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Resolution zum Insekten- und Biodiversitätsschwund
Wildes Bayern trägt die Resolution deutscher Naturschutzakteure zum Insekten- und Biodiversitätsschwund mit. Auf den bei uns bis ins 19. Jahrhundert hinein noch großflächig vorhandenen Allmendweiden, zu denen auch viele Wälder gehörten, lebten zahlreiche Tier- und Pflanzenarten wie Groß- und Zwergtrappe, Blauracke, Schlangenadler, Gänsegeier und viele andere, die bald nach Abschaffung der Weiden und ihrer Umwandlung in Wirtschaftswälder, Ackerland und Mähwiesen fast oder ganz ausgestorben sind. Der Strukturreichtum der einstigen Huteweiden mit ihren Geilstellen, Trampelpfaden, Suhlen, Dornensträuchern, Hutebäumen u.v.m. und der Wechsel zwischen offenen und mit Gehölzen bestandenen Bereichen boten fast allen unseren Offenlandarten Lebensraum.
Der Dung, von dem eine einzige Kuh rund 10 Tonnen im Jahr produziert, nährte Unmengen von lnsekten, die wiederum eine riesige Ressource für Vögel, Reptilien, Amphibien und Fledermäuse waren. Zugleich war er Medium für den Transport unzähliger Samen von Pflanzenarten und sogar wirbelloser Tiere, die heute in der Landschaft an isolierten Standorten genetisch degenerieren oder schon verschwunden sind.

Nachdem die Weidetiere aus unserer Landschaft weitgehend, bis auf wenige Reste verschwunden sind, kommt der Rolle der wilden Weidetiere, v.a. des Rotwildes, eine große Bedeutung zu. Ihre Funktion zum Beitrag von Artenvielfalt wird jedoch in keiner Weise gewürdigt. Mit dieser Resolution wird nun auch von den Naturschutzverbänden – erstmals öffentlich – anerkannt, dass Schalenwild einen wertvollen Beitrag zur Biodiversität leistet.

Die Resolution wurde an das Bundesumweltministerium und an die Landwirtschafts- und Umweltministerien der Länder versandt.

Wir würden uns freuen, wenn Sie die Resolution weiterleiten und einem größeren Personenkreis zugänglich machen würden.

Zur Weideresolution (PDF 3,60 MB):
https://www.landschaft-artenschutz.de/wp-content/uploads/Weideresolution.pdf