn kurz zu säugen.
Dieses Verhalten dient dazu, dass Beutegreifer nicht auf die Jungtiere aufmerksam gemacht werden. Die Tierkinder haben durch den nahezu komplett fehlenden Eigengeruch und die Wildfärbung einen guten Eigenschutz und sind im Wald oder auf den Wiesen nahezu unsicht- und unriechbar. Junge Wildtiere dürfen auf keinen Fall berührt werden, da die Mütter vom menschlichen Geruch abgeschreckt werden und ihren Nachwuchs verstoßen und Anfassen einen enormen Stress bedeutet. Das richtige Verhalten ist, sich schnell zu entfernen, damit die Mutter sich wieder zu ihrem Nachwuchs traut.

Tessy Lödermann, 1. Vorsitzende des Tierschutzvereins: "Leider kommt es immer wieder vor, dass Spaziergänger ein vermeintlich verlassenes Jungtier mitnehmen, weil sie fürchten, es würde von seiner Mutter nicht mehr versorgt. Diese falsch verstandene Tierliebe kann für das Jungtier tödlich sein, da die Aufzucht in menschlicher Obhut bei weitem nicht die durch die Tiermutter ersetzen kann."
Das Garmischer Tierheim zieht jedes Jahr eine ganze Reihe von Wildtieren (Kitze, Feldhasen, Igel, Eichhörnchen, Steinmarder, Füchse, Siebenschläfer, Jungvögel...) auf.

Derzeit werden im Tierheim ein Feldhase, zwei Eichhörnchen und ein Rehkitz aufgezogen. Die Aufzucht ist äußerst arbeitsintensiv, da die Tierkinder rund um die Uhr versorgt werden müssen. Auch gestaltet sich das Auswildern von Handaufzuchten als äußerst schwierig. Tessy Lödermann: "Bitte lassen Sie Wildtierkinder dort, wo sie sind. Hilfe benötigen nur offensichtlich verletzte Tiere und Jungtiere in direkter Nähe zu ihrer toten Mutter. Hier hilft das Garmischer Tierheim dann gerne."
Gämsen auf der Flucht
Wintersportler sehen immer seltener Gämsen in den Skigebieten
Böcke auf der Flucht vor Skihasen (234,90K)
Gams-Symposium
Bayerns Gämsen in Gefahr
Bericht im Münchner Merkur (322,56K)
Werdenfelser Erklärung von und zum Schutz unserer Gams
Petition Tierschutzverein + Jagdagenda 21 e.V. (598,95K)
Regenbogenbrücke
Die Regenbogenbrücke

Es gibt eine Brücke, die zugleich Trost und Hoffnung ist: Es handelt sich um die Regenbogenbrücke, die die Erde mit dem Himmel verbindet.

Wenn ein geliebtes Tier auf der Erde für immer eingeschlafen ist, geht es zu einem wunderschönen Ort jenseits der Regenbogenbrücke. Dort herrscht der ewige Frühling, es gibt genug für alle zu essen und trinken und alle sind sich gut.

Die alten und kranken Tiere werden im Land hinter der Regebogenbrücke wieder jung und gesund und spielen den ganzen Tag miteinander. Die Tiere sind dort glücklich und zufrieden, nur eines vermissen sie: den Menschen, den sie so sehr geliebt haben.
So tollen und spielen sie tagtäglich, bis ein sanfter Wind eine Botschaft bringt. Eines der Tiere hält dann inne und sieht nach oben. Mit bebenden Nasenflügeln, hochgestellten Ohren und aufmerksamen Augen. Und plötzlich verlässt es die Gruppe und fliegt regelrecht über das Gras, schneller und schneller. ES HAT DICH GESEHEN! Und ihr seid wieder zusammen.

Schon in der Bibel steht, dass uns die, die wir so geliebt haben, eines Tages abholen. Das ist Trost und Hoffnung. Den Tod gibt es zwar, die Liebe töten kann er nicht. Daher gehen wir mit den geliebten Tieren die letzten Schritte über die Regenbogenbrücke zusammen, danach wird es keine Trennung mehr geben.
Das ist das Paradies!
Unser Tierheim in Zahlen
Unsere Tierheimstatistik

An dieser Stelle können Sie unsere Statistiken einsehen. Wie Sie sehen werden, kümmern wir uns jedes Jahr um über 1.200 Mitgeschöpfe.

Helfen Sie uns, damit wir dies weiterhin tun können!
Wie?
Ganz einfach, unter der Rubrik "Bitte helfen Sie uns helfen!" finden Sie die verschiedenen Möglichkeiten.
Wir bedanken uns im voraus von Herzen!
Fundtierstatistik 2015 (114,96K)
Tierheimstatistik 2015 (25,15K)
Tierheimstatistik 2016 (53,10K)
Wild und Jagd
18.09.2016

Artikel auf tegernseerstimme.de: "Beherzt tritt sie seit einiger Zeit als Anwältin für Wildtiere auf: Herzogin Helene in Bayern. Für die ARTE-Produktion „Wem gehört die Natur?“ beklagt sie die „dramatische Abnahme des Gamsbestandes“ auch in Wildbad Kreuth."

Zum Artikel "Herzogin stellt Jagdpolitik an den Pranger" >>>
23.09.2015
Warum Jäger und Förster in Bayern verbissen über Gämsen streiten
Jäger und Tierschützer sehen die Bestände der Gämsen in Bayern in Gefahr - auch weil die Gams als Waldschädling gilt. Die Geschichte eines verbissenen Konflikts.

Ein Bericht von Jörg Sigmund in der Augsburger Allgemeinen am 27. August 2015:


05.09.2015
Auch das Wild muss leben dürfen
Ich bin sehr dankbar, dass endlich ein Artikel veröffentlicht wurde, in dem ein mutiger Jäger zu Wort kommt. Die Situation, gegen die ich auch schon seit Jahren ankämpfe (Widerstand gegen den Abschuss im Wintergatter, Gamssymposium etc.) wird eindringlich geschildert.

Ich bin als Tierschützerin bewußt Gründungsmitglied des "Vereins zum Schutz der Wildtiere und ihrer Lebensräume in Bayern" (kurz: Wildes Bayern). Feindbilder retten keine Wildtiere. Tierschützer, Wildbiologen, Förster und verantwortungsbewußte Jäger müssen punktuell zusammenarbeiten, um das "Schädlingsdenken" (Reh, Rotwild und Gams fressen den Wald auf und müssen deshalb bekämpft werden) zu durchbrechen.

Ich ziehe meinen Hut vor Willi Fleischhacker für seine ehrlichen und mutigen Worte.

Tessy Lödermann

08.07.2015
Hohe Strafe für Forstbetrieb: 68 Hirsche zu viel erlegt

merkur.de: 10.000 Euro muss der Forstbetrieb Oberammergau zahlen: für die 68 Hirsche, die die Staatsjäger zu viel geschossen hatten. Das Unternehmen legte Einspruch ein – und scheiterte.
Die Empörung war riesig unter Jägern und Tierschützern. „Das ist brutal, was da passiert“, empörte sich Willi Fleischhacker im November 2014. Als das Mitglied des Jagdbeirats, in dem der Privatjäger mit Revier in Oberau sitzt, die Abschusszahlen des Jahres 2013/2014 las, merkte er: „Hier kann etwas nicht stimmen“ – und deckte einen Skandal auf.

Zum Artikel im Merkur >
15.12.2014
Bayerns Jäger fürchten um ihren Ruf
Oberammergau/München –Im staatlichen Forstbetrieb Oberammergau sind im vergangenen Jagdjahr 68 Hirsche zuviel geschossen worden. Bayerns private Jäger fürchten um ihren Ruf.

Die Nachricht ist ein absolutes Desaster, sagt Thomas Schreder. Er sagt das als Sprecher des Bayerischen Jagdverbandes, als BJV-Vorsitzender für Oberbayern – und als Jäger. In allen drei Funktionen wusste er sofort, was der Vorwurf auslösen würde, der vor einigen Tagen bekannt wurde: Die Untere Jagdbehörde im Landratsamt Garmisch-Partenkirchen hatte für das vergangene Jagdjahr im Staatsforst Oberammergau den Abschuss von 94 Hirschen der Klasse III erlaubt – das sind Jungtiere im Alter von einem bis zwei Jahren. Die Mitarbeiter des Betriebsleiters haben 162 Hirsche geschossen. Es war das vierte Mal innerhalb von fünf Jahren, dass sie gegen den Abschussplan verstoßen haben. Die Jagdbehörde hat nun ein Verfahren eingeleitet, dem Forstbetrieb droht ein Ordnungsgeld.


Außerdem ermittelt die Staatsanwaltschaft München II – denn auch die Jagdagenda 21, ein Zusammenschluss aus Jägern, Tierschützern und Privatpersonen, hat Anzeige erstattet. „Der Abschussplan ist in Oberammergau deutlich überschritten worden“, sagt Stefan Schopf, der stellvertretende Vorsitzende der Agenda. „Das ist keine ordnungsgemäße Jagd mehr – die Staatsanwaltschaft muss prüfen, ob der Tierschutz verletzt worden ist.“Der Oberammergauer Betriebsleiter will sich während des laufenden Verfahrens nicht zu den Vorwürfen äußern. BJV-Sprecher Thomas Schreder sorgt sich indessen, dass auch der Ruf der Jäger in privaten Revieren unter dem Vorfall im Staatsforst leiden wird. Denn er weiß, wie schnell verallgemeinert wird. „An den Stammtischen wird jetzt schon sehr emotional diskutiert“, sagt er. Als er von Ermittlungen erfuhr, hat er sich gleich auf einige Protestschreiben eingestellt. „Derart eklatante Überschreitungen der Abschusspläne sind den Bürgern schwer zu vermitteln“, sagt er.Auch er kann sich nicht erklären, wie in einem Revier 68 Hirsche zuviel geschossen werden können. „Die Abschusspläne werden von Profis erstellt“, sagt er. „Sie sind für den Staat genauso verbindlich, wie für private Pächter.“ Schreder will sich kein Urteil erlauben, solange er nicht alle Fakten und Zahlen kennt. Aber er sagt bereits jetzt: „Wenn 68 Hirsche zuviel geschossen werden, kontakariert das alles, was unser Verband für den guten Ruf der Jäger tut“.Für die Staatsanwaltschaft München II ist es das erste Mal, dass sie es mit einer Strafanzeige wegen „Verstoß gegen nicht tierschutzgerechtes Jagen“ zu tun hat, sagt Sprecher Ken Heidenreich. Im Landratsamt Garmisch-Partenkirchen sind bislang nur Fälle mit geringen Abweichungen von den Abschussplänen bekannt. „Wir haben 80 Reviere im Landkreis“, sagt Sprecher Stephan Scharf. Jedes Revier meldet die Abschusszahlen monatlich – diese Zahlenflut müsse dann in der Jagdbehörde erstmal ausgewertet werden. Gelegentlich werden Abschüsse über die Pläne hinaus nachträglich beantragt. Auch der Forstbetrieb Oberammergau hat das für 66 Hirsche getan – allerdings erst nachdem schon weit mehr Tiere geschossen worden waren, als die erlaubten 94. „Der Antrag ist nicht bewilligt worden“, sagt Scharf. „Die Jäger hätten mehr weibliche Tiere schießen müssen, um den Bestand zu reduzieren.“Thomas Schreder hofft, dass der Oberammergauer Fall so schnell wie möglich geklärt wird. „Bei solchen Vorwürfen dürfen wir auf keinen Fall wegsehen“, sagt er. „Im Interesse aller Jäger.“Katrin Woitsch
Außerdem ermittelt die Staatsanwaltschaft München II – denn auch die Jagdagenda 21, ein Zusammenschluss aus Jägern, Tierschützern und Privatpersonen, hat Anzeige erstattet. „Der Abschussplan ist in Oberammergau deutlich überschritten worden“, sagt Stefan Schopf, der stellvertretende Vorsitzende der Agenda. „Das ist keine ordnungsgemäße Jagd mehr – die Staatsanwaltschaft muss prüfen, ob der Tierschutz verletzt worden ist.“

Der Oberammergauer Betriebsleiter will sich während des laufenden Verfahrens nicht zu den Vorwürfen äußern. BJV-Sprecher Thomas Schreder sorgt sich indessen, dass auch der Ruf der Jäger in privaten Revieren unter dem Vorfall im Staatsforst leiden wird. Denn er weiß, wie schnell verallgemeinert wird. „An den Stammtischen wird jetzt schon sehr emotional diskutiert“, sagt er. Als er von Ermittlungen erfuhr, hat er sich gleich auf einige Protestschreiben eingestellt. „Derart eklatante Überschreitungen der Abschusspläne sind den Bürgern schwer zu vermitteln“, sagt er.

Auch er kann sich nicht erklären, wie in einem Revier 68 Hirsche zuviel geschossen werden können. „Die Abschusspläne werden von Profis erstellt“, sagt er. „Sie sind für den Staat genauso verbindlich, wie für private Pächter.“ Schreder will sich kein Urteil erlauben, solange er nicht alle Fakten und Zahlen kennt. Aber er sagt bereits jetzt: „Wenn 68 Hirsche zuviel geschossen werden, kontakariert das alles, was unser Verband für den guten Ruf der Jäger tut“.

Für die Staatsanwaltschaft München II ist es das erste Mal, dass sie es mit einer Strafanzeige wegen „Verstoß gegen nicht tierschutzgerechtes Jagen“ zu tun hat, sagt Sprecher Ken Heidenreich. Im Landratsamt Garmisch-Partenkirchen sind bislang nur Fälle mit geringen Abweichungen von den Abschussplänen bekannt. „Wir haben 80 Reviere im Landkreis“, sagt Sprecher Stephan Scharf. Jedes Revier meldet die Abschusszahlen monatlich – diese Zahlenflut müsse dann in der Jagdbehörde erstmal ausgewertet werden. Gelegentlich werden Abschüsse über die Pläne hinaus nachträglich beantragt. Auch der Forstbetrieb Oberammergau hat das für 66 Hirsche getan – allerdings erst nachdem schon weit mehr Tiere geschossen worden waren, als die erlaubten 94. „Der Antrag ist nicht bewilligt worden“, sagt Scharf. „Die Jäger hätten mehr weibliche Tiere schießen müssen, um den Bestand zu reduzieren.“

Thomas Schreder hofft, dass der Oberammergauer Fall so schnell wie möglich geklärt wird. „Bei solchen Vorwürfen dürfen wir auf keinen Fall wegsehen“, sagt er. „Im Interesse aller Jäger.“

Katrin Woitsch

Quelle: http://www.merkur-online.de/lokales/garmisch-partenkirchen/oberammergau/bayerns-jaeger-fuerchten-ihren-4518826.html


07.02.2014
5 Tage Todeskampf im Wald
Rottach-Egern - Fünf Tage lag ein angeschossener Hirsch im Wald, bis er von seinem Leiden erlösen wurde. Das Verfahren gegen den unbekannten Schützen wurde eingestellt – nun legt der Tierschutzverein nach.

Es war am Freitag, 2. August, am späten Abend. Jagdleiter Eduard Maierhofer, zuständig fürs Gebiet am Wallberg, hört im Revier einen Schuss. Und dann nichts mehr. Das wundert ihn: Jeder Abschuss muss ihm gemeldet und auch präsentiert werden. Fünf Tage später, am Mittwoch, dann der Anruf einer Spaziergängerin: Ihre beiden Hunde haben einen schwer verletzten Hirsch erschnüffelt. Jagdleiter Maierhofer und Revierjäger Michael Herrmann eilen ins Gebiet. Nach kurzer Suche bietet sich ihnen ein Bild des Jammers: Da liegt ein etwa dreijährige Hirsch mit durchschossenen Vorderläufen in der Gluthitze, Fliegenschwärme bedecken seinen Körper. Er lebt noch. „Wir haben ihn dann erlöst“, sagt Herrmann. Das Leiden des Tiers bewegt die beiden sehr. „Ich habe immer noch so eine Wut“, sagt Jagdleiter Maierhofer.

Die Bilder lassen ihn nicht los. Der flehende Blick des jungen Hirschs, der fünf Tage lang in der Sommerhitze Qualen gelitten hat, ohne Wasser, sich im Todeskampf verzweifelt mit den Hinterbeinen durch die Dornen schob, von Füchsen angefressen wurde. Jedem Jäger, so Maierhofer, könne mal ein Schuss daneben gehen: „Aber dann leite ich die Nachsuche ein, auch wenn's mitten in der Nacht ist.“ Wer es unterlässt, findet Maierhofer, dem soll der Jagdschein abgenommen werden. Auf Lebenszeit. Jagdleiter Maierhofer und Jäger Herrmann haben einen Verdacht, wer der Schütze sein könnte – Herrmann selbst war zum Zeitpunkt des Schusses im Urlaub. Noch im August erstatten sie Anzeige bei der Polizei Bad Wiessee wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz, nennen auch einen Namen. Doch die Beweise reichen nicht, die Staatsanwaltschaft stellt das Verfahren Ende Januar ein.

Laut Tierschützern hat im Tal das "unqualifizierte Jägerspielen" Einzug gehalten

Dann spielt ein Unbekannter dem Tierschutzverein Tegernseer Tal die Bilder des angeschossenen Hirschs zu. Vorstandsmitglied Johanna Ecker-Schotte hakt nach, erfährt die ganze Geschichte. „Wir sind über diesen unglaublich tierquälerischen Vorfall schockiert und bedauern sehr, dass wir als Tierschutzverein nicht früher informiert worden sind“, erklärt Ecker-Schotte. Sie will alles tun, um eine Wiederaufnahme des Verfahrens zu erreichen. „Wir werden Strafanzeige stellen.“ Leider, so Ecker-Schotte, habe der Tierschutzverein schon mehrmals erlebt, dass die Staatsanwaltschaft Ermittlungsverfahren wegen Tierquälerei einstelle. „Das finden wir sehr bedenklich.“ Der Tierschutzverein appelliere im Übrigen an alle verantwortungsvollen Jäger, Mut zu zeigen und zu helfen, diesen Vorfall aufzuklären und den Täter zu überführen, erklärt die Tierschützerin. Sie pflege zu gewissenhaften Jägern und Hegern freundliche Kontakte, schätze deren Arbeit, auch wenn die Ansichten zur Bejagung teils unterschiedlich seien. Offensichtlich habe aber nun auch im Tegernseer Tal das „unqualifizierte Jägerspielen“ Einzug gehalten, meint Ecker-Schotte. „Das hat mit Jagd nichts zu tun. Das ist Frevel.“

Der Rottacher Jagdvorsteher Josef Stadler sieht das nicht anders. Ein Stück Wild „so elendig krepieren zu lassen, das ist Verachtung der Kreatur“. Dass der Tierschutzverein nicht locker lassen will und den Fall nun auch öffentlich macht, kommt ihm gelegen. Stadler hofft, dass weiter ermittelt wird, dass der Täter am Ende gefunden und bestraft wird: „Ich denke, dass es schon im öffentlichen Interesse liegt, dass ein solcher Mensch nie mehr eine Waffe tragen darf.“

Christina Jachert-Maier
Artikel im Merkur >
07.12.2013
Tiroler Jäger muss büßen
Für viel Empörung hat die brutale Gamsquälerei in der Leutasch gesorgt. Unser Tierschutzverein hat ja bei der Staatsanwaltschaft Innsbruck Strafanzeige gegen die beteiligten Jäger gestellt. Auch der Tiroler Jagdverband macht nun ernst. Er hat dem Jagdpächter einen strengen Verweis ausgesprochen, das höchste Strafmaß unter den Tiroler Waidmännern. Zudem droht ihm der Entzug der Jagdkarte für ein bis drei Jahren. Der Mann hatte dabei zugesehen, wie ein russischer Jagdgast im August in seinem Revier am Scharnitzjoch eine angeschossene, blutende Gams über ein Geröllfeld schleifte. Ein niederländischer Urlauber hatte die abscheuliche Tat gefilmt.

Während die Staatsanwaltschaft Innsbruck noch wegen Tierquälerei ermittelt, hat der Chef des Landesjägerverbandes, Anton Larcher, bereits im Disziplinarverfahren ein deutliches Urteil gefällt. Denn der strenge Verweis hat für den Jagdpächter gravierende Folgen. Zum einen wird das Ergebnis der Jagdbehörde mitgeteilt, die Jagderlaubnis muss er wohl einige Zeit abgeben. "Ein lebenslanger Entzug ist juristisch nicht möglich", sagte Larcher. Zum anderen wird der Fall im Infoblatt des Tiroler Landesjagdverbandes sowie auf seiner Internetseite öffentlich gemacht - mit Namen und allen Details. "Das ist die härteste Strafe, denn der Betroffene steht in der gesamten Jägerschaft am Pranger und wird zeitlebens damit konfrontiert", so Larcher.

Rechtskräftig wird dieses Urteil allerdings erst, wenn die Beschuldigte dies aktzeptiert. Er hat allerdings schon Berufung angekündigt. In diesem Fall muss das Gericht entscheiden.

Es verdient hohe Anerkennung, dass und wie der Tiroler Landesjagdverband gegen "schwarze Schafe" vorgeht. Hier auf der anderen Seite der Grenze wird nichts vertuscht oder schöngeredet. Anton Larcher kennt bei Verstößen "kein Pardon". "Ich werde scharf gegen alles vorgehen, das der Jägerschaft schadet, Tierquälerei ist und gegen waidmännische Grundsätze verstößt."

Video >


15.11.2013
Brutale Tierquälerei am Heuberg bei Oberau - 500.-- Euro Belohnung für Hinweise auf den Täter
Ein Landwirt, der am vergangenen Mittwoch, dem 13.11.2013 bei Holzarbeiten am Heuberg bei Oberau eine Bewegung im Gebüsch wahrnahm, meinte, es sei ein Reh.

Bei näherem Hinsehen entdeckte er eine brutale Tierquälerei. Ein weibliches Rotwild versuchte, auf den Vorderläufen robbend, zu flüchten. Ein Hinterlauf war komplett abgetrennt, der andere hing nur noch an einer dünnen Sehne. Der Landwirt verständigte sofort den zuständigen Jäger Willi Fleischhacker, der das Tier aufspürte und mit einem Gnadenschuss erlöste. Dabei stellte er fest, dass die Verletzungen, die durch einen Durchschuss beider Hinterläufe verursacht waren, bereits mehrere Tage, ja vielleicht sogar Wochen, alt waren. Das Tier war bis auf die Knochen abgemagert, an den Vorderläufen, auf denen es sich dahingeschleppt hatte sah das rohe Fleisch heraus. Zudem war es ein führendes Stuck, das Gesäuge war voller Milch. Willi Fleischhacker brachte das Tier sofort zur Polizei in Garmisch-Partenkirchen und erstattete Strafanzeige wegen Verstöße gegen das Tierschutz- und Jagdgesetz.

Tessy Lödermann, Vorsitzende des Tierschutzvereins vergisst die Bilder nicht mehr, die sie sah. "Ich habe in dreißig Jahren Tierschutz schon viel gesehen, aber der Anblick der geschundenen Kreatur trieb mir die Tränen in die Augen. Wie muss das Tier über viele Tage gelitten haben. Und, was ist das für ein Mensch, der ein Tier anschießt, dann seelenruhig nachhause fährt und sich denkt, das wird schon verrecken." Lödermann treibt auch um, was aus dem Kalb geworden ist. Wurde es geschossen, oder mutterlos dem Hungertod preisgegeben?

Lödermann hegt den Verdacht, dass das Rotwild bei einer Bewegungsjagd angeschossen worden ist. Und sie kann sich vorstellen, dass es Jäger, oder Treiber gibt, die diesen Vorfall beobachtet oder Kenntnis davon haben. Deshalb bittet der Tierschutzverein um Hinweise und hat für die Aufklärung dieser brutalen Tierquälerei eine Belohnung von Euro 500.-- ausgesetzt. "Ich hoffe sehr, dass sich jemand meldet, der so ein schwarzes Schaf in der Jägerschaft nicht decken will. Jemand, der so etwas tut, darf nicht weiterhin mit der Waffe in der Hand im Wald unterwegs sein," so Tessy Lödermann.

Hinweise, die auf Wunsch vertraulich behandelt werden, nimmt das Garmischer Tierheim (Tel. 08821-55967) und die Polizeiinspektion Garmisch-Partenkirchen (Tel. 08821-917121) entgegen.


24.07.2013
Pressemitteilung: Tierschützer und Jäger gemeinsam für die Sache der Wildtiere!

Einer außergewöhnlichen Koalition sah sich Landwirtschaftsminister Helmut Brunner gestern im Bayerischen Landtag gegenüber. Tierschützer und Jäger überreichten ihm gemeinsam 20.482 Unterschriften, mit denen ein neuer Umgang mit den Wildtieren gefordert wird. "Schlechte Zeiten für das Wild erfordern neue Bündnisse, wie wir sie beim Widerstand gegen den Abschuss von Rotwild in den Wintergattern bereits im Frühjahr erfolgreich praktiziert haben", stellte Tessy Lödermann, Vizepräsidentin des Deutschen Tierschutzbundes, Landesverband Bayern fest. "Wir können nicht tatenlos zusehen, wenn in Bayerns Wäldern das Tierschutzrecht ständig missachtet wird."

Einer außergewöhnlichen Koalition sah sich Landwirtschaftsminister Helmut Brunner gestern imBayerischen Landtag gegenüber. Tierschützer und Jäger überreichten ihm gemeinsam 20.482 Unterschriften, mit denen ein neuer Umgang mit den Wildtieren gefordert wird. "Schlechte Zeiten für das Wild erfordern neue Bündnisse, wie wir sie beim Widerstand gegen den Abschuss von Rotwild in den Wintergattern bereits im Frühjahr erfolgreich praktiziert haben", stellte Tessy Lödermann, Vizepräsidentin des Deutschen Tierschutzbundes, Landesverband Bayern fest. "Wir können nicht tatenlos zusehen, wenn in Bayerns Wäldern das Tierschutzrecht ständig missachtet wird."



14.05.2013: Heimisches Rotwild ist TBC-frei
Artikel im Garmischer Tagblatt als PDF (252,55K)
24.04.2013
Feuer frei auf Rotwild
19.04.2013 / merkur-online.de:
Alarm unter den Tierschützern: Das Landratsamt hat nun doch den Abschuss von Rotwild in Wintergattern erlaubt. Weil die Behörde muss...

Tessy Lödermann ist sich sicher: Der Rotwild-Abschuss in Wintergattern ist „rechtlich und moralisch nicht haltbar“. Mit rund 200 Tierfreunden und sogar Jägern hat die Tierschutzvereins-Vorsitzende bei einer Demonstration an der Almhütte in Garmisch-Partenkirchen gekämpft. Umsonst.

Das Landratsamt hat für die Tötung von 53 Hirschen in den neun Gattern des Landkreises Grünes Licht gegeben. Sie sollen auf Tuberkulose-Erreger untersucht werden. Der Bescheid war für Lödermann „ein richtiger Schock. Ich hab’ bis zuletzt gehofft.“ Nämlich, dass der Freistaat von dem Abschuss abrückt.

Nun hat das bayerische Umweltministerium unter Berufung auf das Tierseuchengesetz „alle Kreisverwaltungsbehörden in den Städten und Landkreisen entlang der Alpenkette angewiesen“, das Rotwild schießen zu lassen, sagt Landratsamtssprecher Stephan Scharf. Besondere Betonung liegt auf „angewiesen“. Zu sehen als eine Art Befehl. „Wir haben keinen Handlungsspielraum“, betont Scharf. Erlegt werden müssen die Tiere vor der Öffnung der Wintergatter, bis spätestens Mitte Mai. Der Landratsamtssprecher verweist darauf, dass bei den Tötungen „auch die Belange des Tierschutzes zu beachten“ sind.

Lödermann kann nur den Kopf schütteln. „Was ist denn tierschutzgerecht, wenn Rotwild in einer Schutz- und Ruhezone von dem Berufsjäger, der es den ganzen Winter füttert, abgeknallt wird und panisch in die Zäune springt?“ Zudem sind derzeit viele weiblichen Tiere in den Gattern hochträchtig.

Lödermann hat nichts gegen eine TBC-Untersuchung, aber dann nach der Winterzeit in der freien Natur und im Rahmen der normalen Jagd.

Die Tierschützerin weiß, dass sie den Abschuss nicht mehr verhindern kann. Sie fordert daher zumindest die Überwachung der Tötungen und „kann es nicht fassen, dass diese nicht stattfinden soll und stattdessen das Veterinäramt vom Schützen selbst informiert werden soll“. Das reicht der Kämpferin nicht. Deshalb verlegt sie ihre Spaziergänge nun in die Nähe von Wintergattern. Um selbst ein Auge auf den Abschuss zu haben. Die Vize-Präsidentin des Bayerischen Tierschutzbundes hofft auf Unterstützung. Ihr Appell: „In den Morgen- und Abendstunden möglichst mit Kameras die Wintergatter aufsuchen und das Geschehen dokumentieren.“

Artikel im Merkur >
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