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Arbeitsschutzprogramm für die Fleischwirtschaft
Tierschutzfragen bleiben offen
Anlässlich des Beschlusses des Bundeskabinetts zum „Arbeitsschutzprogramm für die Fleischwirtschaft" und dem Pressestatement von Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner, die darin den Ball dem Bundesarbeitsminister zuspielt, kommentiert Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes:
„Nach Jahren vieler bekannt gewordener Missstände handelt die Bundesregierung endlich. Dass Bundesministerin Klöckner in ihrem Statement nun auf den Arbeitsminister verweist, der ein Gesetz vorlegen müsse, ist fast schon zynisch zu nennen. Neben den Arbeitsbedingungen sind es eben auch Tierschutzfragen, die geklärt werden müssen. Warum etwa wird immer noch hingenommen, dass hunderttausende Tiere ohne ausreichende Betäubung in den Schlachtprozess gehen? Warum werden die Tiere oft über hunderte Kilometer transportiert, bevor sie in einen qualvollen Tod gehen? Das sind Tierschutzfragen, keine Fragen des Arbeitsrechts. Dies alles ist seit Jahren bekannt. Dass die Bundesministerin, die Tierschutz in ihrem Ressort verantwortet, die Fragen nicht einmal benennt, das beschämt mich, sollte aber noch mehr sie selbst beschämen. Frau Klöckner verhält sich gerade wie ein Kleinkind, das sich die Augen zuhält und dann glaubt, es wird selbst nicht mehr gesehen. Nur die notwendigen besseren Arbeitsbedingungen werden nicht automatisch auch ein Mehr an Tierschutz bringen."

Quelle: Pressemeldung vom 20.05.2020 und Bild - Deutscher Tierschutzbund e.V.
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