Tierschutzverein des Landkreises Garmisch-Partenkirchen e.V. | Tel. 0 88 21 / 559 67 | Notfallnummer 0160 / 951 342 00
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UNSERE BESUCHSZEITEN
Mittwoch - Sonntag: 14°° bis 17°°
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Mittwoch - Sonntag: 14°° bis 16°°
MONTAG und DIENSTAG GESCHLOSSEN
Auf einem Granitblock erhebt sich die 80 cm große Bronzefigur einer säugenden Wolpertingermutter. Um sie herum tollen drei allerliebste Wolpertingerkinder. In einem Bronzebuch, mit dem Konterfei der Brunnenspenderin, das am Brunnenstein angebracht ist, kann man die "Wolpertinger-Legende", geschrieben von Frau Falk nachlesen. Das Wasser fließt in ein großes Granitbecken, das unsere Freigängerkatzen faszinierend finden.

Tessy Lödermann begrüßte die vielen Gäste und freute sich, dass soviele Freunde aus Nah und Fern zu der Einweihung gekommen waren. "Leider erlebt Frau Falk diesen wunderbaren Tag nicht mehr, aber sie wird von oben herabschauen und sich freuen."

Frau Elfriede Falk, Jahrgang 1921, war im Frühjahr dieses Jahres verstorben und hatte noch zu Lebzeiten verfügt, dass mit einer zweckgebundenen Spende ein Brunnen vor dem Garmischer Tierheim errichtet wird.

Der Garmischer Pfarrer Josef Konitzer, der mit viel Humor das Thema "Wolpertinger" in seine Rede einflocht meinte "hier zeigt sich die Einheit von Natur, Mensch und Tier, ich danke allen, die sich hier im Tierheim für die Schöpfung einsetzen". Nach der Segnung des Brunnens und des Tierheims griff er zur Gitarre und begeisterte die Zuhörer mit dem"Lied von den kleinen Dingen". Frau Dr. Brigitte Rusche, die Leiterin der Akademie für Tierschutz in Neubiberg würdigte die Person der Brunnenspender Frau Elfriede Falk. Diese habe die Akademie für Tierschutz erst möglich gemacht und sei auch "ihren Garmischern" von Herzen verbunden gewesen. Es sei ein wunderbares Zeichen der Verbundenheit, dass im Garmischer Tierheim nun ein Brunnen an diese große Tierschützerpersönlichkeit erinnere. Der Gilchinger (Amateur-) Tierforscher Dr. Hugo Ziegler hielt einen wissenschaftlichen Kurzvortrag über die Spezies Wolpertinger. Er ging auf seinen Lebensraum, seine Ernährung, die Fortplanzung und auf seine frühere Bedeutung ein. So sei der Wolpertinger fast ausgerottet worden, weil sein Speichel ein legendäres Haarwuchsmittel ist. "Jeder Wolpertinger" reimte er am Ende "ist ein Segensbringer. Darum ist Bayern so beliebt, weils hier den Wolpertinger gibt." Demnächst wird im Tierheim ein Wolpertinger-Abend stattfinden, bei dem dann auch die Langfasssung des Wolpertingervortrags zu hören sein wird.

Für die Künstler sprach der Bildhauer Betram Würfl. Der Brunnen sein eine echte Herausforderung gewesen, habe aber unglaublichen Spass gemacht. Besonders schön sei die Zusammenarbeit mit Steinmetzmeister Günther Altmann, dem Tierheimhausmeister Bernhard Osterroth aber auch mit dem Vorstand gewesen.

Umrahmt wurde die Feier von Kindern der Klasse 4 b der Hauptschule Krün mit ihrer früheren Lehrerin Renate Ostler. Mit Liedern vom Dackelhund,dem Miau-Miau-Kanon, dem Nackedei und vielen mehr sangen sich die Kinder in die Herzen der Zuhörer. Mit einem Kuchenbuffet (wieder großartig von Martha Schwaiger bestückt) und vielen Gesprächen klang ein wunderbarer Tag aus.