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Ukraine-Krieg - Menschen flüchten mit ihren Tieren
Nach Mitteilung des Flüchtlinghilfswerks der Vereinten Nationen (UNHCR) sind seit Beginn des Krieges drei Millionen Menschen aus der Ukraine geflohen. Sie suchen in den Nachbarländern Ungarn, Moldawien, Slowakei, Rumänien und Polen Schutz. Der "Bundesverband Gemeinschaft Deutscher Tierrettungsdienste", ein Zusammenschluss von deutschen Tierschutz- und Tierrettungsverbänden, der vor Ort an der ukrainischen Grenze hilft, schätzt, dass etwa jeder 12. Geflüchtete ein Tier dabei hat. Unsere Dachorganisation, der Deutsche Tierschutzbund e.V. hat ein Camp an der polnisch-ukrainischen Grenzee aufgebaut, das als erste Anlaufstelle für Menschen mit Tieren dient. Dort werden die Vierbeiner mit Futter, Wasser, Leinen, Transportboxen und Decken erstversorgt.

Flüchtende mit ihren Tieren in Deutschland
Inzwischen sind über 200.000 Menschen aus der Ukraine in Deutschland angekommen, viele haben ihre Tiere dabei. Ganz wichtig ist es, dass Mensch und Tier zusammenbleiben können. Nach den Grauen des Krieges und der Flucht wäre es ein Akt der Unmenschlichkeit, wenn sich die Menschen von ihren Tieren trennen müssten, weil sie z.B. nicht in die kommunalen oder privaten Unterkünfte mitgenommen werden dürfen. Die Einreise von Flüchtenden mit Tieren wurde vom Bundesministerium dankenswerter Weise sehr erleichtert.

Gesetzliche Bestimmungen
Tierhalter aus der Ukraine dürfen mit ihren Heimtieren bis auf Weiteres einreisen, ohne vorab die Genehmigung beantragen zu müssen. Die Quarantänepflicht (drei Monate) wurde aufgehoben, da die Risikobewertung des Friedrich-Loeffler-Institus die Gefahr von Tollwut als gering einstuft.

Bestimmungen in Bayern
Das Referat Tierschutz des Bayerischen Staatsministeriums für Umwelt und Verbraucherschutz (StMUV) teilte folgendes mit:
1. Tiere sind zunächst einer niedergelassenen Tierärztin bzw. niedergelassenem Tierarzt vorzustellen.
2. Dieser hat das Tier zu untersuchen
3. Überprüfung der elektronischen Kennzeichnung. Ist diese vorhanden, kann die Chipnummer in den neu auszustellenden europäischen Heimtierausweis übernommen werden. Ansonsten ist das Tier zu chipen.
4. Durchführung einer Tollwutimpfung wenn das Tier impffähig ist.
5. Ausstellung eines EU-Heimtierausweises.

Kosten für die tierärztliche Behandlung
Die Bayerische Tierärztekammer und der Bund praktizierender Tierärzte haben die Tierärztinnen und Tierärzte zur Unterstützung der Flüchtenden aufgerufen und sie darüber informiert, dass Tierarztpraxen Tiere von Geflüchteten legal kostenfrei behandeln können. Das StMUV wird die Kosten für die notwendigen Materialien (Chip, Impfung, Heimtierausweis), die im Rahmen der kostenlosen tierärztlichen Leistungen anfallen, in Höhe von 35,-€ netto pro Heimtier bezuschussen.

Schlussbemerkung
Es zeigt den guten Chrakter der ukrainischen Tierfreunde, dass sie ihre Tiere nicht in dem brutalen Krieg zurücklassen, sondern nur das Notwendigste in einen Rucksack packen, ihre Kinder an die Hand nehmen, ihre Hunde an die Leine und ihre Katzen und Kleintiere in Boxen mit auf die Flucht nehmen. Dies berührt mich zutiefst. Und ich bin unserem Landratsamt in Garmisch-Partenkirchen von Herzen dankbar, dass bei uns Tiere in den Unterkünften erlaubt sind und wir als Tierheim hier gut zusammenarbeiten.

Tessy Lödermann