Tierschutzverein des Landkreises Garmisch-Partenkirchen e.V. ~ Tel. 0 88 21 / 559 67 -> Notfallnummer 0160 / 951 342 00
UNSERE BESUCHSZEITEN
Mittwoch - Sonntag: 14°° bis 17°°
UNSERE VERMITTLUNGSZEITEN
Mittwoch - Sonntag: 14°° bis 16°°
MONTAG und DIENSTAG GESCHLOSSEN
Ronja wieder da!
Ronja ist wieder da - wir konnten sie einfangen

Am Donnerstag, den 22. Februar entlief in Partenkirchen die Mischlingshündin Ronja. Sie war von einer privaten Tierschutzorganisation aus Rumänien vermittelt worden und erst seit zwei Wochen bei ihrer Halterin. Am Samstag wurde Ronja am Farchanter Tunnel gesichtet und am Sonntagfrüh teilte eine Anwohnerin Tessy Lödermann mit, dass der Hund an einem Heustadel auf den Wiesen bei Partenkirchner Friedhof sei. Sofort machten sich Tierheimmitarbeiter, darunter unsere Hundetrainerin, Susanne Rosenhäger (die dann jeden Tag vor Ort war), auf den Weg. Es war nicht möglich, sich dem Hund so zu nähern, dass er eingefangen werden konnte. Nachdem eisige Temperaturen herrschten setzten wir alles daran, Ronja so schnell wie möglich sicherzustellen. Dies gelang weder mit einer medikamentösen Beruhigung (darauf reagierte sie überhaupt nicht), noch ging sie in die Hundefalle. Drei ganze Tage waren Tierheimmitarbeiter unterstützt von Tierfreunden und einer Anwohnerin, die den Hund und die Falle im Auge behielt, vor Ort. Zweimal kam der Tiernotfall-Rettungsdienst Oberland dazu und es wurde versucht den Hund mit einem langen Schafzaun zu sichern. Als ehemaliger Straßenhund kannte Ronja jeden Trick, sich zu entziehen. Sie nahm zwar bereitwillig Futter an, aber war immer sofort auf der Flucht, wenn sie merkte, dass man sie einfangen wollte. Es war auch behutsames Vorgehen notwendig, damit der Hund in dem Stadelanbau blieb und nicht den Standort wechselte. Evtl. hätten wir sie dann nicht mehr gefunden. Und das bei Minus 15 Grad in der Nacht und minus 12 Grad am Tag........ Am Mittwoch 28. Februar war ein Einsatzteamt um 8 Uhr vor Ort. Endlich konnten wir Ronja eingefangen. Der nette Landwirt hatte uns die Tür eines kleinen Raumes am Stadl öffnen lassen, in dem wir Futter deponierten. Dann das große Glück! Der Wind hatte die Tür zugeschlagen und dahinter war Ronja! Nachdem wir die Tür mit einem Netz gesichert hatten, konnte Ronja in die Enge getrieben und in eine Hundebox verbracht werden. Als wir nach Tagen des Hoffens und vieler erfolgloser Versuche bei Eiseskälte Ronja endlich in der Box hatten, sind Tränen der Erleichterung geflossen. Wir alle sind froh, dass der Hund überlebt hat und den Menschen dankbar, die uns bei der tagelangen Rettungsaktion unterstützt haben. Ein ganz großes Dankeschön auch an Hans Zwick und Franziska Böttger vom Tiernotfall-Rettungsdienst Oberland, Sabine, die stets hilfsbereite und engagierte Anwohnerin, Ingrid die immer wieder half und Susanne, die drei Tage der Kälte trotzte. Ronja erholt sich nun erst einmal im Tierheim von den Strapazen.