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Fische aus Almhüttenteich umgesiedelt
Seit vierzehn Tagen erreichten das Tierheim eine Vielzahl von Anrufen besorgter Spaziergänger. Der Teich an der Almhütte, in der Nähe unseres Tierheims, falle immer weiter trocken und die darin lebenden Fische seien gefährdet. Nachdem die Feuerwehr zweimal 20.000 Liter Wasser in den Teich geleitet hatte, dieses aber nicht lange vorhielt, suchten wir nach einer langfristigen Lösung. Nach vielen Telefonaten dann er Erfolg.
Günther Hensel, der Vorsitzende des Kreisfischereivereins Garmisch-Partenkirchen e.V. sagte Hilfe zu und es wurde beschlossen den Teich elektrisch abzufischen und die Fische umzusiedeln. Die Fachstelle für Fischereirecht im Landratsamt und der Grundeigentümer, die Bayerischen Staatsforsten, erteilten umgehend die Genehmigung und dann ging es am Samstag Vormittag an die Arbeit. Günther Hensel, Toni Tiefenbacher und Thorsten Schipke vom Kreisfischereiverein begaben sich in den Teich, was angesichts der Schlammsituation nicht einfach war, leiteten Strom ein und fischten die kurze Zeit bewußtlosen Fische mit Kescher ab. Tessy Lödermann bediente am Ufer den Generator und Thomas Gansler übernahm die Fische und trug sie in eine große Transportwanne. Er übernah mit seinem Pick Up auch den Transport.
Nach drei Stunden war die schweißtreibende Arbeit beendet und über 700 (!) Fische wurden, in Absprache mit dem Fischereiverein Burgrain e.V., in den Pflegersee umgesetzt. Die beiden großen Kois, die viele Spaziergänger ins Herz geschlossen haben, schwimmen jetzt in unserem Tierheimteich.
Tessy Lödermann: "Ich bin Herrn Hensel und seinen Kollegen sehr dankbar, dass sie so engagiert geholfen haben. Die wenigen Fische, die wir nicht erwischt haben, kommen jetzt sicher auch mit wenig Wasser über den Sommer. Wir werden die Situation weiter beobachten. Diese Aktion zeigt, dass Tierschützer und Fischer auch zusammarbeiten können, wenn es gilt Fischen zu helfen."
Wichtig ist es, dass keine Fische aus Aquarien oder Gartenteichen mehr im Almhüttenweiher ausgesetzt werden, sondern im Tierheim wegen der Unterbringung nachgefragt wird.
Angesichts der vermehrten Trockenheit und der Tatsache, dass durch die Kramerumgehungsbaustelle Wasser aus dem Berg gepumpt wird, kann es immer wieder zum Trockenfallen des Teiches kommen. Es ist bereits das zweite Mal, dass unser Tierschutzverein am Almhüttenteich aktiv werden musste. Bereits vor einigen Jahren haben wir, in Zusammenarbeit mit Fischern, den gesamten Bestand, damals waren es über 600 Fische, umgesiedelt. Viele davon leben jetzt noch in unserem Tierheimteich.
Kramerplateauweg: Teich fällt immer wieder trocken - 700 Fische wurden gerettet

Den gleichnamigen Artikel von Christian Fellner, erschienen im Münchner Merkur am 20.04.2020, gibt es -->
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