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Endlich - Söder kündigt Unterstützung für Bayerns Tierheime an!
Mit einem unerwarteten Geburtstagsgeschenk überraschte Ministerpräsident Dr. Markus Söder am Sonntag Bayerns Tierschützerinnen und Tierschützer. Als Schirmherr zum 60. Geburtstag des Tierheims Feucht würdigte er in seinem Grußwort das große, oft ehrenamtliche Engagement der bayerischen Tierschutzvereine und Tierheime und appellierte an einen verantwortungsbewussten Umgang mit den Tieren, die zu unserer Gesellschaft gehörten.

Unter großem Beifall der zahlreichen Besucher des Tierheimfestes erklärte Ministerpräsident Dr. Söder erstmals in der Öffentlichkeit, dass der Freistaat in die staatliche Förderung der Tierheime einsteigen wird.
Bis zu dieser öffentlichen Aussage des Ministerpräsidenten war es für den organisierten Tierschutz in Bayern ein langer, steiniger Weg. Seit 1994 im Landeshaushalt die finanziellen Mittel (damals 100.000.-- DM) wegen "Bagatellförderung" gestrichen wurden, blieben alle Bemühungen des Deutschen Tierschutzbundes, Landesverband Bayern e.V. und der Landtagsopposition, Geld für den Bau, den Unterhalt und den Betrieb von Bayerns Tierheime in die jeweiligen Doppelhaushalte einzustellen erfolglos. Alle diesbezüglichen Anträge wurden mit den Stimmen der CSU-Landtagsfraktion abgelehnt. Dies führte dazu, dass viele Tierheime in Bayern in eine echte Notlage gerieten und dringende Bau- und Verbesserungsmaßnahmen nicht durchgeführt werden konnten. Besonders bitter war dies auch vor dem Hintergrund, dass der Tierschutz als Staatsaufgabe bereits 1998 in der Bayerischen Verfassung verankert wurde.

Auch stießen Bayerns Tierschützer bei der Aufnahme von illegalen Tiertransporten oder der Unterbringung von großen Tierzahlen aus Animal-Hoarding-Fällen oft personell und finanziell an ihre Grenzen.

Bayern ist derzeit noch das einzige Bundesland, in dem sich mit Ausnahme der Preisgelder für den Bayerischen Tierschutzpreis und die Unterstützung der Reptilienauffangstation in München kein einziger Cent im Doppelhaushalt für den Bau, den Unterhalt und den Betrieb der Tierheime findet.

Die Präsidentin des Landesverbandes Bayern des Deutschen Tierschutzbundes, Nicole Brühl, zeigte sich erleichtert über die Zusage von Ministerpräsident Markus Söder: "Nach jahrzehntelangem Kampf für unsere Tierheime ist diese Aussage endlich ein Silberstreif am Horizont. Als letztes Bundesland wird nun hoffentlich Bayern sich seiner Verantwortung für seine Tierschutzvereine- und Tierheime bewusst. Ich sehe mit Spannung unserer Kundgebung entgegen, zu der ein Vertreter der Staatsregierung die Zusage des Ministerpräsidenten indessen Auftrag bestätigen soll."

Denn Bayerns Tierschützer bleiben am Ball. Am 20. September demonstrieren sie ab 14 Uhr vor der Bayerischen Staatskanzlei unter dem Motto "Bayern lässt seine Tierheime im Regen stehen". Sie hoffen, dass diese Tatsache bald der Vergangenheit angehört, wenn die künftige Landesregierung nach dem 14. Oktober die Zusage des Ministerpräsidenten umsetzt.

Quelle: Pressemeldung vom 11.09.2018 und Bild - Deutscher Tierschutzbund, Landesverband Bayern e.V. -->
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