Tierschutzverein des Landkreises Garmisch-Partenkirchen e.V. ~ Tel. 0 88 21 / 559 67 -> Notfallnummer 0160 / 951 342 00
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Schneemassen bedrohen auch Wildtiere
Nicht nur für Menschen stellen die Schneemassen ein Problem dar, für Wildtiere können sie lebensbedrohend sein. Deshalb bittet der Tierschutzverein des Landkreises Garmisch-Partenkirchen e.V. die Bevölkerung Rücksicht auf die Situation der Wildtiere zu nehmen. Spaziergänger sollen auf den Wegen bleiben und im Bereich von Wildeinständen und Wildfütterungen ihre Hunde an die Leine nehmen. Zudem sollten Skiläufer, Rodler, Skitouren- und Schneeschuhgeher die Lebensräume von Wildtieren nicht betreten.
Tessy Lödermann, 1. Vorsitzende des Tierschutzvereins: "Wer jetzt Wildtiere aufscheucht und sie zwingt, sich kräftezehrend im Tiefschnee fortzubewegen, nimmt in Kauf, dass sie vor Erschöpfung verenden. Wir Menschen haben gerade in Notzeiten eine hohe ethische Verantwortung dem Wild gegenüber."
Deswegen ist Tessy Lödermann auch den Bayerischen Staatsforsten dankbar, die vorerst in den Bayerischen Gebirgsrevieren die Jagd eingestellt haben. "Ich bitte alle privaten Jäger, sich dem anzuschließen", so Lödermann. Da der Zugang zu natürlicher Nahrung am Boden für das Wild derzeit so gut wie ausgeschlossen ist, fordert Lödermann aufgrund der hohen Schneelagen und weiterer zu erwartenden Schneefälle, die Untere Jagdbehörde beim Landratsamt auf, auch für das Rehwild eine "Notzeitfütterung" anzuordnen. "Dies ist nicht nur aus Tierschutzgründen und aufgrund der Hegeverpflichtung der Jägerschaft dringend geboten, sondern würde auch Druck vom Wald nehmen, da den Tieren nur noch die Nahrungsaufnahme an Bäumen und Sträuchern möglich ist," so Lödermann. Ihrer Meinung nach, wird sich die Situation noch verschlechtern, wenn es nicht nur zu weiteren Schneefällen, sondern auch zu Regen und anschließender Kälte kommt. Wenn die Schneemassen verharschen, dann ist dies für alle Wildtiere, besonders auch für die Greifvögel und Eulen die große Katastrophe.