Tierschutzverein des Landkreises Garmisch-Partenkirchen e.V. | Tel. 0 88 21 / 559 67 | Notfallnummer 0160 / 951 342 00
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Gams auf Vorwarnstufe der Roten Liste Deutschlands
Am 8. Oktober 2020 stellte das Bundesamt für Naturschutz die aktuelle Fassung der Roten Liste Deutschlands vor. Diese ist alamierend. Allein von den 97 bewerteten Säugetierarten, die in Deutschland leben, sind 41 Prozent gefährdet. 10 Prozent stehen in der Vorwarnstufe, darunter auch unsere Gams. 30 Arten, darunter Feldhase, Iltis, Gartenschläfer, Feldhamster, Schweinswal, Luchs, Bechsteinfledermaus und der Zwergwal sind vom Aussterben bedroht. Erfreuliche Zunahmen und positive Bestandtrends gibt es dagegen z.B. bei einigen Fledermausarten, bei Fischotter, Wolf und Wildkatze.

Die Gams wird nun erstmals in die Rote Liste aufgenommen, da wissenschaftliche Untersuchungen dazu geführt haben, die Situation der Gams vor allem in ihrem Hauptvorkommen in Bayern neu zu bewerten. Hierzu wird ausgeführt: Durch die gebietsweise Aufhebung der Schonzeiten (Regierung von Oberbayern 2014) und stärkere Bejagung, die mit waldbaulichen Zielen begründet wird, aber oft ohne Rücksicht auf Alters- und Geschlechterstrukturen stattfindet, nehmen die Gämsenbestände in Bayern vielerorts ab (Aulagnier et al.2008, Deutsche Wildtierstiftung, 2018)".

Bereits seit langem kämpft auch unser Tierschutzverein für das Gamswild. So haben wir das Symposium "Gams am Abgrund?" am 5. April 2018 im übervollen Saal des Gasthof "Zum Schatten" in Partenkirchen mit organisiert und zusammen mit dem Deutschen Tierschutzbund, Landesverband Bayern e.V. und dem Tierschutzverein Tegernseer Tal e.V. eine Beschwerde bei der EU gegen Bayern wegen des Umgangs mit dem Gamswild eingereicht (nachzulesen in unserer Rubrik "Jagd und Tierschutz").

Wir sind sehr froh, dass nun endlich eingesehen wird, dass es für das Gamswild, das Charakterwild unserer Berge, kurz vor zwölf ist und sich dringend etwas bewegen muss, um diese wunderbare Tierart zu erhalten.

Bitte beachten Sie auch die Kampagne "Rettet die Gams in Bayern" in unserer Rubrik "Jagd & Tierschutz" und geben Sie dort Ihre Unterschrift ab.