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Erfolg für den Tierschutz:
NRW verbietet lange Transporte von Kälbern und Lebendtiertransporte in Drittstaaten
Der Deutsche Tierschutzbund und sein Landestierschutzverband NRW begrüßen die Entscheidung des nordrhein-westfälischen Ministeriums für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz (MULNV NRW), Rindertransporte in Drittstaaten nicht mehr zu genehmigen.
„Während Bundesministerin Klöckner untätig bleibt und in Deutschland bislang noch nicht für eine einheitliche und rechtssichere Regelung gesorgt hat, handelt NRW und verbietet die tierquälerischen Langstreckentransporte in Drittländer“, kommentiert Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes. Damit folgt NRW den Ländern Bayern, Hessen und Schleswig-Holstein, die diese Exporte bereits im vergangenen Jahr verboten hatten. „Bis jetzt hatte NRW weiter fleißig abgefertigt. Wir sind froh, dass man nun zur Einsicht gelangt ist und die tierschutz- und gesetzeswidrigen Transporte stoppt“, sagt Peer Fiesel, Präsident des Landestierschutzverbands NRW. „Andere Bundesländer müssen jetzt folgen.“

In seiner gestrigen Meldung bestätigte das MULNV NRW, was Tierschützer schon lange anmahnen: „Ergebnisse amtlicher Tiertransportkontrollen, fehlende valide Informationen über Versorgungsstationen in Drittstaaten, wiederholte Überschreitungen maximaler Transportzeiten und fehlende Tränkemöglichkeiten für Kälber auf Fahrzeugen belegen, dass einige Transporte nicht bis zum Bestimmungsort – noch nicht einmal in der EU und erst Recht nicht in Drittstaaten tierschutzkonform durchgeführt werden.“ Gemäß einem Urteil des Europäischen Gerichtshofes von 2015 müssen bei
Tiertransporten
die Vorgaben der EU-Transportverordnung bis zum Zielort eingehalten werden. Da dies schlicht nicht der Fall ist, dürfen die Transporte folglich auch nicht genehmigt und durchgeführt werden. Erst Anfang dieser Woche hatte erneut eine Reportage in der ARD die an Grausamkeit kaum zu überbietenden Zustände rund um die Langestreckentransporte in Drittstaaten dokumentiert. Auch der Transport von gerade einmal zwei Wochen alten
Kälbern
quer durch Europa muss aufhören. Anstelle lebender Tiere sollte Fleisch oder genetisches Material transportiert werden.

Quelle: Pressemeldung vom 23.07.2020 und Bild - Deutscher Tierschutzbund e.V.
Übrigens
Die genannte Reportage der ARD Story im Ersten: Tiertransporte gnadenlos finden Sie gleich -->
HIER
!

Lesenswertes & mehr über 'Nutz'Tiere finden Sie in unserer gleichnamigen Rubrik in der NEU überarbeiteten
INFOTHEK
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Verbot von Lebendtiertransporten in Drittstaaten:
Tierschutzbund begrüßt Entscheidung aus Niedersachsen

Der Deutsche Tierschutzbund und sein Landestierschutzverband Niedersachsen begrüßen die Entscheidung des Niedersächsischen Landwirtschaftsministeriums (ML), das per Erlass die Abfertigung von langen Lebendtiertransporten in Drittländer verbietet.

„Die Entscheidung war längst überfällig, nachdem man 2019 seitens des niedersächsischen Ministeriums die Tierquälerei bei den Transporten lediglich für möglich erachtet und so tausende Rinder ihrem Schicksal überlassen hatte. Auch wenn das Verbot zunächst befristet ist, sind wir mit dem Sinneswandel Niedersachsens erst einmal zufrieden“, sagt Dieter Ruhnke, Vorsitzender des Landestierschutzverbands Niedersachsen. Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes, ergänzt: „Nachdem gerade erst Nordrhein-Westfalen ein Ende der Transporte bekannt gegeben hat, zieht jetzt Niedersachsen nach - wir beglückwünschen das Land zu diesem Schritt. Von den beiden Entscheidungen der Länder muss ein klares Signal für den endgültigen Stopp grausamer Transporte ausgehen – auch für die Zeit nach Corona. Die anderen Bundesländer müssen diesem Vorgehen folgen. Und wir erwarten, dass auch die zuständige Bundesministerin Klöckner endlich Gas gibt, die Exportstopps der Länder positiv bewertet und sich auf EU-Ebene auch in ihrer Funktion als Vorsitzende des EU-Agrarrats für ein Ende der Transporte stark macht.“

Die Tierschützer kritisieren, dass Bundesministerin Klöckner in Deutschland noch nicht für eine einheitliche und rechtssichere Regelung gesorgt hat, die ein Ende der Transporte sicherstellt. Stattdessen gehen einzelne Bundesländer voran: Nach Bayern, Hessen, Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen folgt nun auch Niedersachsen mit einem Exportstopp. Die Entscheidungen beruhen auf der Tatsache, dass die Vorgaben der EU-Transportverordnung nicht bis zum Ziel eingehalten werden. Gemäß einem Urteil des Europäischen Gerichtshofes von 2015 ist dies jedoch vorgeschrieben. Erst Anfang dieser Woche hatte erneut eine Reportage in der ARD die an Grausamkeit kaum zu überbietenden Zustände rund um die Langestreckentransporte in Drittstaaten, wie etwa Marokko oder Usbekistan, dokumentiert.

Quelle: Pressemeldung vom 24.07.2020 - Deutscher Tierschutzbund e.V.
Auch Rheinland-Pfalz wacht auf:
Endlich Verbot von langen Tiertransporten in Drittländer

Der Deutsche Tierschutzbund und sein Landesverband Rheinland-Pfalz begrüßen die Entscheidung des rheinland-pfälzischen Ministeriums für Umwelt, Energie, Ernährung und Forsten (MUEEF), Transporte von Tieren über lange Strecken zu stoppen. Der entsprechende Erlass wurde gestern unterzeichnet. Aus Sicht der Tierschützer steigt damit der Druck auf Bundesministerin Julia Klöckner, die auf Bundes- und EU-Ebene endlich handeln müsse.

„Wir sind froh, dass Rheinland-Pfalz einsieht, dass tierschutzkonforme Transportbedingungen auf der Route in bestimmte Drittstaaten nicht sicherzustellen sind und die Konsequenzen zieht“, kommentiert Andreas Lindig, Vorsitzender des Landesverbands Rheinland-Pfalz des Deutschen Tierschutzbundes. „Die Landespolitiker und die Gerichte werden langsam wach. Nun muss sich auch auf Bundes- und auf EU-Ebene etwas tun.“ Die katastrophalen Bedingungen wurden im Umsetzungsbericht der EU-Kommission dargelegt. Das Europäische Parlament hatte bereits am 14. Februar 2019 Verbesserungen bei Tiertransporten und den Verzicht auf Langstreckentransporte lebender Tiere gefordert. Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes, richtet seinen Appell erneut direkt an die zuständige Bundesministerin Julia Klöckner: „Folgen Sie dem Beispiel der Bundesländer und dem Auftrag des EU-Parlamentes. Nutzen Sie die Möglichkeit der deutschen Ratspräsidentschaft, um sich für den Tierschutz auszusprechen. Kämpfen Sie für einen Exportstopp von Tieren aus der EU in Drittländer, die als Risikostaaten gelten. Fordern Sie die EU-Kommission zur dringenden Überarbeitung der EU-Transportverordnung auf.“

Als Folge der jüngsten ARD-Berichterstattung über Tiertransporte und der Strafanzeigen gegen mehrere Veterinärämter hatten Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen vergangene Woche das überfällige Verbot der Transporte in Drittländer erlassen. Sie folgten damit Bayern, Hessen und Schleswig-Holstein, die diese Exporte bereits im vergangenen Jahr verboten hatten. Rheinland-Pfalz ließ bislang verlauten, ein generelles Verbot sei pauschal nicht möglich. Einer Recherche des ARD-Mittagsmagazins und des Rundfunks Berlin-Brandenburg zufolge wurden zwischen Januar 2019 und Februar 2020 allein aus dem rheinland-pfälzischen Landkreis Trier-Saarburg mehr als 500 Rinder in die Risiko-Drittstaaten exportiert. „Glücklicherweise ist damit nun endlich Schluss“, so beide Vertreter des Deutschen Tierschutzbundes.

Quelle: Pressemeldung vom 29.07.2020 - Deutscher Tierschutzbund e.V.
Thüringen stoppt lange Tiertransporte
Endlich Verbot von langen Tiertransporten in Drittländer
Der Deutsche Tierschutzbund und sein Landestierschutzverband Thüringen begrüßen die Entscheidung des thüringischen Sozialministeriums, Transporte in Risiko-Länder außerhalb der EU-Länder nicht mehr zu genehmigen. Damit haben nun fast alle Bundesländer einen vorläufigen Stopp verhängt. Kritik üben die Tierschützer an Amtsveterinären, die die Transporte bisher weiter abgefertigt haben sowie an Zuchtverbänden und dem Bauernverband, die nun auf Umwege über andere EU-Staaten anstatt auf tierschutzgerechte Lösungen setzen.

„Es ist ein Erfolg für den Tierschutz, dass Thüringen nachzieht und die tierquälerischen Transporte nicht mehr genehmigt. Das ist auch ein wichtiges Signal in Richtung von Bundesministerin Julia Klöckner“, kommentiert Gerd Fischer, Vorsitzender des Landestierschutzverbands Thüringen des Deutschen Tierschutzbundes. „Es ist der Job von Klöckner, jetzt ein EU-weites Verbot dieser Transporte und die Überarbeitung der EU-Transportverordnung schnellstmöglich durchzusetzen“, ergänzt Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes. Weil die aktuellen Verbote mit den fehlenden Versorgungsstationen auf der Ostroute begründet werden, warnt er davor, andere defizitäre Tierschutzaspekte außer Acht zu lassen: „Selbst, wenn bei den Versorgungsstationen nachgebessert wird, dürfen die Transporte in keinem Fall wieder rollen. Die langen Strecken sind eine einzige Qual, von den Bedingungen der Schlachtung in den Bestimmungsländern ganz zu schweigen.“

Aus Sicht des Deutschen Tierschutzbundes ist es nicht nachvollziehbar, dass Tierärzte Langstreckentransporte in Risiko-Länder weiter abgefertigt haben, obwohl gemäß einem Urteil des Europäischen Gerichtshofes von 2015 die Vorgaben der EU-Transportverordnung bis zum Ziel eingehalten werden müssen, was nachweislich nicht der Fall ist. Daher sei es zu begrüßen, dass die Länder – wenn auch spät – gehandelt haben. Unverständlich sei auch, dass Zuchtverbände und Bauernverband schweigen, anstatt sich aktiv für tierschutzgerechte Lösungen auszusprechen. Die vermeintliche „Lösung“, die Tiere jetzt über andere EU-Länder wie etwa Ungarn zu verschicken, bedeute Umwege und zusätzliches Leiden für die Tiere.

Quelle: Pressemeldung vom 04.08.2020 - Deutscher Tierschutzbund e.V.