Tierschutzverein des Landkreises Garmisch-Partenkirchen e.V. ~ Tel. 0 88 21 / 559 67 -> Notfallnummer 0160 / 951 342 00
Die reinste Form des Wahnsinns ist es, alles beim Alten zu lassen und trotzdem zu hoffen, dass sich etwas ändert.
Albert Einstein
Unsere Infothek – alles rund um unser Tierheim & mehr
Wir erweitern für Sie einzelne Rubriken stetig!

Immer mal wieder reinklicken – es lohnt sich!
Besuchszeiten ~ Vermittlungszeiten ~ Spazierzeiten
Herzlich willkommen im Tierheim Werdenfels, wir freuen uns über Ihren Besuch!

Besuchszeiten Tierheim
Mittwoch bis Sonntag
14.00 - 17.00 Uhr

Vermittlungszeiten
Mittwoch bis Sonntag
14.00 - 16.00 Uhr

Hundehaus Spazierzeiten
Montag bis Sonntag
8.30 - 11.30 Uhr
13.30 - 16.30 Uhr
Notrufnummern Tierheim und Tierärzte
Tierheim-Notruf:
0 160 - 95 13 42 00
In wirkliche wichtigen Tierschutzangelegenheiten sind wir auch nach Feierabend zu erreichen!


Tierarztpraxen:
Tierarztpraxis Dr.Peter Saur
Schußangerweg 8
82467 Garmisch-Partenkirchen
0 88 21 - 766 62

Tierarztpraxis Werdenfels
Dr. med. vet. Eva Kalivoda und Kathrin Heinig
Gehfeldstraße 1
82467 Garmisch-Partenkirchen
0 88 21 - 588 70
Notruf: 0 172 - 830 84 84
Tiernotfall-Rettungsdienst Oberland
Einsatzpauschalenpflichtiger NOTRUF unter:

0177 - 23 63 771
Tiernotfall-Rettungsdienst Oberland

Zugspitzstr. 35
86956 Schongau

0 88 61 - 256 31 27

info@tro-bayern.de

Hier geht es auf direktem Weg zur Tierrettung -->
www.TRO-BAYERN.de


Bilder: Tiernotfall-Rettungsdienst Oberland
GPS-Sender für Hunde und Katzen
GPS-Sender für Hunde und Katzen

Unsere Empfehlung
Immer wieder passiert es, ein geliebter Vierbeiner läuft weg und findet nicht zurück. Gerade Angsthunde und Angstkatzen lassen sich nicht eben mal sicherstellen. Aber auch Tiere die dringend Medikamente benötigen, usw. müssen schnell gefunden werden.
Umso wichtiger ist also eine Ortung in Echtzeit, um dann individuell passende Maßnahmen zu ergreifen!

Eine gute Möglichkeit ist ein GPS-Sender, z.B. von -->
TRACTIVE
!
Bitte helfen Sie uns helfen!
Unterstützen Sie uns!

Die Versorgung unserer Tiere kostet viel Geld. Sei es für Futter, Einstreu, Tierarzt, Personalkosten, Versicherungen, Energie, Wasser, Müllentsorgung, Maschinen, Reperaturen, Baumaßnahmen, Erbbaupacht fürs Tierheimgrundstück, u.v.m.!
Wir erhalten (mit Ausnahme der Fundtierpauschale für die Übernahme der Pflichtaufgabe der Gemeinden und einem Zuschuss vom Landkreis für Sonderaufgaben des Tierschutzes) keine Zuschüsse.
Ohne Spenden können wir das Tierheim nicht betreiben!
Wenn Sie dem Tierheim einen Geldbetrag zukommen lassen möchten, würde uns das sehr freuen und wir bedanken uns schon einmal recht herzlich im voraus!
Denken Sie bitte daran, bei einer Überweisung ihre vollständige Anschrift anzugeben, damit wir als gemeinnütziger und förderungswürdiger Verein eine Spendenbescheinigung ausstellen können. Diese können Sie bei Ihrer Steuer absetzen.

Jeder Betrag hilft unseren Tieren!

Spendenkonto
Kreissparkasse Garmisch-Partenkirchen
IBAN: DE03 7035 0000 0000 0460 03
BIC: BYLADEM1GAP

PAYPAL: info@tierheim-garmisch.de
Durchstöbern Sie doch einmal die nächsten Seiten!
Vielleicht spricht Sie ein andere Möglichkeit an, um uns zu unterstützen.

Wir sagen vorab DANKE!
Auch kleine Taten helfen!
Der jeweilige Erlös kommt unseren Tieren zugute!
Mittlerweile ein fester Bestandteil im Tierheim: Unser Flohmarkt!

Wunderschöne Antiquitäten, Kunstgewerbe und viele 1.-€-Schnäppchen gibt hier zu finden.
Kommen Sie vorbei und stöbern Sie für eine gute Sache!

Einsehen können Sie die jeweiligen Termine in der Rubrik -->
AKTUELL
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Besuchen Sie unsere Veranstaltungen!

Im Laufe des Jahres bieten wir ein buntes Rahmenprogramm.
Von Lesungen bis hin zu musikalischen Events, für jeden Geschmack ist etwas dabei.

Sämtliche Termine sind zeitnah in der Rubrik -->
AKTUELL
aufgeführt.
Für Hundefreunde!

Mit unseren regelmäßigen Themenabenden „Wissenswertes rund um den Hund: Respektvoll ~ fair ~ anderes!“ können Sie mehr über den Teampartner auf vier Pfoten erfahren und gleichzeitig Gutes tun.

In der Rubrik -->
VORTRÄGE
finden Sie alle nötigen Informationen.

Der aktuelle Flyer liegt im Tierheim, sowie u.a. in Tierarztpraxen und im Fressnapf für Sie bereit.
Ein tierisches Kalender-Jahr!

Fotos und Geschichten unserer Schützlinge, mit Weisheiten untermalt und liebevoll gestaltet, so präsentiert sich unser Kalender in jedem Jahr neu. Für 10.-€ ist er im Tierheim erhältlich.
In den Tierarztpraxen Dr. Saur, Werdenfels, Dr. Kieser, Dr. Pilling, im Fressnapf und beim Kreisboten in Garmisch-Partenkirchen können Sie ihn ebenfalls erwerben.
Die Mitglieder unseres Tierschutzvereins erhalten ihn mit der Weihnachtspost.
Vielleicht auch eine schöne Geschenkidee für Tierfreunde?!
Schlemmen und genießen - mit unseren Kochbüchern!

Band 1 - Unsere schönsten vegetarischen Rezepte

Band 2 - 95 süße Versuchungen für viele Anlässe

Die jüngste Köchin ist elf, die älteste 88 Jahre. Autorin Christina Tobiasch, die auch im Vorstand des Tierschutzvereins aktiv ist, hat ebenfalls Kreationen beigetragen und die Rezeptsammlungen zu einzigartigen Büchern zusammengestellt.
Erhältlich sind sie zum Preis von jeweils 12.-€ im Tierheim, in Garmisch beim Kreisboten, in Murnau in der Drachenapotheke, beim Murnauer Tagblatt, in Uffing in der Seedrogerie sowie in vielen Tierarztpraxen des Landkreises.
Auf Wunsch können sie auch gerne zugeschickt werden, Telefon Tierheim 08821-55967.
Spenden, statt wegwerfen!

Mit Ihren Altkleidern, die Sie in unsere Container einwerfen, können Sie Gutes tun.
Der Wertstoffhof Bader unterstützt das Tierheim mit der Container-Aktion.
Mitglied werden!
Sie können uns bereits mit 1,67€ pro Monat, das entspricht einem Jahresbeitrag von 20€, unterstützen!
Mitglied werden
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Werden Sie Tierpate!
Tierpate werden

Sie können selbst kein Tier nehmen, lieben aber Tiere und möchten Tieren helfen?
In unserem Tierheim wohnen viele Tiere, die aus Alters- oder Krankheitsgründen nicht mehr vermittelt werden können und bei uns ihren Lebensabend verbringen. Bitte unterstützen Sie diese Tiere, indem Sie eine Patenschaft übernehmen.

Wie oft erleben wir, dass Menschen uns besuchen, um sich einfach nur das Tierheim anzusehen und sich aber dann dabei in ein Tier verlieben. Nicht jeder kann jedoch einen Hund oder eine Katze halten, und manche reagieren auf Kaninchen-, Meerschweinchen- oder Hamsterhaare sogar allergisch. Diese Menschen würden trotzdem gerne ihrem Liebling während seines Tierheimaufenthalts zur Seite stehen.
Wir geben Ihnen die Möglichkeit, sich Ihr Patentier auszusuchen. Durch Ihre monatliche Spende wird der Aufenthalt der Patentiere im Tierheim von Ihnen mitfinanziert. Die Erträge aus den Patenschaften kommen selbstverständlich allen Tieren zu Gute.

Als Pate/in erhalten Sie eine Urkunde mit Foto ihres Patentiers, das symbolisch für Ihre Patenschaft steht.

Die Patenschaft ist zeitlich unbegrenzt, kann aber jederzeit (ohne Kündigungsfrist) widerrufen werden. Sollte ihr Patentier vermittelt werden, bekommen Sie ein neues Patentier vorgeschlagen. Die Höhe der Patenschaftsgebühr bestimmen Sie.
Sie haben natürlich jederzeit die Möglichkeit, während den Öffnungszeiten, Ihr Patentier zu besuchen. Bitte beachten Sie aber, dass eine Patenschaft nicht dazu berechtigt die Zimmer zu betreten, die Tiere zu füttern oder mit den Tieren spazieren zu gehen. Eine Absprache mit der Tierheimleitung oder den zuständigen Tierpflegern ist hier in jedem Fall zwingend erforderlich!

In unserem Tierheim können Sie sich über unsere Dauergäste informieren, die dringend Paten suchen. Bitte beachten Sie, dass jedes unserer Tiere sich auch über mehrere Paten freut.


Wie kann ich Pate werden?
Ganz einfach: Informieren Sie sich über die Patentiere, indem Sie unser Tierheim besuchen, und dort den Patenantrag ausfüllen.
Den Antrag können Sie auch hier downloaden:
Patenschaft für ein Tier im Garmischer Tierheim
Patenantrag (286,97K)
Vorsorge für Ihr Tier
Spuren hinterlassen - Vorsorge treffen für unsere Nächsten

„Vorsorge treffen", dieses Thema beschäftigt viele Menschen. Ob Vorsorge für die Gesundheit, für die Rente, für das Alter...
Viele Menschen treibt auch die Frage um, was mit dem geliebten eigenen Tier passiert, wenn man nicht mehr für es sorgen kann.

Eine ganze Reihe von Menschen haben inzwischen Vollmachten bei unserem Tierschutzverein hinterlegt. Wenn sie selber nicht mehr in der Lage sind, sich um ihr Tier zu kümmern übernehmen wir das Tier und sorgen liebevoll für den besten Freund des Menschen. Und das ist gut so. Denn in der Praxis müssen wir immer wieder die Erfahrung machen, dass die Erben zwar das Haus oder das Vermögen erben wollen, aber nicht das geliebte Tier.
Unsere Realität
Immer wieder kommt es vor, dass wir angerufen werden:
„Meine Tante ist gestorben, holen Sie sofort die Katze ab!"
„Meine Mutter ist gestorben, ich bringe Ihnen ihren Hund!"
Für uns ist es eine Selbstverständlichkeit, dass wir die Tiere aufnehmen und ihnen helfen. Aber es macht uns oft auch traurig und manchmal auch zornig, wenn wir erleben müssen, dass die Erben zwar alles haben wollen, nur nicht das Tier, für das uns dann eine „großzügige" Spende von 50€ in die Hand gedrückt wird.

Können Tiere erben?
Tiere können in Deutschland nicht erben, doch man kann mit einer testamentarischen Auflage oder einem Vermächtnis zugunsten einer natürlichen Person oder auch des Tierschutzvereins sicherstellen, dass das geliebte Tier sicher weiterversorgt wird.
Spuren hinterlassen
Viele Tierfreunde haben ihre Spuren hinterlassen, in unserem Tierheim am Kramerhang. Wir hätten keine einzige Baumaßnahme verwirklichen können, wenn wir nicht einige Erbschaften und Vermächtnisse von Tierfreunden erhalten hätten.

Diese Menschen haben bewusst den Tierschutzverein in ihrem Testament bedacht. Auf unserer Gedächtniswand am Tierheim steht ihr Name für alle Zeiten dafür, dass diese Menschen, über ihren Tod hinaus, ein Zeichen für ihre Tierliebe gesetzt haben und dem Tierheim immer verbunden bleiben.

Wichtig ist in diesem Zusammenhang auch, dass alle Zuwendungen an den Tierschutzverein von der Erbschaftssteuer befreit sind, da wir als gemeinnützig und besonders förderungswürdig vom Finanzamt anerkannt sind. Jeder Cent kommt also ungeschmälert den Tieren zugute!
Die Bücherwürmer - Lesestunden für Katzen von Kindern
Die Bücherwürmer

Lesestunden für Katzen von Kindern
Diese tolle Idee stammt aus Amerika und verhilft mittlerweile immer mehr Kindern und Katzen zu einer gegenseitigen Bereicherung – in Tierheimen.

Ganz gleich ob das Lesen schon gut klappt, oder noch etwas holprig ist, Kinder im Alter von ca. 8 – 12 Jahren können mitmachen.
In einer Zeitspanne von ungefähr 20 - 30 Minuten können die Kinder 1x wöchentlich in den Katzenzimmern sitzen, und den Samtpfoten aus mitgebrachten Lieblingsbüchern vorlesen.
Lebensqualität und Wohlbefinden
Ziel ist es zum einen die Kinder zum Lesen zu ermutigen. Durch die entspannte Atmosphäre liest es sich gleich viel leichter und die Stubentiger hören einfach zu, ohne zu bewerten. Wie positiv sich Katzen im Allgemeinen auf uns auswirken, dass ist hinlänglich bekannt und sogar wissenschaftlich bewiesen.
Zum anderen können die Katzen den angenehmen Stimmen lauschen, aus sichererer Entfernung beobachten und sich ganz freiwillig den Kindern annähern.
Besonders sehr schüchterne und zurückhaltende Samtpfoten bekommen durch das ruhige, damit gut einschätzbare, Verhalten der Kinder die Möglichkeit, wieder Vertrauen in den (kleinen) Menschen zu entwickeln.
Wann finden die Lesestunden statt?

Bald gibt es die Lesestunden für Katzen von Kindern auch bei uns!

Das genaue Datum finden Sie demnächst an dieser Stelle.
Anmeldung leicht gemacht
Aus versicherungstechnischen Gründen ist eine Mitgliedschaft in unserem Tierschutzverein nötig.
Der Jahresbeitrag für Kinder und Jugendliche liegt bei 10,-€, das sind lediglich 0,84€ im Monat – für eine gute Sache!
Im Folgenden haben wir Ihnen alle nötigen Dokumente als Download zur Verfügung gestellt.
Einfach ausdrucken, bitte gut leserlichen (Druckbuchstaben) ausfüllen und mitbringen.
Die Bücherwürmer - Anmeldung
Tierheim Werdenfels, www.tierheim-garmisch.de (321,43K)
Die Bücherwürmer - Einverständniserklärung
Tierheim Werdenfels, www.tierheim-garmisch.de (249,19K)
Mitglied werden
Beitrittserklärung Tierschutzverein Lkrs. Garmisch-Partenkirchen (682,58K)
Die Bitten und Wünsche unserer Katzen
Zieht Euch vor dem Betreten des Katzenhauses die blauen Überschuhe an und reinigt die Hände. Im Anschluss werdet Ihr in das jeweilige Zimmer begleitet und Ihr erhaltet zusätzliche Informationen über uns.

Bewegt Euch in unserem Zuhause leise und mit Bedacht, damit wir keine Angst bekommen.

Haltet die Zimmertüren geschlossen und bleibt in den Zimmern. Wenn die Lesezeit zu Ende ist, dann klopft an die Tür und wartet auf Eure Ansprechpartner, damit sie Euch hinausbegleiten können. Wir nutzen sonst vielleicht die Gelegenheit und entwischen…
Öffnet keine anderen Zimmer, klopft nicht an die Scheiben, ärgert uns nicht, damit wir uns weiterhin wohlfühlen.

Verhaltet Euch uns gegenüber freundlich, zurückhaltend und respektvoll - ganz so, wie auch Ihr behandelt werden möchtet.

Einige von uns kommen gerne zum Schmusen vorbei. Streichle uns sanft und immer vom Kopf Richtung Schwanz. So ist unser Fell gewachsen und es fühlt sich besonders schön an.
Tipp: Schnurrhaare (die langen Haare an unserem Mund), Beine und Schwanz sind sehr empfindlich, viele von uns mögen es nicht dort angefasst zu werden.
Wenn wir uns zurückziehen, dann gebt uns Abstand und Zeit Euch in unserer Geschwindigkeit anzunähern. Mit anderen Worten: Lauft uns nicht nach, greift nicht nach uns und hebt uns nicht hoch. Denn manchmal genügt es uns, Euch beim Lesen einfach nur zuzuhören. :)

Danke für Dein Verständnis und Deine Rücksichtnahme!
Jugendgruppe "Sanfte Pfoten"
Jugendgruppe "Sanfte Pfoten"

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Du findest sie unter der Kopfleiste "Über uns";
und mit einem Klick hier -->
JUGENDGRUPPE
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Katzendorf "Schnurrhausen"
Katzenparadies

Auf dem Tierheimgelände leben in fünf, von lieben Menschen gespendeten, Häusern unsere ca. 60 „Wildis“.

Ehemalige obdachlose Streunerkatzen, die an ihrem Herkunftsort nicht mehr bleiben konnten.

Für die Vermittlung und für ein Leben in Wohnungen sind sie zu scheu und freiheitsliebend.

Hier in „Schnurrhausen“ leben sie ein artgerechtes, freies Leben, liebevoll umsorgt.
Wir fangen jedes Jahr bis zu 200 herrenlose Katzen zur Kastration ein.
Eine Arbeit, die sehr zeit- und kostenintensiv ist, aber für uns zu einem guten Tierschutz gehört.

An über 20 Katzenfutterplätzen im ganzen Landkreis betreuen Tierfreunde täglich die scheuen, bereits kastrierten Tiere.

So tun wir alles, um das Katzenelend in den Griff zu bekommen und den Streunern ein Leben mit Krankheit, Hunger, Kälte und ständigem Nachwuchs zu ersparen.

Bitte helfen Sie uns mit einer Spende für die Streunerkatzen – damit wir diese Arbeit leisten können.

Herzlichen Dank!
"Multifunktionshaus" für unsere Hunde
"Multifunktionshaus" für unsere Hunde

Für mehr Abwechslung und Anregung
Um den Hunden den Tierheimalltag zu verschönern sollten, neben einer Strukturierung der Fläche, gleichzeitig folgende Punkte abdeckt werden:

wettergeschützte, erhöhte Liegeplattform

Versteckmöglichkeiten für Futterbelohnungen

Aufstiegsmöglichkeit wahlweise über eine Rampe oder Treppe (höhere Anforderung, da steil und offen)

flexibel einsetzbare Zusatzelemente

für Menschen ebenfalls begehbar

lange haltbar und ausbaufähig

möglichst günstig und platzsparend

Kreative und individuelle Beschäftigungsangebote verhelfen den Hunden zu mehr Entspannung, Zufrieden- und Ausgeglichenheit – Positivmotivation vorausgesetzt. Wenn Hunde also Nase, Kopf und Körper adäquat einsetzen dürfen, dann hinterlässt das sichtbar positive Veränderungen. Motorik, Konzentration, Problemlösung, Selbstbewusstsein, Selbstwirksamkeit/-vertrauen, Körpergefühl/ -bewusstsein, Kooperation (u.v.m.) des Hundes können aufgebaut, erhalten und gefördert werden.

Übrigens
Zusätzliche Elemente werden wir noch zur größeren Einsatzvielfalt und Optimierung anbringen.
Bilder folgen!


Ein ganz großes DANKE!
An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an Rudi, Moritz, Michael, unsere Jugendgruppe die „Sanften Pfoten“ und Susanne (sie hat bereits neue Ideen) für euer Engagement!
Und natürlich ebenso an Charly, Liena und Oskar für die "Bauleitung"! :)
Regenbogenbrücke
Die Regenbogenbrücke

Es gibt eine Brücke, die zugleich Trost und Hoffnung ist: Es handelt sich um die Regenbogenbrücke, die die Erde mit dem Himmel verbindet.
Wenn ein geliebtes Tier auf der Erde für immer eingeschlafen ist, geht es zu einem wunderschönen Ort jenseits der Regenbogenbrücke. Dort herrscht der ewige Frühling, es gibt genug für alle zu essen und trinken und alle sind sich gut.
Die alten und kranken Tiere werden im Land hinter der Regebogenbrücke wieder jung und gesund und spielen den ganzen Tag miteinander. Die Tiere sind dort glücklich und zufrieden. Sie vermissen dich, aber mit der besonderen Weisheit, die Tiere haben, vertrauen sie darauf, dass sich dieser Zustand ändert.
So tollen und spielen sie tagtäglich, bis ein sanfter Wind eine Botschaft bringt. Eines der Tiere hält dann inne und sieht nach oben. Die Nase bebt, die Ohren stellen sich auf und die Augen werden ganz groß. Und plötzlich verlässt es die Gruppe und fliegt regelrecht über das Gras, schneller und schneller. ES HAT DICH GESEHEN!

Und wenn ihr wieder zusammen seid, nimmst du deinen Freund in die Arme und hältst ihn fest. Dein Gesicht wird geküsst, wieder und wieder, und du schaust endlich in die glücklichen Augen deines geliebten Tieres. Es war lange aus deinem Leben verschwunden, aber nie aus deinem Herzen. Dann überschreitet ihr gemeinsam die Brücke des Regenbogens, und ihr werdet nie wieder getrennt sein. Der Kreis ist geschlossen!
Unvergessen
Nelson
* 24.04.2006

Leider mussten wir unseren geliebten Nelson viel zu früh gehen lassen...
Am 23.04.2018, einen Tag vor seinem 12. Geburtstag.
Er war ein ganz besonderer und toller Hund, der bis zum Schluss gekämpft und sein Leben genossen hat!
Es war uns eine Ehre, dass wir ihn in seinen Lebensabend begleiten konnten und ihm die Liebe geben konnten, die er verdient hat. Wir hoffen wir konnten ihm diesen so schön wie möglich gestalten. Es war auf jeden Fall die richtige Entscheidung den lieben Opi aufzunehmen und wir würden es jederzeit wieder tun, denn man merkte wie dankbar und glücklich er war!
Besonderen Dank auch an die lieben Kollegen aus dem Hundehaus, die ihn vorher im Tierheim so engagiert und liebevoll umsorgt und es ihm ermöglicht haben noch einen schönen Lebensabend im eigenen Zuhause haben zu können.
Nun wird er im Hundehimmel über uns wachen. Wir werden ihn immer in unseren Herzen tragen und uns an die schöne Zeit mit ihm erinnern.
Ina
Ina lebte zunächst in unserem Katzendorf "Schnurrhausen". Mit zunehmenden Alter und Erkrankungen ist sie in die Wohngruppenküche im Katzenhaus gewechselt, wo ihr natürlich weiterhin Freigang ermöglicht wurde. Im stolzen Alter von 18 Jahren ist sie im Januar 2018 von uns gegangen.
~ ~ ~
Was man tief in seinem Herzen besitzt, kann man nicht durch den Tod verlieren.
Goethe
Laila
* 22.12.2008

Laila kam am 02.10.2015 als Abgabehund zu uns ins Tierheim und verbrachte ihren Lebensabend hier. Nach schwerer Krankheit mussten wir sie am 08.01.2018 gehen lassen. Sie hat den Wettlauf mit der Krankheit verloren. In Begleitung unserer Tierärztin, sowie Rebecca und Natascha, ist sie über die Regenbogenbrücke gegangen. Ein Licht haben wir ihr angezündet und positive Gedanken geschickt – für eine gute Reise zur anderen Seite.
Alle Stammspaziergänger, die Laila über eine lange Zeit hinweg den Tierheimalltag verschönert haben, sind ebenfalls sehr betroffen. Danke an dieser Stelle, für Laila wart ihr eine große Bereicherung!
~ ~ ~
Ich bin von euch gegangen nur für einen kurzen Augenblick und gar nicht weit. Wenn ihr dahin kommt, wohin ich gegangen bin, werdet ihr euch fragen, warum ihr geweint habt.
Laotse
Die kleinsten der Kleinen
Am 15.10.2017 übernahmen wir 50 männliche Mäuse aus einem illegalen Tiertransport. Der größte deutschlandweit, mit über 7000 Kleintieren. Aufgrund ihrer Herkunft (Massenzucht) und den damit verbunden Auswirkungen sind sie in der Zwischenzeit bei uns verstorben, bzw. mussten wir sie durch unsere Tierärztin erlösen.
~ ~ ~
Wenn du bei Nacht den Himmel anschaust, wird es dir sein, als lachten alle Sterne, weil ich auf einem von ihnen wohne, weil ich auf einem von ihnen lache. Du allein wirst Sterne haben, die lachen können!
Antoine de Saint-Exupéry, Der Kleine Prinz
Macho und Schnecki
Die beiden "Wildis" haben ihr freies Leben in unserem Katzendorf "Schnurrhausen" genossen. Im hohen Alter (Schnecki wurde 16 Jahre und Macho ca. 13/14 Jahre alt) und nach schwerer Krankheit mussten wir die beiden Samtpfoten am gleichen Tag über die Regenbogenbrücke begleiten.
~ ~ ~
Je schöner und voller die Erinnerung, desto schwerer ist die Trennung. Aber die Dankbarkeit verwandelt die Qual der Erinnerung in eine stille Freude. Man trägt das vergangene Schöne nicht wie einen Stachel, sondern wie ein kostbares Geschenk in sich.
Dietrich Bonhoeffer
Sichtschutz in unserem Hundehaus
Sichtschutz in unserem Hundehaus

Rollos mindern Stress
Da es uns wichtig ist, den Hunden ein Heim, also einen Raum der Geborgenheit zu bieten, haben wir die blickdichten Folien einiger Zimmer gegen Rollos eingetauscht.
Vielleicht verwundert es Sie, dass man bei manchen Hunden nicht ins „Wohnzimmer“ schauen kann. Warum das so ist möchten wir Ihnen im Folgenden erörtern.
Es kann sein, dass der Hund beim Tierarzt war und dort eine anstrengende Zeit oder sogar eine Operationen hinter sich gebracht hat. Der Sichtschutz gibt ihm die Privatsphäre, die er zur Erholung und Genesung benötigt.
Ebenso ist es möglich, dass einer unserer Schützlinge zwar den Kontakt zu seinen vertrauten Personen braucht, aber mit dem „Schaufenstersitzen“ während der Öffnungszeit (noch) überfordert ist. Durch den hohen Stress reagiert er dann mit entsprechenden Symptomen, bis hin zu distanzforderndem Verhalten. Lernpsychologische und letztendlich gesundheitliche Probleme sind die Folge. Für den Besucher kommt so ein „auffälliger“ Hund nicht in Frage. Und das Ergebnis ist, dass keiner von diesem Kontakt profitiert hat.

Ganz besonders wichtig!!
Sollten Sie vor einem Zimmer stehen, dessen Rollo heruntergelassen ist, die Beschreibung des Hundes an der Tür hat aber Ihr Interesse geweckt, so sprechen Sie uns an.
Versuchen Sie bitte in Rücksichtnahme auf den Hund nicht das Rollo zur Seite zu schieben, um doch mal kurz einen Blick zu erhaschen!
Die Türen sind selbstverständlich ebenfalls geschlossen zu halten!
Wir nehmen uns gerne Zeit für Sie und ein Kennenlernen mit einer Bezugsperson ist für den Hund in vielfacher Hinsicht günstiger.
Vielen Dank für Ihr Verständnis!
Soziale Kontakte sind im Tierheimalltag i.d.R. weniger möglich wie es optimaler Weise sein sollte. Hunde sind allerdings sehr soziale Wesen. Eine länger anhaltende Nichtbeachtung schmerzt förmlich - dies ist übrigens wissenschaftlich bewiesen. Durch die Rollos haben wir den Bonus, dass wir beim Erledigen der anfallenden Arbeiten und damit verbundenen ständigen Vorbeigehen an den Zimmern, Blickkontakt mit den Hunden aufnehmen und ihnen einen kleinen Gruß senden können. Wahrgenommen zu werden und dabei in ein freundliches Gesicht zu sehen ist einfach etwas Angenehmes, oder?

Wir können die Rollos außerdem individuell einsetzen. So gelingt es z.B. unsicheren und ängstlichen Hunden schneller und einfacher sich an unsere Aktivitäten im Gang zu gewöhnen.

Natürlich haben Hunde neben dem optischen Sinn noch eine hervorragende Nase und sehr gute Ohren (und bestimmt einen 7. Sinn). Viele Hunde nehmen einen Sichtschutz zur Stressreduktion gerne an, daher bekommen sie diesen bei uns.
Spazierengehen mit Tierheimhunden
Wichtiger Hinweis
Bitte haben Sie Verständnis, dass nur Mitglieder unseres Tierschutzvereins mit absolvierter Spaziergänger-Schulung mit den Hunden gehen dürfen!

Für eine gute Sache: Mit nur 1,67€ im Monat, das entspricht einem Jahresbeitrag von 20,-€, können Sie unsere Arbeit unterstützen und den Hunden Glücksmomente schenken. Wir würden uns freuen!
Untenstehend finden Sie die Beitrittserklärung als Download.

Übrigens
Für unsere Tierheimgassigeher ist der Eintritt bei den Themenabenden „Wissenswertes rund um den Hund: Respektvoll ~ fair ~ anders!“ frei.
Den aktuellen Veranstaltungskalender finden Sie in der Rubrik -->
VORTRÄGE
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Beitrittserklärung Tierschutzverein Lkrs. Garmisch-Partenkirchen
Beitrittserklärung (682,58K)
Spazierengehen mit Tierheimhunden
4 Pfoten & 2 Füße – gemeinsam unterwegs

Spaziergänge und Betreuungszeiten für Hunde im Tierheim sinnvoll gestalten

Hunde im Tierheim sind aufgrund der momentanen Lebenssituation anders. Neben Fürsorge und medizinischer Versorgung bedürfen sie einer sinnvollen Freizeitgestaltung. Sie, als geschätzter Spaziergänger, sind hier ein wichtiges Bindeglied. Umso besser Sie geschult sind, umso günstiger wirkt sich dies schlussendlich auf das Leben im Tierheim und die Vermittlung aus.
Damit die gemeinsame "Frei"- Zeit für beide Seiten zur Bereicherung wird, gibt Ihnen Hundetrainerin Susanne Rosenhäger ein umfangreiches Potpourri mit ganzheitlichen Anregungen und Informationen mit auf den Weg. Sie werden in die Lage versetzt, Hunde besser zu verstehen, einzuschätzen und respektvoll und fair mit ihnen umzugehen, auch wenn es einmal schwieriger wird.
Die Schulungen finden immer zu Beginn eines Quartals (Januar, April, Juli und Oktober) statt. Das genaue Datum finden Sie an dieser Stelle.

Samstag, 20.10.2018
um 8:30 Uhr (bis ca. 12°°)
im Multifunktionsraum des Tierheims

Wichtig
Bitte den Personalausweis mitbringen.
Bitte bringen Sie die Mitgliedsbestätigung mit.
Falls Sie noch kein Mitglied bei uns sind kann der Beitritt am Tag der Schulung erfolgen.
Dem Wetter angepasst Bekleidung und Schuhwerk.
Und ebenfalls nicht vergessen: Gute Laune, Neugierde und Mut für Neues!

Anmeldungen unter: 0 88 21 – 559 67
Grundsätzliche Regeln für einen Spaziergang
Anmelden und vor der Übernahme beim Team Informationen über Besonderheiten und aktuellen Stand des Hundes einholen - und unbedingt an Anweisungen halten!
Der Hund wird nicht von Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren geführt, auch nicht, wenn ein Erwachsener dabei ist.
Der Hund wird nur im Umkreis des Tierheims spazieren geführt.
Die Mitnahme im PKW bedarf der Erlaubnis.
Der Hund darf bitte nicht gefüttert werden.
Das Aufsuchen von Lokalen, etc. mit dem Hund ist verboten.
Der Hund darf niemals von der Leine gelassen werden, auch nicht auf dem Tierheimgelände.
Das gelbe Tuch bleibt bitte am Hund.
Übernahme: Vorne stehenbleiben, bei Ankunft des Hundes genügt eine kurze freundliche Ansprache.
Je nach Hund, langsames oder zügiges, aber nicht hektisches Verlassen des Tierheimareals - bis über Parkplatz hinaus an kurzer Leine!
Bei Engpässen und nicht einsehbaren Wegen, bzw. Kreuzungen unbedingt Leine kurz nehmen!
Anderen (TH-)Hunden, Passanten, usw., gelassen, gut gelaunt, großzügig und frühzeitig ausweichen.
Somit erreicht man eine größere (Individual-)Distanz und im Bogen gehen ist hundesprachlich höflich; nebenbei bleibt der Hund im erwünschten Verhalten.
Kommunikation statt Kommandos.
Rückgabe: Bevor Sie am Parplatz/TH Areal ankommen Leine kurz nehmen, im Hundehaus wird Ihnen der Hund vom Personal abgenommen (bitte nicht selbst ins Zimmer bringen).
Kooperation mit dem Team: Erlebnisse bitte mitteilen - Schönes und Schauriges!
Auf gute Nachbarschaft: Wir bitten Sie die Hundehaufen einzusammeln!

Begleitpersonen gehen auf eigene Gefahr mit.
Wer gegen die Regeln verstößt, verliert die Erlaubnis zum Spazierengehen.
Die gute Nachricht
Unsere Pinnwand

für gute Nachrichten

Es gibt sie, die positiven und berührenden Ereignisse und Geschichten:
Quelle: Garmisch-Partenkirchner Tagblatt / Münchner Merkur Nr. 130 / Wochenende, 09./10. Juni 2018
Quelle: Garmisch-Partenkirchner Tagblatt / Münchner Merkur Nr. 104 / Montag, 07. Mai 2018
Quelle: Garmisch-Partenkirchner Tagblatt / Münchner Merkur Nr. 88 / Dienstag, 17. April 2018
Quelle: Garmisch-Partenkirchner Tagblatt / Münchner Merkur Nr. 27 / Freitag, 02. Februar 2018
Lesenswertes & mehr über Hunde
Lesenswertes & mehr über den Teampartner auf 4 Pfoten

Eine Erweiterung dieser Rubrik erfolgt in unregelmäßigen Abständen; die Platzierung der Seiten in alphabetischer Reihenfolge.
Bitte, registrieren Sie Ihren Hund!
Bitte, registrieren Sie Ihren Hund!

Die Chance, dass Ihr geliebter Vierbeiner schnellstmöglich wieder zu Ihnen zurückgeführt werden kann, steigt deutlich mit einer Kennzeichnung (Transponder/Mikrochip) in Kombination mit einer Registrierung bei einem der unten angegebenen Haustierregister:

www.findefix.com
Der Antrag von -->
FINDEFIX
(Deutscher Tierschutzbund) ist in unserem Tierheim erhältlich. Die Registrierung ist kostenlos!

www.tasso.net
Die Registrierung bei -->
TASSO
ist ebenfalls kostenlos.

Mit nur wenigen „Klicks“ können Sie Ihrem Liebling viel Stress ersparen.
Danke!


Übrigens
Mit einer neuen Generation Transponder/Mikrochip kann der Tierarzt gleichzeitig mit der Nummernerfassung die Körpertemperatur des Tieres kontrollieren – das klassische Fiebermessen entfällt.
Eine Kennzeichnung und Registrierung ist für die Ein- und Ausreise eine Voraussetzung. Mehr über den Transport von Tieren können Sie im Blog „Einreisebestimmungen für Tiere“ finden.
Das geheime Leben der Hunde - im SWR
Das geheime Leben der Hunde - im SWR

Trennungsschmerz – ein Trauma für Hunde
Zum ersten Mal wird mit einer bundesweit angelegten Studie, von Dipl.-Biologe Joachim Leidhold und Kollegen, dieser Problematik nachgegangen. Denn Trennungsschmerz scheint ein viel weiter verbreitetes Trauma unter Hunden zu sein als bisher angenommen.
Hundefreunde finden die absolut sehenswerte Dokumentation „Das geheime Leben der Hunde“ von Claus Wischmann in der Mediathek des SWR, oder mit nur einem Klick -->
HIER
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Unsere Buchempfehlung

Das Gefühlsleben der Tiere
Marc Bekoff
animal learn Verlag
Die Sache mit der Dominanz
Die Sache mit der Dominanz

Das Wissen der Menschheit verdoppelt sich alle vier Jahre – Zeit, so manches „Old School-Wissen“ ad acta zu legen!
Laden Sie sich dazu einfach die folgende Broschüre runter:
Dominanz – tot geglaubt und wieder auferstanden?
Broschüre von Bettina Specht, Hundeschule Tirol, www.hundeschule-tirol.at (1,56M)
NEU ~ Gute Gründe, um sich für Positivmotivation zu entscheiden
Motivationsformen – die Qual der Wahl?

Gute Gründe, um sich für Positivmotivation zu entscheiden:
Mit dem Verzicht auf die sogenannte Meidemotivation wird der Tierschutzgedanke gelebt.
Es wird mit, und nicht gegen den Hund gearbeitet (Positiv- psychologie).
Das Ausdruckverhalten wird (an)erkannt und die Anforderungen orientieren sich demnach an den momentanen Möglichkeiten (Tagesverfassung, Gesundheitszustand, etc.) des Hundes.
Arttypisches und rassetypisches Verhalten findet Berücksichtigung, und wird ggf. in akzeptable Bahnen gelenkt - auf faire Art und Weise.
Das VIS (VerhaltensImmunSystem) des Hundes wird gestärkt.
Die Selbstkontrolle, Ausgeglichenheit und Selbstwirksamkeit werden gefördert.
Der (Stress-)Hormonhaushalt kann sich besser regulieren.
Die Gesundheit und Widerstandeskraft werden erhöht.
Eine optimale (Lern-)Leistung wird möglich.
Ein anderer Speicherort im Gehirn wird aktiviert und dies führt zu einem günstigeren Zugriff auf das Erlernte.
Das Umlernen und die Erziehung werden erleichtert.
Die Ursachen für Probleme und Schwierigkeiten werden ganzheitlich bearbeitet, anstatt lediglich die Symptome zu bekämpfen.
Eine sichere (Herzens-)Bindung kann wachsen.
Freude am Mit- und Aneinander entwickelt sich.
Die Lebensqualität, das Wohlbefinden und Vertrauen werden gesteigert.
Kreativität, Empathie und Fürsorgepflicht des Menschen werden angeregt, usw.

Positivmotivation für jeden Hund?
Da die Anatomie und Physiologie, und damit die lern-/ neuro- psychologischen Abläufe, sowie körperlichen (u.a. hormonellen) Wirkungskreise, bei allen Hunden gleich sind, kann diese Frage mit einem einfachen JA beantwortet werden.

„Wer sagt, dass zuverlässiges Verhalten bei diesem oder jenem Hund nicht ohne Strafe erreichbar ist, sagt nichts über den Hund aus, sondern beschreibt erst einmal seine eigenen Fähigkeiten.“
Dr.rer.nat. Ute Blaschke-Berthold

Mehr Informationen zum Thema gibt es auf -->
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Auf die richtige Motivation kommt es an!

Ohne Frage – Motivation ist ein sehr wichtiges Thema bei der Hundeerziehung, sie bildet die Grundlage für ein erfolgreiches Training. Häufig wird bei diesem Thema an Belohnungen gedacht, daran, was man seinem Hund anbieten kann, damit er bereit ist, mit einem zusammenzuarbeiten. Hier stehen grundsätzlich mehrere Möglichkeiten zur Verfügung:

Die Futterbelohnung. Bei ihr ist es wichtig, Leckerchen zu wählen, die der Hund auch wirklich mag! Klingt logisch, wird aber häufig nicht praktiziert. Oft bekommt unser Vierbeiner für gute Leistung die gleichen Trockenfutterkörner angeboten, die er morgens schon gelangweilt im Napf vorgefunden hat. Viel besser hingegen wären Wurst (möglichst wenig gewürzt), gekochte Fleischstücke oder Käse (Butterkäse, junger Gouda).
Wer nun glaubt, das seien aber schon sehr besondere Schmankerl und der Hund könne sich ja nun wirklich auch mit einer weniger guten Futterbelohnung zufrieden geben, der denke über folgendes Beispiel nach: Wir fragen Sie, ob Sie uns helfen würden, unseren Keller aufzuräumen. Falls ja, werden Sie nach der Entrümpelungsarbeit als Dankeschön ein trockenes Knäckebrot bekommen. Sind Sie motiviert? So richtig motiviert, sodass Sie mit Begeisterung an diese Aufgabe herangehen? Etwa nicht? Okay, dann versuchen wir es anders. Wenn Sie uns helfen, den Keller aufzuräumen, kochen wir hinterher Spaghetti mit Trüffel-Weißwein-Soße und frischem Parmesan. Jetzt doch motiviert? Na sehen Sie, genauso geht es Ihrem Hund! :)
Natürlich darf es in der Futterbelohnung Varianten von „gutem Futter“ und „sehr gutem Futter“ geben. Für ein Kommando, das der Hund bereits gut kann und das ihm keinerlei Mühe bereitet, muss die Futterbelohnung nicht so herausragend sein wie für ein Kommando, das dem Hund offensichtlich deutlich schwerer fällt. Probieren Sie es doch einmal aus: Geben Sie Ihrem Hund eine Woche lang für das Kommando, das ihm am schwersten fällt (und nur für dieses!) etwas ganz Besonderes, z.B. Leberwurst aus der Tube. Sie werden sehen, seine Motivation, dieses Kommando gut auszuführen, wird deutlich steigen.

Die Futterbelohnung ist außerdem die, die dem natürlichen Verhaltensrepertoire eines Caniden am ehesten entspricht, denn auch in der freien Natur ist die Motivation, Handlungen zu zeigen, um an Nahrung zu kommen, hoch.

Einige Hundehalter – und auch Trainer – glauben übrigens, der Hund solle nicht für Leckerchen, sondern für sie arbeiten. Unsere simple Antwort: Warum sollte er? Nur weil der Mensch in seiner ganzen Selbstherrlichkeit glaubt, seine Anwesenheit allein genüge schon, den Hund ausreichend zu motivieren? Diese Einstellung hat sehr viel mit Humanpsychologie und gar nichts mit Tierpsychologie zu tun, denn sie entspringt dem Wunsch des Menschen, wenigstens von einem Lebewesen nur um seiner selbst willen geliebt zu werden, ohne etwas Besonderes dafür tun zu müssen. Wir können zwar gut verstehen, dass man sich wünscht, der Hund möge die Kommandos „wie selbstverständlich“ und aus Freude am gemeinsamen Arbeiten ausführen, aber aus biologischer Sicht muss das Lernen für den Hund eine Verhaltensanpassung sein, die ihm in irgendeiner Form Vorteile bringt, er hat keinen Grund, „für uns“ zu arbeiten, und sieht darin auch keinen Liebesbeweis.

Ja, es gibt einige Hunde, die mehr oder weniger ohne Belohnungen unermüdlich und mit Spaß Kommandos ausführen. Für diese Hunde ist die Beschäftigung, das Arbeiten mit ihnen selbstbelohnend. Das können zum Beispiel Vertreter bestimmter Hütehundrassen sein, die züchterisch auf diese Art von Tatendrang selektiert wurden, also eine bestimmte Arbeitsfreude in ihren Genen tragen, was aber auch nicht bei allen Hütehunden der Fall ist. Die meisten Hunde aber brauchen handfestere Vorteile bzw. Belohnungen, um ihr Verhalten den Wünschen des Menschen anzupassen. Wenn man dazu nicht bereit ist, besteht die Alternative, den Gehorsam zuverlässig zu halten, nur in Zwang, anders gesagt im Androhen oder Anwenden von Strafe. Das Vermeiden der Strafe ist für den Hund auch ein Vorteil, daher ist es möglich, über das Androhen von Strafe gewünschte Reaktionen zu erhalten.
Aber da ist die Wahl für uns wirklich einfach: Wir geben unseren Hunden lieber bis an ihr Lebensende Belohnungen, als immer wieder Zwang und Gewalt ausüben zu müssen, um sie zum zuverlässigen Arbeiten zu kriegen. Abgesehen davon glauben wir schon, dass unsere Hunde uns wirklich mögen … bestimmt auch wegen der leckeren Futterbelohnungen, die wir für sie bereithalten. :)

Die zweite Motivationsmöglichkeit besteht darin, mit dem Hund zu spielen, wenn er eine Übung gut ausgeführt hat. Spiel kann eine sehr gute Motivation sein, wenn man einen aktiven, immer zu Abenteuern aufgelegten und spielbegeisterten Hund hat, für den Leckerchen zwar toll sind, aber eben nicht so toll wie spannende Interaktionen. Gerade das Abrufen von anderen Hunden kann durch Spielmotivation (z.B. ein Rennspiel mit dem Halter als Belohnung für das Zurückkommen) oft sehr zuverlässig beigebracht werden. Zwei Dinge sind dabei aber sehr wichtig zu beachten: Erstens muss das Spiel als Belohnung zu dem Kommando passen, das man gerade üben möchte. Wird dem Hund ein Ruhekommando wie beispielsweise „Platz“ beigebracht, und nach jedem Durchgang wird er mit einem wilden Spiel belohnt, so macht man es dem Hund unnötig schwer, da er beim Kommando „Platz“ lernen soll, ruhig und entspannt zu liegen. Die Belohnung „wildes Spiel“ bringt ihn aber jedes Mal in eine ganz andere, aufgeregte Erwartungshaltung, die er beim nächsten „Platz“ innerhalb von einer Sekunde wieder abstreifen soll. Daher eignet sich für Ruhekommandos wie „Sitz“, „Platz“, „Bleib“ oder „Steh“ die Futterbelohnung deutlich besser. Zweitens ist wichtig, dass die Spielmotivation eben MOTIVATION sein soll, kein Aufpushen des Hundes und erst recht keine Erzeugung von Abhängigkeit. Das Spiel mit Gegenständen, insbesondere das ständige Werfen von Bällen oder Stöckchen, hat oft zur Folge, dass der Hund sich sehr aufregt oder sogar derart auf sein Spielzeug fixiert wird, dass er zum Spieljunkie mutiert, der wie ein Süchtiger dem „Motivationsobjekt“ in Herrchens oder Frauchens Hand nachjagt. Oft entsteht beim Hund dadurch ein sehr hoher Stresslevel. Hinzu kommt, dass dieses Spielzeug als Beute so viel Wichtigkeit im Leben unseres Hundes erhält, dass erschnell bereit ist, es gegen Artgenossen zu verteidigen, denn da, wo eine so wertvolle Beute ist, ist die Beuteaggression nicht weit. Last not least stellt sich für uns die Frage, wer wirklich einen Hund haben möchte, dessen Persönlichkeit so weit manipuliert wurde, dass ihn Sozialkontakte zu Artgenossen, das Schwimmen im Wasser oder das Toben über die Wiese nicht mehr interessieren, wenn das Objekt der Begierde in des Meisters Hand vorgeführt wird?! Wir finden es eher erschreckend und traurig, wenn uns Hundehalter mit zufriedener Miene erklären, nach langem Training könnten sie ihren Hund nun endlich an jedem Reiz vorbeiführen, solange sie sein Bällchen hochhalten. Dies ist für uns keine Motivation mehr, sondern die Erzeugung von Abhängigkeit. Ebenso, wie der Drogensüchtige sich auf seine Droge nicht wirklich freut, sondern von ihr abhängig ist und ohne sie nicht leben kann. Wir wünschen uns motivierte Hunde, keine süchtigen. :)

Als weitere Motivationsform gilt die positive Zuwendung in Form von Lob und Streicheln. Wir freuen uns über die gute Leistung unseres Hundes und teilen diese Freude mit ihm über freundliche Worte und zum Beispiel ein wohliges Kraulen über den Kopf.
Manche Hunde sind davon sehr angetan, andere finden das o.k. und warten mit fragendem Blick auf die eigentliche Belohnung (z.B. leckeres Futter) und wieder andere finden diese Art der Zuwendung eher aufdringlich und könnten darauf gut verzichten. Dies hängt einerseits vom Charakter des Hundes ab, andererseits aber auch davon, wie Herrchen oder Frauchen loben und streicheln. Denken Sie immer daran, dass Hunde die menschliche Körpersprache oft ganz anders verstehen, als sie von uns gedacht war: Theatralisch anmutende Lobeshymnen mit weit ausladenden Armbewegungen, aufgeregtem Hüpfen und Quietschstimme werden unter Umständen eher als Warnsignal, Unsicherheit oder ungute Aufregung verstanden. Mit tiefer Bassstimme und resolut ausgesprochene Sätze wie „So ist es recht!“, während der Hund mit Klopfbewegungen auf dem Kopf „gestreichelt“ wird, nimmt er eher als Einschüchterung oder evtl. sogar als Aggression wahr. Die Engländer nennen diese Form des Lobes „Give him a headache!“, was so viel bedeutet wie: „Mach ihm Kopfschmerzen!“ Eine freundliche, ruhige Stimme und ein sanftes Streicheln wären so mancher Hundeseele lieber. Wir empfehlen: Achten Sie auf die Reaktionen Ihres Hundes! Zeigt er durch Anschmiegen, dass ihm die Streicheleinheit gefällt, oder duckt er sich eher ab und versucht, sich den Berührungen zu entziehen? Wichtig bei der Motivation über positive Zuwendung ist, dass der Hund sie auch als angenehm und motivierend empfindet. Ansonsten ist es nämlich gar keine Motivation, sondern unter Umständen nur freudiger Überschwang unsererseits, weil der Hund gut mitgearbeitet hat.

Zuletzt sei noch eine Motivationsart genannt, die Gott sei Dank von immer mehr Hundehaltern abgelehnt wird und nur noch bei sehr veralteten Trainingskonzepten zur Anwendung kommt: die Meidemotivation. Sie heißt deshalb so, weil der Hund motiviert ist, zu gehorchen, um die Reaktion des Halters zu vermeiden. Gearbeitet wird über einschüchternde Stimme, Schläge, Ziehen an den Ohren, Treten auf die Pfoten und andere Schmerzeinwirkungen, über Vereinsamung, Einschüchterung und psychisches Kaputtmachen, um den Hund dann wieder nach den Wünschen des Halters oder Trainers „aufzubauen“.
Der Hund führt alle geforderten Handlungen so schnell wie möglich aus, soweit seine Angst dies zulässt, um einer solchen Strafe zu entgehen. Macht er seine Arbeit wirklich gut, werden von manchen Trainern sogar so genannte „Verleitungen“ aufgebaut, womit gemeint ist, dass der Hund absichtlich dazu gebracht wird, Fehler zu machen, damit man ihn dann wieder strafen kann. In einem Erziehungsvideo über Jagdhunde fällt zum Beispiel der Satz: „Nun müssen wir den Hund zum Ungehorsam zwingen, damit wir das Teletakt (Reizstromgerät) einsetzen können.“ Dieses vollkommen unlogische Vorgehen (denn der Hund gehorcht ja bereits, und genau das war doch das Ziel, oder?!) lässt leider nur zwei Schlüsse zu: absolutes fachliches Unvermögen oder eine perverse Lust, den Hund zu strafen, egal, ob er nun hört oder nicht. In dem gleichen Video ist übrigens ein Hund zu sehen, der vor lauter Angst so stark zittert, dass er sein Apportel kaum in den Fang nehmen kann, obwohl er weiß, was er tun soll. Der Ausbilder macht gut gelaunt weiter mit der „Ausbildung“ und bemerkt offensichtlich gar nicht, wie es dem armen Tier geht. So wenig Fachwissen macht wütend und so wenig Empathie macht Angst.

Wir sind froh, dass viele Hundehalter diese Methoden ablehnen und bewusst auf positive Motivation über Futterbelohnung, Spiel oder positive Zuwendung setzen. Aber auch die hat ihre Grenzen, und so hören wir immer mal wieder verzweifelte Sätze wie: „Da kann ich mit einer ganzen Fleischwurst vor seiner Nase herumwedeln, er macht das trotzdem nicht. Obwohl er Fleischwurst liebt.“ Woran kann das liegen? Wir glauben, dass eine in Aussicht gestellte, attraktive Belohnung eben nur ein Teil der Motivation ist.
Zwei weitere wichtige Aspekte dürfen nicht außer Acht gelassen werden:

1. Der Hund muss sich der Aufgabe gewachsen fühlen
Selbst wenn man uns als Belohnung ein wunderschönes Haus mit riesigem Garten und Swimmingpool anbieten würde, wären wir nicht motiviert, an eine Aufgabe heranzugehen, bei der wir davon ausgehen müssten, dass wir scheitern werden. Wir sind beide nicht sehr sportlich, und deshalb würden wir zum Beispiel die Aufgabe „Lauf morgen den 42-Kilometer-Marathon, dann kriegst du das Anwesen“ gar nicht erst angehen, ganz egal, wie attraktiv die in Aussicht gestellte Belohnung ist. Im Gegenteil, unser Unvermögen, diese Aufgabe zu bewältigen, und der daraus resultierende Frust würden uns dem ganzen Thema Sport oder auch der Person, die uns dieses Angebot gemacht hat, genervt gegenüberstehen lassen.

Genau das gleiche Phänomen beobachten wir auch bei den Hunden. Sie trauen sich die gestellte Aufgabe nicht zu, weil sie zum Beispiel nicht schrittweise an sie herangeführt wurden, weil sie einfach zu schwierig für sie ist oder weil sie keine ausreichende Hilfestellung bekamen. Für den Außenstehenden sieht es so aus, als interessiere der Hund sich gar nicht für die Belohnung. In Wirklichkeit hat er aufgegeben, weil er sich hoffnungslos überfordert fühlt.

Auch wenn ein Irish Setter mit Leichtigkeit über eine Hürde springt, muss ein gleich großer, aber doppelt so schwerer Berner Sennenhund das nicht auch schaffen. Der über Monate ausgebildete Rettungshund läuft ohne Zögern über eine wackelnde Hängebrücke, nun soll der halbjährige Schäferhund des Vereinskollegen das auch mal probieren – und scheitert natürlich, weil Herrchen oder Frauchen mit ihren Anforderungen geradezu größenwahnsinnig anmuten. Der Hund fühlt sich überfordert und frustriert, er verliert an Selbstvertrauen und traut sich immer weniger an neue Aufgaben heran – oder zumindest an solche, die von dem Menschen gestellt werden, der ihn immer wieder überfordert hat.

Es ist also wichtig zu bedenken, dass die Motivation des Hundes auch ganz entscheidend von seiner Einschätzung abhängt, ob er sich der Aufgabe gewachsen fühlt und gute Chancen sieht, sie zu lösen.


2. Die Rahmenbedingungen müssen passen
Auch wenn die in Aussicht gestellte Belohnung stimmig ist und der Hund sich einer Aufgabe grundsätzlich gewachsen fühlt, kann die Motivation unzureichend sein. Dies ist dann der Fall, wenn die Rahmenbedingungen nicht stimmen. Nehmen wir an, Sie könnten sehr gut kopfrechnen und man böte Ihnen 500,-- Euro dafür an, dass Sie drei Stunden lang einfache Rechenaufgaben im Kopf lösen. Klingt gut, oder?!
Aber wie wäre es um Ihre Motivation bestellt, wenn diese drei Stunden mitten in der Nacht auf freiem Feld bei Schneeregen stattfinden sollten und Sie nur mit leichter Jeans und T-Shirt bekleidet wären? Oder auf einer seit Wochen nicht gereinigten Bahnhofstoilette? Dieses Szenario mutet auf den ersten Blick unrealistisch an, aber schauen wir mal näher hin: Auf vielen Hundeplätzen werden auch heute noch im Winter bei Eiseskälte lange Übungseinheiten mit „Sitz“, „Platz“ und „Bleib“ auf kaltem, matschigem Boden verlangt. Die Trainer und Hundehalter achten bei diesen Übungen nicht darauf, ob die Hunde frieren, es ihnen unangenehm ist, sich in den Dreck zu legen, oder andere Rahmenbedingungen nicht stimmen. Die Hunde sollen einfach tun, was ihnen gesagt wird, und damit fertig. Schließlich kennen sie das Kommando ja!
Aber Rahmenbedingungen gehören eben auch dazu, und auf sie zu achten und damit die Bedürfnisse des Hundes zu würdigen, dazu möchten wir anregen, denn die meisten Menschen möchten ihrem Hund ja eigentlich Gutes tun.

Wenn die Rahmenbedingungen nicht stimmen, sind unsere Hunde wenig bis gar nicht motiviert, angesagte Übungen auszuführen, obwohl sie diese eigentlich beherrschen und Leckerchen zur Belohnung in Aussicht gestellt werden. Passende Rahmenbedingungen können übrigens für jeden Hund anders aussehen. Die Herdenschutzhündin Emma, die vor einigen Jahren ins Training kam, legte sich ohne zu zögern beim schlechtesten Wetter für Stunden nach draußen, ihr dickes Fell schützte sie genug, mit ihr konnte man bei jedem Wetter arbeiten – außer bei Hitze, da konnte sie sich auf rein gar nichts konzentrieren. Zwei kurzhaarige Hunde, die zur Zeit trainiert werden, blühen dagegen bei Wärme auf und lernen die tollsten Sachen – sobald aber Regen vom Himmel fällt, muss das Training abgesagt oder in einen Innenraum verlegt werden, denn sie fangen sofort an zu zittern und zufrieren und ihre Motivation sinkt auf null. Beide bekamen deshalb inzwischen einen Mantel. :)

Um den Hund zu guter Arbeit zu motivieren, sind also mindestens drei Dinge erforderlich: eine erstrebenswerte Belohnung, dass sich der Hund der Aufgabe gewachsen fühlt und passende Rahmenbedingungen.

Betrachten Sie unter diesen Gesichtspunkten doch einmal, wie Sie in der letzten Zeit mit Ihrem Hund trainiert haben. Vielleicht können Sie das ein oder andere ändern, damit er in Zukunft (noch) besser motiviert ist? Wir wünschen viel Spaß und Erfolg bei der gemeinsamen Arbeit! :)


Clarissa v. Reinhardt, www.animal-learn.de
Marion Elstrodt, www.hundepartner.com

PS: Hiermit laden wir alle Hundefreunde ein, bei der Verbreitung dieses Textes zu helfen. Wir erlauben als Autorinnen ausdrücklich, ihn (vollständig, unverändert und unter Nennung der Quelle) auf anderen Homepages zu veröffentlichen, auszudrucken und zu verteilen oder auf ihn hinzuweisen. :)
Hunde richtig einschätzen - Missverständnisse vermeiden
Hunde richtig einschätzen - Missverständnisse vermeiden

Die Körpersprache der Hunde entschlüsseln
Hunde sind sehr soziale Lebewesen, ihr Ausdrucksverhalten ist differenziert und komplex; sie haben Gefühle (was wissenschaftlich bewiesen ist), sie sind authentisch und leben enger denn je mit uns Menschen zusammen. Als verantwortungsvoller Hundebesitzer ist es daher nicht nur wichtig zu erkennen was der Vierbeiner mit teils feinen Nuancen ausdrückt, sondern ebenfalls emphatisch und adäquat darauf einzugehen.
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Zum Nachdenken
Fairplay bei Hundebegegnungen

Stellen Sie sich vor: Auf einem Spaziergang begegnen sich fremde Mensch-Hund-Teams.
Die Hundehalter sind umsichtig, nehmen den eigenen Hund frühzeitig an die Leine (falls er sich im Freilauf befindet), dann nähern sie sich dem Gegenüber an lockerer Leine in einem großzügigen Bogen. Die Hundehalter sprechen freundlich mit ihren Hunden, bieten ihnen Orientierung und Sicherheit. Währenddessen beobachten sie das Ausdrucksverhalten ihres Hundes und das des Gegenübers und entscheiden bei einer stimmigen Gesamtsituation einander anzusprechen, ob ein Direktkontakt erwünscht ist.

Eine Variante wäre es, wenn ein Besitzer den anderen Hundehalter bereits von weitem aufgrund seines eigenen Verhaltens zu verstehen gibt, dass kein Kontakt erwünscht ist. Zum Beispiel nimmt er seinen Hund an die Leine und versucht eine größtmögliche Distanz herzustellen, oder er geht in die Gegenrichtung, hinter ein Auto, in eine Einfahrt, wendet dem anderen Team den Rücken zu, usw. und/oder er streut ggf. Futter auf den Boden. All dies zeigt wie offensichtlich kein Kontakt erwünscht ist, die Situation aber so stressfrei wie möglich gehalten werden soll. Unter Umständen wird auf Hördistanz die Bitte ausgesprochen, den fremden Hund an die Leine zu nehmen – und dies vom Gegenüber ohne Umschweife in die Tat umgesetzt.

Eigentlich sind beide Varianten super simpel und für alle Beteiligten, ob mit zwei oder vier Beinen, sehr angenehm.
Oder?
Leider zeigt die Realität häufig ein ganz anderes Bild und so werden Mensch-Hund-Teams:
Ungefragt in einen direkten Hundekontakt gedrängt.
Mit Sätzen begrüßt wie: „Die machen das unter sich aus!“, „Hunde brauchen Sozialkontakte!“, usw.
Mit Tipps und/oder Fragen konfrontiert, wenn der Hund die Art und Weise der Annäherung (noch) nicht verträgt und entsprechend reagiert.
In Diskussionen eingebunden, warum der Hund in die Leine zieht, meidet, bellt, usw.
Als Auslöser an einer unerwünschten Reaktion bezichtigt, denn der Hund müsse „einfach nur abgeleint werden“, oder der Halter „mal richtig durchgreifen“.
Angesprochen, dass sie keine Sorgen haben müssen, denn: „Der tut nix“ und „Der will nur spielen!“
Bewertet, teilweise sogar beleidigt, und/oder sie erhalten den Ratschlag mal in eine Hundeschule zu gehen.
Mit den Hunden allein gelassen, weil das Gegenüber seinen Focus auf Handy und iPod gerichtet hat, anstatt auf den eigenen Hund.
Mit dem Kommentar beruhigt, dass der eigene Hund dann eben lernen würde angeleinte Artgenossen in Ruhe zu lassen, wenn diese sich ihm entsprechend abwehrend verhalten.
Teilweise sogar angezeigt, wenn ihr Hund abschnappt (ich spreche in diesem Zusammenhang bewusst nicht von Beißvorfällen), weil er nicht „wesensfest“ sei.
In gewisser Hinsicht „verfolgt“, obwohl sie versuchen auszuweichen, usw.
Die Begebenheiten sind vielfältig, ob auf dem Spazierweg, Parkplatz, vor einem Geschäft, der Tierarztpraxis, in der Stadt, usw., aber der Ablauf in der Regel gleich: Zu einem an der Leine befindlichen Hund geht oder läuft ungefragt ein unangeleinter Hund, oder ein angeleinter Hund nähert sich ziehend mit seinem Menschen im Schlepptau.
Natürlich haben auch schon mehrere im Freilauf befindliche Hunde einen einzeln angeleinten Hund in die Bredouille gebracht, oder ein unangeleinter Hund eine an der Leine befindliche Hundegruppe.

Aber warum ist das so?
Wo sind der Respekt und die Toleranz geblieben?
Vielleicht liegt es daran, dass Hundebesitzer durch das gesellschaftliche Umfeld mit mehr Druck und weniger Freiräumen belegt werden, sie gewissermaßen „verlernt“ haben direkt miteinander zu reden, die Medien eine gewisse Sichtweise und Umgang mit Hunden publizieren und suggerieren, es immer noch in vielen Hundeschulen gelehrt wird einander frontal zu nähern, die Menschen ein Gefühl für die Natur und ihren Hund verloren haben, dass Perfektionismus in Beziehungen und dem Sein groß geschrieben wird, usw.
Erinnern Sie sich noch an die Zeiten, in denen man sich zurief: „Rüde oder Hündin?“ Selbstverständlich ist das Geschlecht kein Garant für ein friedliches Zusammentreffen, aber immerhin suchten die Besitzer das Gespräch, um zu klären was nun sinnvoll ist.

In der Regel wird von Seiten der Menschen allerdings fast immer auf unfreundliche, bis hin zu strafender, Art und Weise auf die Hunde reagiert (an dieser Stelle kann beliebig eingefügt werden, was jeder Einzelne für Strafe/Gewalt hält…), anstatt positiv zu agieren.

Fazit und Fakt ist, sobald die Stimmung kippt, und dies teils körperlich für die Vierbeiner spürbar wird, haben beide Hunde wieder einmal gelernt, dass Begegnungen nichts Gutes beinhalten. Und da reicht es bei manchem Hund aus, dass er mit ansieht wie ein Artgenosse behandelt wird.

Aus Sicht des Hundes, der (noch) nicht jede Form der Annäherung verträgt, bedeutet es jedes Mal einen Rückschritt. Erinnerungen an ähnliche Situationen tauchen auf und erfolgreiche Strategien (meiden, einfrieren, verteidigen, rumalbern) greifen. Die Ursachen hierfür sind mannigfaltig und sollen daher nicht Gegenstand dieses Artikels sein.
Dem im Freilauf befindlichen Hund geht es unter Umständen nicht besser. Von seiner Bezugsperson bekommt er in der Regel gar keine, oder keine positive Rückmeldung oder sinnvolle Alternativen geboten. Alleingelassen in der Situation verhält auch er sich, wie es für ihn am erfolgversprechendsten ist, bzw. was seine Erfahrungen mitbringen. Die Folgen für das Sozialverhalten und Lernen sind somit in der Regel eher ungünstig.

Bleiben beide Hunde an der Leine, hört man eigentlich immer nur Warnungen wie: “FUSS!“, „NEIN!“, „HÖR AUF!“, „AUS!“, „LASS DAS!“ oder „PFUI ist das!“.
Wäre es nicht schöner, frühzeitig ein positiv aufgebautes Umlenksignal zu verwenden? Oder ein ebenso positiv aufgebautes „Kein Hallo sagen.“, oder „Heute nicht.“ und den Hund rechtzeitig mit einem Hör-und Sichtzeichen zum Weitergehen zu animieren?
Stattdessen wird in die gute alte Schublade der Meidemotivation gegriffen. Den Hunden wird somit widererwarten zu verstehen gegeben, dass Hundekontakte eher unerfreulich sind – dank einer negativen Assoziation.
Ein Kontakt an der Leine kann sehr wohl funktionieren, wenn einige „Spielregeln“ eingehalten werden. Wie diese im Detail aussehen ist von Hund zu Hund und Situation zu Situation verschieden und würde bei weitem den Rahmen dieses Beitrages sprengen.

Aber ein wesentlicher Faktor ist das Ausdrucksverhalten, hier im Besonderen die Beschwichtigungssignale. Sie bilden den Schlüssel zum Verstehen und sind im Grunde unverzichtbarer Bestandteil, wenn man Hunde richtig einschätzen und damit respektvoll, fair und achtsam führen möchte. Mit diesem Wissen im Gepäck wären manch unschöne Konfrontationen gar nicht erst entstanden.

Vielleicht setzt sich die internationale Aktion „Gelberhund“, auch „Gulahund“ oder „Yellowdog“ genannt, endlich durch. Sie setzt auf Prävention und Toleranz bei Hundebegegnungen.
Detaillierte Informationen, kostenlose Flyer und Poster zu dieser Aktion finden Sie unter -->
www.GULAHUND.se
Internationale Aktion "Gulahund / Yellowdog / Gelber Hund"
Internationale Aktion "Gelber Hund"

2012 wurde die Aktion "Gulahund / Yellowdog / Gelber Hund" in Schweden ins Leben gerufen und mittlerweile ist sie eine urheberrechtlich geschützte Kampagne.
Die gelbe Markierung am Hund heißt schlicht und einfach "Mein Hund braucht etwas mehr Abstand als andere". Es gibt eine Menge Gründe, warum ein Hund mehr Abstand benötigen kann. Erste Informationen finden Sie auf den unten abgebildeten Flyern. Zusätzliche Details und Material zum Download bekommen Sie mit einem Klick auf -->
www.GULAHUND.se
oder auf der deutschen Seite vom Gulahund Yellowdog Program -->
www.GULAHUND.de
, dort gibt es unter "Aktuell" sogar einen Videobeitrag.
Internationaler Berufsverband der Hundetrainer & Hundeunternehmer (IBH) e.V.
Internationaler Berufsverband der Hundetrainer & Hundeunternehmer (IBH) e.V.

In Deutschland gibt es derzeit keine einheitlichen und verbindlichen Ausbildungsrichtlinien über die Erlaubnispflicht gemäß §11 des Tierschutzgesetzes - geschützte Berufsbezeichnungen fehlen ebenso.

Das Hauptaugenmerk der Mitglieder des IBH liegt auf dem respektvollen Umgang mit dem Hund-Mensch-Team, sowie auf der gewaltfreien Ausbildung und Betreuung des Partners Hund. Dies schließt die Verpflichtung mit ein, keine Methoden oder Hilfsmittel zum Einsatz zu bringen, die dem Hund Schmerzen, Angst oder einen Schrecken bereiten oder ihn in seiner Würde verletzen.
Durch die Zusammenarbeit mit anderen Verbänden, staatlichen Stellen, den Tierärztekammern sowie den Medien schafft der IBH nachhaltig Aufklärung im Sinne eines respektvollen und gewaltfreien Umgangs mit Hunden.

Auf der Seite des IBH e.V., der unabhängigen Vereinigung von Hundetrainer/innen und Hundeunternehmer in Deutschland und Europa, finden Sie die Ziele, Philosophie, Qualitätsstandards und sicherlich auch Ansprechpartner in Ihrer Nähe.
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www.IBH-HUNDESCHULEN.de


Untenstehend finden Sie den IBH-Flyer zum Download:
Internationaler Berufsverband der Hundetrainer & Hundeunternehmer (IBH) e.V.
IBH-Flyer (1,83M)
Kind & Hund
Kind & Hund

> Vorbild und Liebe – das ist, was unsere Kinder brauchen in einer Zeit, die von Schnelllebigkeit und Hektik geprägt ist. Vorbild als Mensch, der respektvoll und wertschätzend mit dem umgeht, was er hat – der Zeit, die ihm zur Verfügung steht, dem Wissen, der Familie, den Freunden und: dem Familienmitglied Hund. Liebe als Mensch, der fühlt und Empathie jedem Lebewesen auf diesem Planeten entgegenbringt. So können wir einer besseren Welt entgegensehen und einer Generation, nicht mehr auf das schaut, was nicht funktioniert, sondern die Wert auf das Positive legt – die der Hundehalter von morgen eben. <
Aurea Verebes
Unsere Buchempfehlung

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Von der Fachstelle für tiergerechte Tierhaltung und Tierschutz (Österreich) stammt der gleichnamige Flyer, den wir gerne für Sie als Download zur Verfügung stellen:
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Flyer - Fachstelle für tiergerechte Tierhaltung und Tierschutz (Österreich) (1,46M)
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Mit Ihren Gefühlen machen einige Menschen sehr, sehr viel Geld - auf Kosten der körperlichen und psychischen Gesundheit des Hundes.
Informieren Sie sich mit den untenstehenden Artikeln (zum Download), um eine Odyssee für alle Betroffenen (Elterntiere, Welpen, Neubesitzer) zu vermeiden:
Ein Hund aus „Billigproduktionen“ und dem Zoofachhandel – und Sie haben Ihr gesamtes Leben etwas davon
Artikel von Mirjam Cordt, DOG-InForm, www.dog-inform.de (81,06K)
Artikel "Das dreckige Geschäft" von Nicola Förg
PDF (2,29M)
Übrigens
Nicht nur Hunde werden in Massen produziert. Unsägliches Leid ertragen ebenso Katzen, Kaninchen, Meerschweinchen, …
Nie mehr Langeweile
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Pfundige Hunde
Pfundige Hunde

Hier finden Sie erste Informationen zum Thema Übergewicht beim Hund, und wie Ihr Vierbeiner auf genussvollem Weg zum Idealgewicht gelangen kann.
Einfach die Broschüre über den Download einsehen:
Wenn das Fell langsam zu eng wird…
Broschüre von Bettina Specht, Hundeschule Tirol, www.hundeschule-tirol.at (1,14M)
SchnupperZEIT
Hundenasen im Einsatz

Vielleicht haben Sie es schon bemerkt, in den Portraits unserer Hunde werden oft Spiele für Nase und Kopf erwähnt.
Warum wir diese vermehrt einsetzen?
Nun, die Natur hat Hunde mit einem hervorragend ausgebildeten Sinn ausgestattet, dem Geruchssinn. Und so leben sie, im Gegensatz zu uns „geruchsblinden“ Menschen, in einer „bunten“ Welt der Düfte. Demzufolge ist es sinnvoll, Hunden die Möglichkeit zu bieten, die Nase gezielt zu aktivieren.

Ob im Wohnbereich oder unterwegs, mit dem Einsatz der Nase kann man Hunde adäquat beschäftigen, ihr Wohlbefinden steigern und das Verhalten positiv und nachhaltig beeinflussen.

Schnupperspiele eignen sich für alle Hunde! Welpen und Hundesenioren, jagdlich motivierte Hunde, Hunde die gestresst sind (z.B. nervös, hektisch, schwer ansprechbar), Hunde die diverse Probleme im Verhalten aufzeigen, Hunde mit einem Handicap oder in der Rekonvaleszenz, Hunde die unter nicht so optimalen Bedingungen aufwachsen konnten (Deprivationssyndrom), Hunde die zurückhaltend und introvertiert sind, usw., profitieren davon.

Die Nebenwirkungen :)
Nasenarbeit hinterlässt, passend und individuell eingesetzt, eine spürbar positive Veränderung im Zusammenleben - und damit auch im Training. Und zwar fördert sie die Entwicklung der Hunde gleich auf mehreren Ebenen, u.a. sind das: Konzentration, Ausdauer, Kooperation, Bindung, Problemlösung, Selbstbewusstsein, Selbstwirksamkeit/-vertrauen, Körpergefühl/-bewusstsein, usw.
Ein zusätzlicher Effekt: Nasenarbeit entspannt, macht zufrieden und ausgeglichen!

Abwechslung für die Nase Ihres Hundes finden Sie mit nur einem Klick auf
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Bilder indoor: Effi sucht im Deckenhaufen, Lenni und Luca suchen in der Schnüffelwanne, Charly unter der Pylone

Bilder outdoor: Luca sucht im Laub, Freddy am Reifen, Lenni im "Bleib" auf Distanz und bei anschließender Suche


Weitere Ideen gesucht?
Auf der Seite SpieleREICH stellen wir Ihnen ganz leicht umsetzbare Ü-Pakete für Hunde vor.
Schauen Sie doch mal rein!
Schnüffelgärten
Für alle die zum Wohlergehen der Hunde beitragen und neue Wege gehen möchten ist die kostenlose Aktion von Trainerkollegin Carolin Reger eine Option. Alle wichtigen Informationen können Sie auf
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www.SCHNUEFFELGAERTEN.de
"erstöbern".

Bild: Schnüffelgärten, Carolin Reger
Sommerzeit mit Hund
Sommerzeit mit Hund

Die schönste Zeit des Jahres kann für unseren Teampartner auf 4 Pfoten sehr schnell zu einer Belastung werden. Damit es erst gar nicht so weit kommt, finden Sie im Folgenden einige Anregungen.

Wichtig zu wissen ist, dass aufgrund der hohen Temperaturen die Konzentration und körperliche Fitness bei Hunden deutlich absinkt. Die Herz-Kreislaufbelastung nimmt zu. Hunde können jetzt insgesamt deutlich weniger leisten. Somit sind sie weder dominant noch ungehorsam, wenn sie schlechter mitarbeiten.

Durch die Hitze sinkt die Reizschwelle und damit einhergehend kann die Bereitschaft zu Überreaktionen steigen. Das ist normal und auch bei uns Menschen ein bekanntes Phänomen (Stau auf der Autobahn im Sommerreiseverkehr…). Da die Reserven schneller verbraucht sind, ist es sinnvoll Hunde in dieser Zeit vor körperlichen und geistigen Überbelastungen zu bewahren, indem man alles deutlich reduzierter angehen lässt.
Pausen, in der Trainings-/Übungs- und Spielzeit, sind nur dann wirkliche Pausen und dienen der Entspannung, wenn die Hunde zu keiner Aktion angeregt werden, bzw. sie sich nicht in ein Kommando begeben sollen. Das Angebot von häufigeren Pausenintervallen und -längen wäre optimal, damit sich der gesamte Organismus erholen kann.

Viele Hunde wissen als Alternative zu Beutefang-, Rennspielen, etc. eine ruhige Beschäftigung zu Hause oder unterwegs sehr zu schätzen. Eine geringe Anforderung ist im Sommer bei der Nasenarbeit zu empfehlen, da beim sehr intensiven und minutenlagen Dauerschnüffeln die Schleimhäute rasch austrocknen und die Atem- und Pulsfrequenz ansteigt.
Alternativ wirkt sich ein Schnüffelgarten auf mehreren Ebenen positiv aus.
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Sehr einfach kann man erkennen, dass es einem Hund zu viel wird und eine Veränderung der Situation oder eine Pause notwendig ist. Neben diversen Stress-Symptomen zeigen Hunde ein so genanntes Stressgesicht: Dabei sind die Ohrenansätze eng Richtung Hinterkopf gezogen, es bilden sich deutliche Falten an den Augen- und Maulwinkeln, die Maulwinkel werden außerdem nach hinten gezogen und der Hund hechelt verstärkt. Sein Blick wirkt angespannt und unruhig, die Gesichtskonturen treten deutlicher hervor.
Aktivitäten im Freien, in gekürzter Form, günstigenfalls in die frühen Morgen- und späten Abendstunden legen – meistens ist es dann kühler. Zu bevorzugen sind schattige Areale und die Mitnahme von ausreichend Wasser darf gerade bei längeren Touren nicht fehlen. Es gibt sogar faltbare Näpfe für unterwegs, aber auch der Napf oder ein Picknickbecher leisten gute Dienste.

Manche Hunde mögen es, wenn man sie vorsichtig mit Wasser abkühlt. Sei es mit einem durchnässten Tuch, mehreren Becher Wasser oder sanft laufendem Wasserstrahl. Aber Achtung: Das Wasser darf nicht eisig sein! Um Kreislaufprobleme zu verhindern, dürfen Hunde nicht sofort nach einer körperlichen Belastung abgekühlt werden. Eine gute Beobachtungsgabe des Ausdrucksverhaltens (u.a. Beschwichtigungssignale) hilft, um früh genug zu erkennen, ob der Hund wirklich mit dieser Art der Abkühlung einverstanden ist.

Eine in vielen Baumärkten erhältliche Strandmuschel für Kinder (für kleinwüchsige Hunde eine flache Wanne) kann man im Garten prima zum Hundepool umfunktionieren, den der Hund freiwillig nutzen kann. Wichtig dabei ist, dass er sich in keiner Weise gefährdet und der Wasserwechsel nicht vergessen wird.

In der hochsommerlichen Zeit benötigen Hunde generell mehr frisches Trinkwasser zur freien Verfügung als sonst. Außerdem sollten sie jederzeit eigenständig einen schattigen Ort oder Innenraum zur Abkühlung aufsuchen können.
Hunde sollten ab ca. 18°C nicht mehr ohne Aufsicht im Auto alleingelassen werden! Schnell ist der gewählte Schattenplatz der Sonne gewichen und alsbald kann eine Überhitzung der Hunde die Folge sein. Auf einen Spalt heruntergelassene Fenster sind in keiner Weise ausreichend! Fenstergitter und Adapter für den Kofferraum ermöglichen zwar etwas Luftzirkulation, aber nur für einen sehr kurzen Zeitraum!

Es gibt Hunde, die aus den unterschiedlichsten Gründen einen Maulkorb tragen müssen. Verwendung finden sollten aber, nicht nur im Sommer, unbedingt nur gut sitzende Modelle aus Kunststoff oder Metall – die ihrem Namen gerecht werden und zwar als Korb gefertigt sind. Sie gestatten uneingeschränkt zu Hecheln (nur so können Hunde ihre Körpertemperatur regulieren) und Wasser, ggf. Futterbelohnungen aufzunehmen. Mittlerweile gibt es auf dem Markt für jeden Hundekopf das passend geschnittene Modell.

Wenn Symptome wie schnelles Hecheln mit weit geöffnetem Fang bis hin zur Atemnot, erhöhte Herzfrequenz und Körpertemperatur, Koordinationsprobleme, Durchfall und Erbrechen bei Hunden auftreten, ist ein sofortiger Tierarztbesuch notwendig!

Nicht nur Hunderassen mit viel Unterwolle kann man Erleichterung verschaffen, indem man sie mit einem speziellen Kamm, der besonders eng anliegende Zinken hat, vorsichtig ausbürstet.
Wenn ein Hund zu den Brachycephalen („kurznasigen“) Typen gehören, ist seine Atmung tendenziell eingeschränkter, als bei anderen Rassevertretern. Die Wärmeabgabe über das Hecheln ist dann im Sommer zusätzlich erschwert.

Hunde mit Erkrankungen und/oder Handicap bedürfen jetzt einer besonders sensiblen Aufmerksamkeit. Und gerade ältere Hunde und Welpen, sowie tragende Hündinnen, haben mit der sommerlichen Hitze zu kämpfen und sollten auf menschliche Fürsorge und Rücksichtnahme vertrauen dürfen.

In der Futteraufnahme können Hunde Veränderungen zeigen. Zum Beispiel, dass sie zu anderen Uhrzeiten Appetit bekommen, oder geringere Rationen aufnehmen. Das ist während der Hitze häufig der Fall, sollte aber im Auge behalten werden. Ein gefüllter und gekühlter KONG® bietet Abwechslung und Erfrischung.

Viele Rezeptideen und sinnvolle Anregungen zur artgerechten Beschäftigung sind auf -->
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Wir wünschen Ihnen beiden einen schönen Sommer!
SpieleREICH
Überraschungspakete für Hunde

Ü-Pakete für Hunde? Was ist denn das?
Diese Form der Beschäftigung hat nur Vorteile und wirkt sich, bei richtigem Einsatz, sogar therapeutisch auf den Hund aus!
Eine Förderung und Steigerung der Kooperation, Bindung, Konzentration, Problemlösung, Selbstwirksamkeit/-vertrauen, des Selbstbewusstseins, Körpergefühls/-bewusstseins und Wohlbefindens sind garantiert!
Durch den Einsatz aller Sinne, hier vor allem der Nase (!), kann Stress maßgeblich reduziert werden. Und natürlich kommen die Abwechslung im Hundealltag und der Spaß für Mensch und Hund nicht zu kurz.
Und so geht’s
Sie benötigen Verpackungsmaterialien, wie z.B. Küchen-/ Toilettenpapierrollen, Pappschachteln und Kartons – ohne Band-/Klebestreifenreste, weiches Backpapier und Werbeprospekte. Sie sollten sichergehen, dass Ihr Hund sich mit den Utensilien nicht gefährdet.
Außerdem, je nach Hund, unterschiedliche Futterbelohnungen. Gesunde Futterbelohnungen bestehen z.B. aus getrockneten Lungen-, Pansen-, Euter-, Fleisch-, Fischstücken. Zu große Stücke kann man i.d.R. gut mit einer Gartenschere (oder einem Hammer) in Form bringen.
Hundekekse dürfen ebenso Verwendung finden, wie Ochsenziemer oder Rinderohren. Bei letzteren erlebt Ihr Hund zusätzlich noch den beruhigenden Effekt durch das längere Kauen.
Alternativ, oder zusätzlich, können Sie Käse, Wurst und/oder Softkekse für Hunde verwenden.

Lassen Sie ihrer Kreativität freien Lauf und verpacken Sie die Futterbelohnungen zuerst in das „Packpapier“ und geben diese anschließend in die Schachtel. Bitte behalten Sie dabei den Könnensstand Ihres Hundes im Auge.
Je schwerer die Futterbelohnungen verpackt werden, desto höher ist die damit verbundene Anforderung. Passen Sie also die Ü-Pakete an Ihren Hund an und unterstützen Sie ihn ggf. besonnen und freundlich beim Auspacken.
Hier gilt: So wenig Hilfestellung wie nötig! Die Eigeninitiative des Hundes und der Spaß stehen im Vordergrund!
Tipps
Wenn Ihr Hund diese Form der Beschäftigung nicht kennt, bauen Sie das Ü-Paket so einfach zusammen, dass er bei der „Plünderung“ umgehend zum Erfolg kommt und somit motiviert ist weiterzumachen. Dies erreichen Sie, wenn Sie Öffnungen lassen und die Futterbelohnungen lose, in etwas höherer Stückzahl, z.B. in eine Papprolle füllen.

Ist Ihr Hund schon geübter, können Sie das Ü-Paket (oder gleich mehrere) im Wohnbereich und/oder Garten verstecken.
Auch hier gilt: Je kniffliger, desto schwerer für den Hund.

Übrigens fördert eine ruhige Atmosphäre die Konzentration und verhilft Ihrem Hund somit zusätzlich zum Erfolg.

Ob Einsteiger oder Profi, sprechen Sie keine Verbote aus und unterbrechen Sie den Hund nur im Notfall!

Lassen Sie Ihren Hund besser nicht mit den Ü-Paketen allein!

Im Mehrhundehaushalt genießt es sich getrennt besonders entspannt!
Zum guten Schluss
Die Ü-Pakete sind wirklich für fast jeden Hund geeignet - fast, denn ausgenommen sind Hunde die verstärkt zur Verteidigung von Ressourcen neigen, oder veranlagt sind die Verpackungen gleich mitzuessen.

Hunde ohne Zähne, oder die zum Schlingen neigen, können Sie z.B. mit einem gefüllten KONG® viel Freude bereiten. Unter anderem sind hier Leberwurst für Hunde und Quark das "Schmiermittel" der Wahl, um entsprechende Futterbelohnungen zu „verkleben“ und die Öffnung zu verschließen.

Wir wünschen beiderseits gutes Gelingen!

Viele weitere Ideen für "Kopf & Nase", Bauanleitungen und Kong®-Rezepte, sowie nützliche Informationen gibt es bei -->
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Stereotypien: Ein Hilferuf der Seele
Stereotypien

Dieser Hilferuf der Seele wird immer noch zu schnell einem "dominanten" oder "unerzogenen" Hund zugeschrieben. Dass dem nicht so ist und das der Hund seitens des Menschen viel Verständnis und Unterstützung benötigt, um aus diesem Teufelskreis zu entkommen, darüber handelt der folgende Artikel:
Stereotypien: Ein Hilferuf der Seele
WUFF – DAS HUNDEMAGAZIN – 9/05 (664,28K)
Thema: Brustgeschirre
Brustgeschirre

Bei der Verbreitung einer neuen Erkenntnis gibt es drei Phasen:
In der ersten wird sie totgeschwiegen,
in der zweiten bis auf‘s Messer bekämpft und
in der dritten für selbstverständlich genommen,
und jeder hat alles von Anfang an gewusst.

Konrad Lorenz


Antworten auf alle Fragen rund um das Brustgeschirr finden Sie in den untenstehenden Artikeln zum Download und als Link:
Pfiati Halsband – Servus Brustgeschirr!
Broschüre von Bettina Specht, Hundeschule Tirol, www.hundeschule-tirol.at (1,69M)
Ein Plädoyer für das Brustgeschirr
Artikel von Britta Homann-Zaun, www.dog-inform.de (1,67M)
Haben Sie schon einmal darüber nachgedacht, was unter dem Halsband passiert ?
Artikel von Els Vidts, www.freedogz.com (1,84M)
Brustgeschirr statt Halsband - angeschirrt statt abgeschnürt
Zur Homepage geht es hier entlang -->
www.GLADDOG.org
Erziehungsgeschirre mit Zug unter den Achseln (u. weiteres Equipment): Rechtliche Betrachtung, Einordnung, Wirkungsweise,...
Artikel von Andreas Baier, www.canis-pacalis.de (1,44M)
Geschirr vs Halsband

Brustgeschirr oder Halsband?!
In den letzten Jahren sieht man immer mehr Hunde, die über ein Brustgeschirr geführt werden, früher wurden beinahe ausschließlich Halsbänder verwendet. Deshalb werden wir häufig gefragt, welche Art der Halsung wir empfehlen. Unsere Antwort auf diese Frage lautet eindeutig: das Brustgeschirr! Die Gründe hierfür sind folgende:

Das Geschirr schont die Gesundheit des Hundes, denn sein gesamter Halsbereich bleibt unbelastet. Das hat zur Folge, dass die empfindliche Halswirbelsäule geschont wird, die beim Tragen eines Halsbandes extremen Belastungen ausgesetzt wird, denn nicht nur sie wird beeinflusst, sondern jeder Druck oder Ruck verursacht weiterlaufende Bewegungen im ganzen Körper, da der Hundekörper dabei verbogen wird.

Zusätzlich werden die Luftröhre und der Kehlkopf belastet, weshalb ein ziehender (oder gezogener!) Hund röchelt und hustet. Dies ist aber nicht das einzige Problem, denn wie alle Körperstrukturen hängt der Kehlkopf nicht einfach frei im Hals-Rachen-Bereich, sondern ist in ein Weichteilgewebe eingebetet. Das wichtigste Weichteilgewebe (leider häufig in seiner Funktion und Wichtigkeit verkannt) ist das Bindegewebe und bindegewebsartige Strukturen vernetzen unseren gesamten Körper. Dadurch kommt es zu einer Fernwirkung auf den gesamten Körper, wenn an einer Stelle eingewirkt wird. Es ist so, als ob man an einer Tischdecke zieht: Nicht nur der Teil, an dem wir ziehen, bewegt sich, sondern auch der Rest der Decke. Bezogen auf den Leinenruck oder das Ziehen am Halsband (bis zu einem gewissen Grad, aber deutlich abgeschwächt, auch beim Ziehen im Brustgeschirr) bedeutet dieses, dass der Hundehalter immer auch auf weiter entfernt liegende Gewebe einwirkt. Dieses Gewebe wird (meist) nicht direkt mechanisch verletzt, sondern reagiert auf Reize (Leineruck/ Zug) über eine neuroreflektorische Verkettung, da in ihm zahlreiche Rezeptoren sitzen, die für die Reaktion auf Einwirkungen verantwortlich sind. Deshalb spricht man von einem neuroreflektorischem Regelkreis. Bei unangenehmen Reizen kommt es zur Spannungserhöhung im Gewebe, die sich entlang der Bindegewebszüge weiter fortsetzen und so auch auf andere Strukturen einwirken (vergl. Tischdeckenprinzip). Da das Bindegewebe auch Nerven, Gefäße und Lymphbahnen umhüllt, führt eine Spannungserhöhung in ihm zu einer Verschlechterung der Zirkulation (Blut- und Lymphfluss) und ggf. zu einer Stimulation des Nervengewebes, was eine Entzündung nach sich ziehen kann.

Gerade im Halsbereich gibt es sehr viele empfindliche Strukturen: Neben dem Kehlkopf, der natürlich auch durch eine direkte mechanische Einwirkung wie den Leinenruck verletzt werden kann, liegt ein Stück weiter oben das Zungenbein, bei dem es sich ebenfalls um einen empfindlichen Bereich handelt, der über die Muskulatur mit dem Kehlkopf, dem Unterkiefer, der Zunge, dem Brustbein, dem Schlundkopf und über eine knorpelige Verbindung sogar direkt mit dem Schädel verbunden ist!

Spätestens hier wird deutlich, dass neben den direkten lokalen Einwirkungen auch immer mit Fernwirkungen bei Manipulationen über das Halsband gerechnet werden muss, da die erwähnten Muskeln zum Teil im Bereich des Halses verlaufen. Einwirkungen auf diese Muskeln können über so genannte Läsionsketten (über Spannungserhöhung entlang der Bindegewebsketten) auch zu Spannungserhöhungen und in Folge Strukturschädigungen in anderen Geweben führen.

Im Bereich der oberen Kopfgelenke kann es bei Störungen zu Schwindel, Übelkeit, Sehstörungen und sogar Tinnitus kommen. Zu weiteren Symptomen zählen bei Störungen in der oberen Halswirbelsäule (C0-C2) Konzentrations- und Wahrnehmungsprobleme, Nervosität, Müdigkeit, Probleme mit dem Kiefer, den Augen und Ohren und Kopfschmerzen. Zu den Symptomen bei Störungen im Bereich der unteren Halswirbelsäule (C3-C7) zählen unter anderem Lahmheiten in den Vordergliedmaßen. Häufig ist eine Schonhaltung zu beobachten, bei der der Kopf tief getragen wird, um dem Schmerz auszuweichen.

Vom Menschen weiß man, dass Störungen im Bereich der Halswirbelsäule zu Schwindel und Gleichgewichtsproblemen führen. Zusätzlich bestehen über die Halsfaszien (ebenfalls Bindegewebsstrukturen) Verbindungen zur Schilddrüse und Nebenschilddrüse. Das Halsband muss also gar nicht direkt auf der Schilddrüse liegen, um auch diese zu beeinflussen. Außerdem verläuft in der Drosselrinne eine wichtige Vene. Wird dort durch ein Halsband Druck aufgebaut, kommt es zu einem venösen Rückstau in den Schädel, der zu einer Druckerhöhung und als Folge dieser zu Kopfschmerzen führt.

Schon 2006 wurde die Studie „Effects of the Application of Neck Pressure by a Collar or Harness on Intraocular Pressure in Dogs“ veröffentlicht, deren Ergebnisse eindeutig belegen, dass Hunde, die über ein Halsband geführt werden, eher zu Glaukom und grauem Star neigen. Ebenso wird in der Studie darauf hingewiesen, dass bei Erkrankungen des Auges, für die ein erhöhter IOP (intraokulärer Druck) verantwortlich ist, das Tragen eines Halsbandes fatale Folgen hat.

Es gibt viele weitere anatomische Strukturen, die durch ein Halsband negativ beeinflusst werden und Schmerzen verursachen: Arterien, Venen, Hirnnerven, Speiseröhre, Luftröhre, Lymphknoten und Schilddrüse. Das Problem liegt allerdings darin, dass die Schäden an ihnen nicht so offensichtlich zu beobachten sind wie zum Beispiel ein gebrochenes Bein. Bei Schmerzen an der Halswirbelsäule hinkt der Hund oftmals nicht, seine Schluckbeschwerden kann er uns nicht erzählen, ein leichtes Hängen des Augenlides fällt dem Laien ebenso wenig auf wie eine verengte Pupille usw. usw.

Um die oben genannten Symptome wirklich zu verstehen, schlagen wir Ihnen folgendes Experiment vor: Legen Sie sich selbst ein breites, weiches Halsband um, hängen Sie eine Leine ein und bitten Sie einen Freund, diese zu halten, während Sie Ihren Körperschwerpunkt nach vorne richten. Achten Sie darauf, dass Ihr Körpergewicht wirklich im Halsband hängt (wie bei einem ziehenden Hund) und probieren Sie nun aus, wie lange Sie diese Position halten können und welche körperlichen Symptome entstehen. Sie werden innerhalb weniger Sekunden spüren, wie sich das Blut im Kopfbereich staut, Sie einen starken Druck auf den Schläfen wahrnehmen und in Folge Kopfschmerzen bekommen. Wenn Sie dieser Eigenversuch noch nicht überzeugt, machen Sie die gleiche Übung noch einmal mit einem rundgenähten Halsband oder einem Kettenwürger. Eine weitere Steigerung läge darin, den Freund am Ende der Leine zu bitten, Sie zu irgendeinem Zeitpunkt, der für Sie nicht absehbar ist, an diesem Halsband zurück zu ziehen, so wie man es als Mensch tut, wenn man den Hund schnell aus einem Gefahrenbereich nehmen muss.

Zeigen Sie sich verantwortlich für die Gesundheit Ihres Hundes und legen Sie ihm ein Geschirr an, das ihn vor den oben genannten Schäden schützt. Es ist vergleichbar mit dem Anlegen des Sicherheitsgurtes im Auto: Selbstverständlich tut man alles, um einen Unfall zu verhindern, aber wenn es zu einem kommt – möchten Sie dann den Sicherheitsgurt um den Hals gewickelt haben?!

Auch das Argument mancher Hundehalter, ihr Hund ziehe niemals an der Leine und deshalb bestünde keine Gefahr, entpuppt sich immer als falsch, denn selbst ein sehr gut ausgebildeter Hund ist ja nicht allein für die Leinenführigkeit verantwortlich, sondern ist immer auch abhängig von seinem Menschen am anderen Ende der Leine, dem es zu keinem Zeitpunkt passieren dürfte, dass er zum Beispiel unbewusst mit der Leine herumspielt oder den Hund gedankenverloren weiter zieht, weil er gar nicht bemerkt hat, dass dieser zum Beispiel zum Urinieren stehen bleiben wollte usw.

Neben den gesundheitlichen Aspekten gibt es aber noch weitere Gründe, ein Geschirr statt eines Halsbandes zu verwenden. Wenn Ihr Hund einmal aus einer Gefahrensituation herausgezogen werden muss, können Sie das an dem stabilen Rückensteg des Geschirres problemlos tun, ohne ihn zu würgen. Am Halsband ist es zum Beispiel nicht ohne weiteres möglich, den Hund aus einem Schacht oder Fluss herauszuziehen, ohne ihm dabei gesundheitliche Schäden zuzufügen.

Bei Hundebegegnungen, die mit einer gewissen Anspannung verlaufen, können Sie ebenfalls über den Rückensteg des Geschirres viel besser eingreifen als über das Halsband, denn um in dieses greifen zu können, müssen Sie von oben kommend in den Nacken des Hundes fassen, was von ihm schnell als Angriff interpretiert werden kann. Das wiederum kann im Eifer des Gefechts zu Abwehrreaktionen führen.

Hinzu kommt, dass Hunde unter anderem über Assoziation lernen, was bedeutet, dass sie einen Reiz, den sie gerade wahrnehmen, gedanklich mit dem Gefühl verbinden, dass sie zu diesem Zeitpunkt empfinden. Wenn Sie also auf einen anderen Hund, ein Kind oder auch Ihren Nachbarn zulaufen und Ihren Hund dabei sehr kurz, ruckartig oder sonst unangenehm am Halsband führen, wird er die dabei unangenehmen Gefühle (keine Luft zu bekommen, Schmerz zu empfinden usw.) gedanklich mit diesem Tier oder dieser Person verknüpfen. Innerhalb kürzester Zeit können so Aggressionen entstehen, die sich der Halter in der Regel gar nicht erklären kann, die aber auf dieses Gedankenmuster zurückzuführen sind. Die bekannteste so entstehende Aggressionsform ist die Leinenaggression, die insbesondere bei den Hunden häufig vorkommt, die am Halsband über den Leinenruck gearbeitet werden.

Viele Kynologen betonen, dass der Hals des Hundes eine wichtige soziale Empfangsstation für positive und negative Zuwendung ist. Die Halsseiten des Hundes dienen dem Kontakt mit engen Freunden in vertrauensvollem Umgang, Nacken und Kehle dienen als Bereiche der Einordnung. Führen wir einen Hund an einem noch so komfortablen Halsband, lässt sich nicht verhindern, dass über die Leine falsche Informationen zum Hund fließen, denn ein Halsband berührt ständig alle Halsseiten und desensibilisiert diese für Berührungen. Wir können unsere Hände gar nicht so ruhig halten, dass die Leine immer locker durchhängt, weshalb viele Hundehalter ihrem Hund durch unbewusstes Herumfuchteln und Gezupfe an der Leine ein Chaos an Signalen übermitteln, die dieser bald zu ignorieren lernt. Seine „soziale Empfangsstation“ stumpft ab und er lernt, dass es schwierig ist, mit seinem Menschen zu kommunizieren!

Die Körpersprache eines Hundes, der stark an der Leine zieht oder gezogen wird, verändert sich, wenn er an einem Halsband geführt wird. Die Körperhaltung wird provokanter, da der Hals nach oben gestreckt wird. In manchen Fällen halten die Besitzer die Leine sogar so straff und kurz nach oben, dass der Hund regelrecht ausgehebelt wird und auf den Hinterfüßen steht, was bei der Führung über ein Geschirr nicht passieren kann.

Verheddert sich ein Hund mit dem Brustgeschirr, wird ihm zumindest nicht die Luft abgedrückt und die Gefahr des Strangulierens ist nicht gegeben. Viele mit Geschirr entlaufene Hunde sind ohne zurück gekommen, denn zur Not lässt sich ein Geschirr vom Hund durchbeißen, wenn er irgendwo fest hängt. Ein Halsband nicht!

Die Befürchtung mancher Hundehalter, ihren Hund kräftemäßig nicht mehr im Griff zu haben, wenn er ein Geschirr trägt, ist unbegründet und wird in der Regel von denen als Argument in die Waagschale geworfen, die es noch nicht versucht haben. Die Führung eines Hundes ist eine Frage der Erziehung und Führtechnik und nicht des Kraftaufwandes.

Zieht man alle diese Argumente in Betracht, finden wir es nach heutigem Wissensstand unabdingbar, dass unsere Hunde an einem Brustgeschirr geführt werden.
Bei der Auswahl des Geschirres sollten Sie auf folgende Punkte achten:
Das Material, aus dem das Geschirr gefertigt ist, sollte weich und anschmiegsam sein. Am besten auch waschbar, falls sich Ihr Hund einmal in etwas übel Riechendem wälzt.
Das Geschirr sollte an allen Enden zu öffnen sein, damit es dem Hund bequem angelegt werden kann. Wählen Sie möglichst kein Geschirr, das so vernäht ist, dass Sie die Pfote(n) Ihres Hundes hindurchziehen müssen, denn viele Hunde empfinden das als sehr unangenehm.
Der Steg auf dem Rücken sollte fest vernäht sein, damit die an ihm eingehängte Leine nicht hin und her rutscht und damit es keine Scheuerstellen am Körper gibt. Außerdem sollte er nicht zu kurz sein, da sich das gesamte Geschirr sonst beim Tragen nach vorne zieht.
Zwischen den Bändern, die seitlich über den Rumpf des Hundes laufen, und der Achselhöhle sollte bei mittelgroßen bis großen Hunden eine Hand breit Platz sein, da sich das gesamte Geschirr sonst beim Tragen nach vorne unter die Achselhöhlen zieht und dort einschneidet und scheuert. Bei kleinen Hunden wie Dackel oder Chihuahua reicht eine Breite von ein bis zwei Fingern aus.
Die Bänder, aus denen das Geschirr gefertigt ist, dürfen nicht zu schmal sein. Ist die Auflagefläche der Bänder nämlich nicht breit genug, können sie einschneiden.
Die Verschlussschnallen sollten stabil und so abgerundet sein, dass sie sich der Körperform anpassen.
Wenn Sie das Geschirr angelegt haben, achten Sie darauf, dass es nicht zu eng sitzt, denn sonst drückt es schmerzhaft auf die Wirbelsäule. Sie sollten bequem mit Ihrer Hand unter das Geschirr gleiten können, dann sitzt es richtig. Stellen Sie das Geschirr so ein, dass es nicht vorne auf den Brustbeinknochen drückt. Über Nacht oder bei längeren Aufenthalten zu Hause sollten Sie das Geschirr abnehmen.

Copyright: Alle Rechte liegen bei Clarissa v. Reinhardt / animal learn. Die Vervielfältigung und Weitergabe dieses Textes ist ausdrücklich erwünscht und erlaubt, allerdings nur in ungekürzter Form und unter Nennung der Quelle.
Verwendete Quellen: Clarissa v. Reinhardt, www.animal-learn.de; Sabine Hárrer, Physiotherapeutin, www.dogsphysio.de
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Bereichern Sie das Leben Ihres Stubentigers und lernen Sie ihn von einer ganz anderen Seite kennen - mit tierfreundlichen und abwechslungsreichen Spielideen. Dazu können Sie u.a. Alltagsgenstände zweckentfremden. Besser noch: Wegwerfartikel bekommen durch Upcycling eine ganz neue Aufgabe.
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Ein Senior zieht ein: Vom glücklichen Leben mit einem alten Kater
Ein Senior zieht ein

Vom glücklichen Leben mit einem alten Kater
Im Juli 2015 zog der damals 13jährige Kater Moritz aus diesem Tierheim bei uns ein. Moritz ist unsere erste Katze aus dem Tierheim.
Wieso haben wir uns für einen Senior entschieden?
Wie ist es der Katze und uns in der Zwischenzeit ergangen?
All dies möchte ich im Folgenden erzählen.
Wie alles begann: eine kurze Vorgeschichte
Im Winter 2014 war uns ein Kater zugelaufen, der einfach entschieden hatte, bei uns einzuziehen. Irgendwann kam er über die Terrasse ins Wohnzimmer und blieb. Mein Mann baute ihm sogar eine chipgesteuerte Katzenklappe in ein Fenster ein, so dass er gehen und kommen konnte, wie er wollte.
Wir waren sehr glücklich mit ihm, bis er im Frühjahr 2015 direkt vor unserem Haus überfahren wurde. Wir waren furchtbar erschrocken und traurig und trauerten sehr um ihn. Zwei Monate später entschlossen wir uns, an einem Sonntag im Juli 2015 ins Tierheim Werdenfels, wo ich seit einigen Jahren Mitglied im Tierschutzverein bin, zu fahren und das Katzenhaus zu besuchen.
1. Besuch im Tierheim
Auf der Straße vor dem Tierheim wurden wir direkt von mehreren Katzen begrüßt, die freundlich um unsere Beine strichen. Genauso offen und zugewandt war auch der Empfang von den Mitarbeiterinnen im Katzenhaus selbst. Wir waren zusammen mit zwei weiteren Familien dort.
Die Mitarbeiterin hörte sich aufmerksam unsere Geschichte an und fragte uns, wie das neue Zuhause aussähe und was wir uns für eine Katze wünschen würden.
Da wir in ruhiger Umgebung und schöner Natur leben, kam für uns wieder nur ein Freigänger in Frage. Und dann stellten wir die Gegenfrage: Welche Katze hätte es am nötigsten, ein neues Zuhause zu finden? Liebe, Kost und Logis in einem ruhigen Zuhause war unser Angebot.
Die Mitarbeiterin stellte uns drei verschiedene Katzen vor. Eine davon war Moritz.
Wie sah das Profil von Moritz aus?
Moritz war gesund. Aber er war alt, 13 Jahre alt, ein schwarzer Kater ohne Zähne. Moritz wurde drei Monate zuvor wegen Unsauberkeit im Tierheim abgegeben. Alles in Allem keine guten Voraussetzungen, leicht ein neues Zuhause zu finden. Nach Angaben seiner Vorbesitzerin soll er nach einem Umzug sogar über den Winter sechs Monate allein in Murnau unterwegs gewesen sein und konnte sich nicht an eine neue Wohnung gewöhnen. Er wurde unsauber.

Wir fuhren nach Hause und überlegten.
Sehr geholfen bei unseren Überlegungen hat uns die Homepage des Tierheims, in der die Katzen einzeln mit Foto und wichtigen Informationen vorgestellt werden. Gemeinsam mit guten und lieben Freunden, die Katzenliebhaber sind, besprachen wir uns und wägten ab, ob und für welche Katze wir uns entscheiden würden. Das war für uns der schwierigste Schritt, weil ein großes Mitgefühl für alle Katzen, die ein neues Zuhause suchten, da war und eine Entscheidung auch ein gewisses Risiko in sich trug: Würde sich Moritz mit seiner Vorgeschichte bei uns als „Anfänger“ in Sachen Katzenhaltung wohlfühlen? Sollten wir eine bereits 13jährige Katze aufnehmen? Wie hoch wird ihre Lebenserwartung sein?

2. Besuch im Tierheim
Am darauffolgenden Sonntag fuhren wir erneut ins Tierheim Werdenfels und besuchten Moritz. Dieses Mal durften wir zu ihm ins Katzenzimmer. Er war dort zusammen mit drei anderen Katzen untergebracht: zwei Katzendamen und einem Kater namens Ruffy. Unsere Idee war, Moritz gemeinsam mit Ruffy, der deutlich jünger als Moritz war, aufzunehmen, aber die Tierheimmitarbeiterin meinte, dass Moritz eine Einzelkatze sei und sich nur zur Not mit anderen Katzen arrangieren könne.
Der magische Moment passierte, als ich im Katzenzimmer Moritz bei seinem Namen rief und er mich kurz ganz lieb und interessiert ansah, aber dann wieder zu Boden sah und in seine Umgebung versank. Da war es um mich geschehen: „So ein zurückhaltender, lieber Kater“ dachte ich und die Entscheidung, Moritz aufzunehmen, war gefallen.
Moritz zieht ein
Wiederum eine Woche später war nach Beratung und Kontrolle des Tierheim Werdenfels alles daheim vorbereitet: Der Kratzbaum, die Katzentoilette und der Essensplatz waren da bzw. eingerichtet. Wir hatten von der Mitarbeiterin des Tierheims eindringlich die Anweisung erhalten, Moritz vier Wochen lang nicht rauszulassen, damit er sich in seinem neuen Zuhause eingewöhnt, sein Zuhause kennt und bei Freigang zurückkehren wird.
Ohne Probleme ließ sich Moritz von der Mitarbeiterin in die Transportkiste heben, um das Tierheim zu verlassen. Wir fuhren mit ihm im Auto über die Autobahn ca. eine halbe Stunde in sein neues Zuhause. Unterwegs bekamen wir schon einen ersten Eindruck von unserem neuen Familienmitglied: Er spricht gerne. Aus der Transportbox hörten wir ihn wiederkehrend alle Augenblicke kurz miauen. Es klang nach Unsicherheit und Angst vor dem Ungewissen – völlig verständlich. Wir antworteten ihm und versuchten ihn zu beruhigen.

Zu Hause angekommen ließen wir ihn aus der Transportbox und mein Mann zeigte ihm als erstes, wo sich die Katzentoilette befand. Moritz war aufgeregt und lief ruhelos hin und her. Wir setzten uns einfach auf den Boden und redeten beruhigend mit ihm. Langsam lernte er sein neues Zuhause kennen und schaute sich jede Ecke im Zimmer, dann Zimmer für Zimmer an. Er fraß und wir waren happy!
Aber der Knüller passierte in der ersten Nacht: Ich meinte es gut und nahm Moritz auf die 1. Etage mit, wo unser Schlafzimmer ist. Leider wurde uns erst am nächsten Morgen bewusst, dass Moritz partout keine Treppen gehen kann. Und die Katzentoilette stand im Erdgeschoss (!). Er hielt die ganze Nacht inne. Als wir ihn am nächsten Morgen ins Erdgeschoss runtertrugen, flitzte er auf die Toilette – der arme Kerl und so viel zum Abgabegrund „Unsauberkeit“. Dieses vorbildliche Verhalten, so lange einzuhalten, zeigte er in der für ihn neuen, fremden Umgebung.
Unsauberkeit ist bis heute für Moritz kein Thema; im Gegenteil, er ist ein sehr reinlicher Kater und benutzt sogar als Freigänger – zur Freude aller Nachbarn, vor allem derjenigen mit einem Gemüsebeet – seine Katzentoilette daheim. Wenn er im Sommer den Tag draußen verbringt, kommt er nur rein, um auf die Katzentoilette auch für das kleine Geschäft zu gehen und zieht dann wieder von dannen. Einmalig und wie gesagt: So macht man sich Freunde in der Nachbarschaft.
Moritz erste Schritte als Freigänger im neuen Zuhause
Die ersten Wochen von Moritz im neuen Zuhause vergingen im Flug. Das Wichtigste war, Moritz Zeit zu geben, seine neue Umgebung und die Familie kennenzulernen und das in seinem Tempo und auf seine Vorlieben Rücksicht zu nehmen: also keine hektischen Bewegungen auf ihn zu und kein Geschrei. Wir versuchten, eine Atmosphäre der Ruhe, Vorhersehbarkeit und Verlässlichkeit auszustrahlen. Wir wussten nicht, wie Moritz die Abgabe und Zeit im Tierheim verarbeitete, aber sein Verhalten deutete auf eine große Sensibilität hin. Er fasste zunehmend Vertrauen zu uns und zeigte uns, wie wichtig ihm der Kontakt zum Menschen ist. Moritz war einfach lieb, passte sich unserem Rhythmus an und freute sich immer über leckeres Futter. Das ist bis heute noch so. Regelmäßige Mahlzeiten und damit Verlässlichkeit im Tagesrhythmus geben Moritz Sicherheit und vermitteln ihm Fürsorge nach dem Motto, das Moritz erfunden haben könnte: „Liebe geht durch den Magen“.

Ängstlich und verschreckt reagierte er aber immer dann, wenn ich nichtsahnend eine Zeitung oder eine Sprühflasche in der Hand hatte. Moritz bekam Riesenangst, lief weg und versteckte sich. Wir vermuten, dass er schlechte Erfahrungen mit beiden Dingen gemacht hatte: Vielleicht wurde er mit einer Zeitung geschlagen oder er wurde zur Strafe mit Wasser aus einer Sprühflasche besprüht? Aber auch mit 13, 14, 15 und bald 16 Jahren ist eine Katze noch lernfähig: Moritz lernte durch Erfahrung, dass er weder vor Zeitungen noch vor Sprühflaschen Angst zu haben braucht. Mittlerweile kann ich mit Sprühflaschen vor seiner Nase saubermachen oder sogar eine Zeitung neben ihm fallen lassen und er bezieht es nicht mehr auf sich. Ein Hoch auf positive Erfahrungen und das Verlieren von Ängsten! Nur das Geräusch des Staubsaugers mag Moritz beim besten Willen bis heute nicht und läuft weg.

Diese ersten vier Wochen im August, als Moritz bei uns einzog und noch nicht nach draußen durfte, waren auch für uns eine „harte“ Zeit: Es bedeutete, im Hochsommer nicht einfach die Terrassentür öffnen zu können und in den Garten zu gehen. Sogar wenn wir Besuch hatten, saßen wir alle drinnen. Einmal setzten wir uns mit Freunden auf die Terrasse, aber Moritz‘ sehnsuchtsvoller Blick hinter der Fensterscheibe führte dazu, dass wir alle beschämt unser Glas und die Knabbersachen nahmen und wieder nach drinnen gingen.
Dahoam is dahoam
Nach vier Wochen an einem Samstagmorgen war mein Mann so gelassen und klug und machte beim Frühstück Moritz einfach die Terrassentür auf. Moritz ging nach draußen. Wir machten den Witz, dass er jetzt wahrscheinlich auf dem Weg nach Murnau in seine alte Heimat sei, aber locker waren wir natürlich nicht – sondern unsicher und angespannt. Aber Moritz ging nur einmal um die Hausecke und kam nach wenigen Minuten wieder rein. Wir waren selig! Er erweiterte seinen Aktionsradius Meter um Meter in unserem Garten, dann in die Nachbargärten und auch auf das freie Feld nebenan. Aber immer kam und kommt er in regelmäßigen, kurzen Abständen zurück. Ein paar Mal probierte er auch aus, die Straße direkt vor unserem Haus zu überqueren. Aber seine Angst vor vorbeifahrenden Autos führten dazu, dass er im Laufe der Zeit die umliegenden Straßen meidet. Er ist als Freigänger der klassische „Ums-Hauseck-Geher“.
Wir haben einen Naturgarten, den er über alles liebt. Was kann man unter Stauden und in der Wildblumenwiese nicht alles entdecken? Wie gut kann man sich unter großen Grasbüscheln verstecken und den Nachbarskater erschrecken! Im Sommer liegt Moritz unter Büschen im Schatten oder in der kühlen Erde. Sein Lieblingsplatz sind unsere Stellen mit Katzenminze. Dort „schubbelt“ er seinen Bauch an der Katzenminze wie Balou, der Bär aus dem Dschungelbuch beim Kratzen am Baum, wälzt sich in der Katzenminze und … schläft ein. Es ist für uns ein großes Geschenk, nach dem ersten geliebten Kater, der überfahren wurde, nun einen Kater zu haben, der durch sein heimeliges Verhalten „dahoam is dahoam“ uns diese große Angst, dass er auch überfahren werden könnte, nimmt.
Gesundheit pflegen
Das Alter eines Lebewesens ist relativ. Entscheidend sind die Gesundheit und Lebensqualität für den Alterungsprozess. Eine Katze ist darin nicht anders als ein Mensch. Chronische Erkrankungen und schlechte Umweltbedingungen bspw. haben einen großen Einfluss auf den Organismus und das Wohlbefinden.
Ein ganz entscheidender Punkt für uns im Zusammenleben mit einer Seniorkatze ist es, auf ihre Gesundheit und Gesunderhaltung zu achten, denn die Wahrscheinlichkeit einer Erkrankung steigt natürlich mit zunehmendem Alter. Aber durch Vorsorge und eine gesunde Lebensweise kann man Erkrankungen vorbeugen. Auch dies ist bei einer Katze nicht anders als beim Menschen.
Moritz ist abgesehen von einem empfindlichen Magen und den fehlenden Zähnen gesund und aktiv. Er hat jeden Tag seine „jecken 5 Minuten“, wenn er durch den Garten immer und immer wieder zum Haus geflitzt kommt und Gott-weiß-wer hinter ihm her ist. Wenn wir nach Hause kommen, ist er sofort da und begrüßt uns.

Wir beachten bei seiner Ernährung bestimmte Punkte: Er verträgt Nassfutter gut und liebt die Abwechslung bei den Futtersorten und -arten. Wir achten beim Katzenfutter auf Qualität und haben uns im Gespräch mit der Tierärztin sowie über unabhängige Verbraucherzeitschriften informiert, welches Futter für Moritz empfehlenswert ist: Gut verträglich, mit allen wichtigen Inhaltsstoffen für eine Katze und nicht zu fett sollte es sein. Täglich bekommt er für seinen empfindlichen Magen eine Magnesiumtablette, die im Monat 10 € kostet (Stand: März 2018).
Wenn dann doch mal ein Malheur passiert und Moritz sein Futter auf unseren Holzboden ausbricht, ist es hilfreich, sich vorher an einer bestimmten Stelle Utensilien zum Aufnehmen und Saubermachen bereitgelegt zu haben. Wir haben neben seiner Katzentoilette so ein Depot: Toilettenpapier und Küchenrolle für das 1. Aufnehmen, Putzmittel, Eimer und Lappen für das Saubermachen. Damit bekommt man die Sache leicht und schnell in den Griff.
Altersgerechte Hilfsmittel
Im letzten Jahr kam es immer öfter vor, dass Moritz sowohl beim kleinen als auch beim großen Geschäft nicht mehr die Katzentoilette traf, was vom Geruch und Saubermachen her nicht angenehm war. Wir nahmen an, dass er auf Grund einer eingeschränkten Beweglichkeit und Elastizität nicht mehr so gut treffen konnte. Als Lösung kauften wir ihm in einem Standardfachgeschäft ein Riesenklo mit hohen Seitenwänden und einer großen Fläche, das eigentlich für norwegische Waldkatzen gedacht ist. Seitdem liegt die Trefferquote wieder bei 100 %.
Für die allgemeine Hygiene haben wir auf den beiden Lieblingsschlafplätzen von Moritz weiße Frotteebettdecken, auf denen man gut die schwarzen Haare von Moritz sieht und entfernen bzw. die Decke leicht waschen kann – auch mit einer hohen Temperatur, wenn es nötig ist.
Der Tierarzt, unser Freund und Helfer
Das Tätigkeitsspektrum eines Tierarztes geht heutzutage glücklicherweise über die reine Untersuchung und Behandlung im Krankheitsfalle hinaus und umfasst die Prävention und eine individuell auf das einzelne Tier abgestimmte Beratung
Wie bleibt das Tier gesund und was kann man als Tierhalter dafür tun?
Für Seniorkatzen gibt es einfache und gute Maßnahmen beim Tierarzt: Geriatrisches Profil!
1 x pro Jahr eine Vorsorgeuntersuchung inklusive Blutabnahme und Besprechung des Ergebnisses. Unsere Tierärztin untersucht Moritz, sie schaut ihn und besonders sein Fell an, tastet ihn ab, blickt ins Maul und in die Ohren, nimmt Blut ab, wiegt ihn und hält die Ergebnisse für die weitere Betreuung des Tieres fest.
Krallen kürzen: Moritz benutzt zwar regelmäßig seinen Kratzbaum und kratzt draußen an zwei Bäume, an denen alle Nachbarskatzen sich gegenseitig neue Nachrichten hinterlassen. Trotzdem kann er seine Krallen nicht mehr ganz zurückziehen. Sie werden 2 x pro Jahr von der Tierärztin gekürzt.
Geregelter Tagesablauf – That made my day!
Moritz ist viel im Garten unterwegs, im Sommer den ganzen Tag. Er ist aufmerksam und interessiert an allen Dingen in seiner Umgebung. Er hat immer den Garten im Blick, ob nun eine andere Katze vorbeikommt oder er beobachtet die Vögel im Garten, ohne sie zu jagen. Aber er wäre keine Katze, wenn er nicht seine ausgedehnten Ruhe- und Schlafzeiten hätte. Moritz hat mehrere Schlafplätze: Auf dem Sofa im Wohnzimmer ist er am liebsten, weil er von dort den Garten überblicken kann und wir abends gemeinsam mit ihm auf dem Sofa sitzen und ihn kraulen, was er besonders mag. Wenn er Ruhe sucht, zieht er sich auf ein Bett im Gästezimmer zurück. Aber auch eine einfache Fußmatte vor der Terrassentür ist prima geeignet, um von dort in den Garten hinauszuschauen, vorbeikommende Katzen durch die Glasscheibe anzufauchen, sich zu putzen oder zu schlafen. Gemeinsam mit einer geregelten Futtergabe … „That made my day!“ würde Moritz sagen.
Rituale
Zum Schluss möchte ich noch von einer ganz besonderen Angewohnheit von Moritz erzählen. Moritz ist sehr schmusebedürftig und lässt sich gerne kraulen. Mein Mann krault tausendmal besser als ich. Also macht sich Moritz auf die Suche nach meinem Mann, egal, wo er ist und führt ihn zum Sofa. Er macht stimmlich so lange Rabatz, bis mein Mann klein beigibt und ihm folgt. Auf dem Sofa muss sich mein Mann dann auf die Seite legen, Moritz dreht sich ein paar Mal um sich selbst, bis er die ideale Position gefunden hat und sich in den Arm meines Mannes legt. Dort wird er dann ausgiebig gekrault, bis er tief eingeschlafen ist… und mein Mann manchmal auch.
Der Leitspruch des Tierheims Werdenfels „Ein Tier zu retten verändert nicht die Welt. Aber für dieses eine Tier verändert sich seine ganze Welt.“ trifft meines Erachtens besonders gut auf alte Tiere zu, weil sie besonders davon profitieren, eine 2. Chance und möglichst schnell ein neues Zuhause zu bekommen.
Moritz dankt es uns mit einer hohen Anpassung und seiner zufriedenen und ausgeglichenen Art. Wir haben ihn einfach sehr lieb und das hoffentlich noch möglichst lang.

Hinter der Geschichte
Die Autorin Kerstin Nonn hört oder liest oft von Tierschützern, dass ältere Tiere in Tierheimen kaum eine Chance auf eine Vermittlung haben. Dabei hat ihre Familie mit der Aufnahme des 13jährigen Katers Moritz sehr positive Erfahrungen gemacht. Davon berichtet sie, um eine Lanze für ältere Tiere zu brechen und auch andere Menschen zu ermutigen, einem älteren Tier ein neues Zuhause zu geben.

Text und Bilder wurden uns freundlicherweise von Kerstin Nonn zur freien Verfügung gestellt.
Infrarot-Bewegungsmelder
Infrarot-Bewegungsmelder

Empfehlung
Eine mögliche Alternative zur Katzenklappe

Der Einbau einer Katzenklappe ist nicht immer möglich und einige Katzen machen sich einfach nicht bemerkbar, wenn sie nach einer Entdeckungstour wieder ins Haus möchten. In diesen Fällen kann ein Infrarot-Bewegungsmelder, z.B. der drahtlose „1byone“, gute Dienste leisten. Die Bewegungen der Samtpfote werden von dem Gerät erfasst, an den Empfänger im Haus gesendet und in ein akustisches Signal umgewandelt. Somit „klingelt“ die Katze quasi an der Tür um hineingelassen zu werden.
Zu bedenken ist, dass bei Abwesenheit der Besitzer dem Freigänger der Zugang zu einem wetterfesten Unterschlupf trotzdem zur Verfügung stehen sollte.
Katzenelend verhindern
Kastration, statt Katzenleid

"Wenn eine Katze kastriert ist, dann fängt sie keine Mäuse mehr" und "Eine Katze muss wenigstens einmal Nachwuchs haben". Diese Behauptungen entbehren jeglicher Grundlage.
Richtig ist, dass gesunde, kräftige Tiere gute Mäusejäger sind und dass es am besten ist, Katzen bereits mit ca. 5 Monaten, kurz vor Eintritt der Geschlechtsreife, kastrieren zu lassen.

Das Leben von frei lebenden Katzen ist weder wild noch romantisch. Die Kätzinnen bekommen ständig Nachwuchs, die Kater verletzen sich bei Revierkämpfen. Die Tiere sind von Parasiten geplagt, haben oft Schnupfen, entzündete Augen, vermilbte Ohren, schlecht verheilte Verletzungen und sind abgemagert.
Unser Tierschutzverein tut alles, um das Katzenelend zu bekämpfen. Wenn wir von Streunern erfahren, fahren wir los oder informieren unsere wunderbaren "Katzenfängerinnen". Die Tiere werden mit der Lebendfalle eingefangen und zur Kastration gebracht. Wenn sie in Narkose liegen, dann werden auch gleich die Zähne, Augen, Ohren oder Verletzungen behandelt. Diese Arbeit ist nicht nur sehr zeitintensiv, sie verursacht auch hohe Kosten, für die niemand zuständig ist, da die Tiere als herrenlos gelten. Unser Tierschutzverein gibt jedes Jahr für die Kastration von Streunern und für die Versorgung der über 20 Futterplätze im ganzen Landkreis zwischen 20.000.-- und 30.000.-- Euro aus.

Gemeinsam mit unserem Dachverband, dem Deutschen Tierschutzbund e.V., fordern wir eine flächendeckende Kastrations-, Kennzeichnungs- und Registrierungspflicht für Freigängerkatzen. Dies wäre ein wichtiger Schritt um das Katzenelend nachhaltig in den Griff zu bekommen.
Lesenswertes & mehr über Kleintiere und Exoten
Lesenswertes & mehr über Kleintiere und Exoten

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Artgerechte (Zwerg-) Kaninchen und Meerschweinchenhaltung
Leben, der Art entsprechend

Meerschweinchen und (Zwerg-) Kaninchen gehören mit zu den beliebtesten Haustieren, auch für Kinder. Ihre Haltung erfordert allerdings mehr, als ein Leben in Käfigen der Normgröße, wie sie im Handel erhältlich sind. Oft leiden die Tiere still, zeigen Verhaltensauffälligkeiten, werden krank oder sterben frühzeitig.

Kontaktieren Sie uns: 0 88 21 - 559 67
Wir beraten Sie gerne, um die Haltung ggf. zu optimieren, bzw. Problemen vorzubeugen.
Unsere Buchempfehlungen

Um sich bereits im Vorfeld auf die Bedürfnisse der Tiere einzustellen und ihr "Zuhause" ihrer Art entsprechend zu planen, oder umzubauen, möchten wir Ihnen folgende Bücher ans Herz legen:

Artgerechte Haltung - ein Grundrecht auch für Meerschweinchen
Ruth Morgenegg
tbv Verlag

Artgerechte Haltung - ein Grundrecht auch für (Zwerg-) Kaninchen
Ruth Morgenegg
tbv Verlag

Das Gefühlsleben der Tiere
Marc Bekoff
animal learn Verlag
Bitte, registrieren Sie Ihr Tier!
Bitte, registrieren Sie Ihr Tier!

Die Chance, dass Ihr geliebtes Tier schnellstmöglich wieder zu Ihnen zurückgeführt werden kann, steigt deutlich mit einer Kennzeichnung (Transponder/Mikrochip) in Kombination mit einer Registrierung bei einem der unten angegebenen Haustierregister:

www.findefix.com
Der Antrag von -->
FINDEFIX
(Deutscher Tierschutzbund) ist in unserem Tierheim erhältlich. Die Registrierung ist kostenlos!

www.tasso.net
Die Registrierung bei -->
TASSO
ist ebenfalls kostenlos.

Mit nur wenigen „Klicks“ können Sie Ihrem Tier viel Stress ersparen.
Danke!


Übrigens
Mit einer neuen Generation Transponder/Mikrochip kann der Tierarzt gleichzeitig mit der Nummernerfassung die Körpertemperatur des Tieres kontrollieren – das klassische Fiebermessen entfällt.
Exotenhandel
Hilferuf von 30 Tierheimen und Auffangstationen an die Politik

In einem gemeinsamen Brief an Bundeslandwirtschaftsminister Schmidt fordern 30 deutsche Tierheime und Auffangstationen, den Handel und die Haltung von exotischen Wildtieren endlich einzuschränken. Zu Beginn der Legislaturperiode hatten die Leiter der Tierheime noch große Hoffnung, dass sich etwas ändert, denn im Koalitionsvertrag war eine Regelung des Handels mit Wildtieren vereinbart – doch weit gefehlt, die Situation ist noch prekärer geworden.

Normalerweise versorgen Tierheime ausgesetzte Hunde und Auffangstationen verwaiste heimische Rehkitze – doch seit längerem bereitet ein anderes Thema den Stationen große Kopfschmerzen: Zu groß gewordene Leguane, vereinsamte Äffchen und kranke Karakale finden immer häufiger ihren Weg in Tierheime und Auffangstationen. Grund für die Exoten-Schwemme ist laut Dr. Sandra Giltner vom Tierheim München der einfache Zugang zu den diversesten Wildtieren als Haustiere: „Jeder kann sich auf einer Exoten-Börse ein Wildtier kaufen und das ohne jegliche Vorkenntnisse.“ Sie weiß aus Erfahrung, welche Probleme dadurch entstehen können: Im Münchner Tierheim saßen schon Nasenbären, diverse Affen und ein Känguru. „Unser Personal ist zur Pflege von Hunden und Katzen geschult. Die Aufnahme von Exoten stellt uns vor enorme Herausforderungen – finanziell sowie personell.“

„Wir bauen in unseren Tierheimen immer größere Exotenstationen, müssen um immer mehr Spendengelder bitten, um die verschiedenen Tierarten auch nur annähernd artgemäß unterzubringen und zu versorgen. Und das alles nur, weil in einem völlig unregulierten Markt, der das einzelne Tier ohne Rücksicht auf Verluste nur als handelbare Ware benutzt, einige an dem Exotenelend verdienen und einige sich an Exotenhaltung ergötzen wollen,“ sagt Sandra Gulla , 1.Vorsitzende des Hamburger Tierschutzvereins von 1841 e.V.
Unterstützung von politischer Seite gibt es kaum – das weiß auch Olaf Neuendorf, der Leiter der Auffangstation für Raubkatzen und andere exotische Tiere in Ansbach. Die Auffangstation steht vor dem Aus, denn das Gelände, auf dem unter anderem Tiger, Füchse und Affen ein neues Zuhause gefunden haben, soll verkauft werden. Ein Antrag für finanzielle Unterstützung wurde vom Umweltausschuss des Bayerischen Landtags erst kürzlich abgelehnt. „Ein Tierschützer würde sein letztes Hemd geben, um ein Tier zu retten! Das wissen die Politiker, deswegen sehen sie auch keine Dringlichkeit zu handeln – sie verlassen sich darauf, dass wir das schon irgendwie hinkriegen. Aber wir sind am Ende unserer Möglichkeiten“, so Neuendorf.

Die Lage spitzt sich zu: Oftmals können die Veterinärbehörden Tiere aus schlechter Privathaltung nicht beschlagnahmen, da sie nicht wissen, wo die Tiere untergebracht werden können. Ein Ausweg scheint die Verlagerung des Problems ins Ausland: Die Auffangstation AAP in den Niederlanden hat in den vergangenen Jahren fast 200 Tiere aus Deutschland aufgenommen. Kostenpunkt für die durch Spenden finanzierte Station: Fünf Millionen Euro für Rettung und Verpflegung der Tiere.

Im Herbst 2013 beschlossen die Koalitionspartner u.a., gewerbliche Tierbörsen zu verbieten und den Handel mit und die Haltung von Wildtieren in Privathand zu regulieren. Das ist nicht geschehen – stattdessen gibt es Aufschiebemanöver. Auch der neuste Streich des Bundeslandwirtschaftsministeriums lässt wenig hoffen: Auf der Online-Plattform „Haustier-Berater“ (haustier-berater.de) werden exotische Tiere, darunter Sugar Glider, Chamäleons und Weißbauchigel, vorgestellt und weitgehend unkritische Tipps zur Haltung gegeben.

Für Neuendorf, Mit-Initiator des Briefes, ist deshalb klar: „Politische Entscheidungen werden am Schreibtisch getroffen, welche Probleme wir in unseren Tierheimen haben, scheint dabei nicht sichtbar zu sein“.
Der gemeinsame Brief wurde von 30 Tierschutz-Einrichtungen unterschrieben – unter ihnen die größten Tierheime Deutschlands:
Der gemeinsame Brief der 30 Tierschutzeinrichtungen
PDF zum Download (864,85K)
Ganzjährige Kleintierhaltung im Freien
Ganzjährige Kleintierhaltung im Freien

Im Frühjahr kann die Umgewöhnung beginnen
Kaninchen und Meerschweinchen sollte man am besten im Frühjahr an die ganzjährige Haltung im Freien gewöhnen. Darauf weist der Deutsche Tierschutzbund hin. Mit der Eingewöhnung kann man beginnen, sobald die Nächte keinen Bodenfrost mehr aufweisen – laut den Bauernregeln dient hier der Gedenktag der „kalten Sophie“ (15. Mai), der letzte der Eisheiligen, als Anhaltspunkt.

„Damit es durch frisches Gras nicht zu einem abrupten Futterwechsel und möglichen Verdauungsproblemen kommt, sollte man schrittweise vorgehen und die Tiere im Haus zunächst an Frischfutter gewöhnen“, empfiehlt Dr. Henriette Mackensen, Leiterin des Heimtierreferats beim Deutschen Tierschutzbund. „Gehört frisches Gras sowieso zum täglichen Fütterungsrepertoire, kann man diesen Schritt überspringen und die Tiere stundenweise nach draußen setzen –irgendwann dann auch über Nacht.“

Wenn Kaninchen und Meerschweinchen im Frühjahr an die Außenhaltung gewöhnt werden, können sie von da an auch das ganze Jahr über draußen leben. Bevor der Winter kommt, haben sie genügend Zeit, sich langsam an wechselnde Außentemperaturen zu gewöhnen. Spätere Umgewöhnungen, etwa im Sommer, sind nicht ideal, ab September ist es dann zu spät für die Umgewöhnung an die ständige Außenhaltung. „Nichtsdestotrotz dürfen Kaninchen und Meerschweinchen dann aber bei wärmeren Temperaturen auch so stunden- oder tageweise nach draußen“, so Mackensen. Mütter mit Jungtieren sowie kranke Tiere pflegt man in der Regel allerdings das ganze Jahr über besser drinnen.

Schutz vor Sonne, Kälte und Fressfeinden
Grundsätzlich sollten die geselligen Tiere mindestens zu zweit in ausreichend großen Gehegen – in der Außenhaltung mit wetterfesten Schutzhütten - untergebracht sein. Das Gehege sollte ausbruchsicher sein und ebenso Schutz vor dem Eindringen von Mardern oder Füchsen bieten. Da sich in Kotverschmutzungen am After bzw. am Hinterteil der Tiere draußen schnell Fliegenmaden einnisten können, sollte man dies regelmäßig kontrollieren und bei Durchfall sofort den Tierarzt aufsuchen. Im Sommer benötigen Kaninchen und Meerschweinchen unbedingt Schutz vor der prallen Sonne. Das Gehege platziert man daher zum Teil im Schatten oder Halbschatten. Im Winter sollte man die Schlafstellen mit Zeitungspapier und viel Heu isolieren und immer trocken halten. Die Temperatur in der Schutzhütte sollte nicht unter null Grad fallen. In sehr kalten Nächten kann dabei ein untergelegtes Wärmekissen helfen.

Copyright: Pressemeldung vom 15.05.2018 und Bild - Deutscher Tierschutzbund e.V.

Übrigens
Wie genau eine der Art entsprechende Haltung aussehen sollte finden Sie im Blog "Artgerechte (Zwerg-) Kaninchen und Meerschweinchenhaltung".
Lesenswertes & mehr über 'Nutz'Tiere
Du entscheidest jeden Tag, in was für einer Welt du leben willst!
Earthlings
Lesenswertes & mehr über Kuh, Esel, Schaf, Schwein, Huhn, ...

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NEU ~ Alle reden von der Milch. Wir reden von Kuh und Kalb.
Armes Kalb: Abfallprodukt der Milchindustrie?
Zur gleichnamigen 45Minuten-Reportage des NDR gelangen Sie gleich hier -->
www.ARDMEDIATHEK.de
.
Alle reden von der Milch. Wir reden von der Kuh.
Den gleichnamigen Bericht von "Animals´ Angels" haben wir aufgrund der Datenmenge in zwei Artikel aufgeteilt und steht Ihnen als PDF zum Download zur Verfügung:
Alle reden von der Milch. Wir reden von der Kuh. Teil 1
Artikel von Animals´ Angels, www.animals-angels.de (6,28M)
Alle reden von der Milch. Wir reden von der Kuh. Teil 2
Artikel von Animals´ Angels, www.animals-angels.de (5,19M)
Bücherkiste
Unsere Buchempfehlungen

Millionenfach verbrauchen wir sie und doch haben sie kaum eine Lobby. Kuh, Pferd, Esel, Schaf, Schwein, Kaninchen und Huhn (usw.) nutzen wir - ganz selbstverständlich.
Wer Inspirationen zum Umdenken und bewusstem Leben sucht, der findet sie hier:

Artgerecht ist nur die Freiheit
Hilal Sezgin
C.H.Beck Verlag

Mit den Augen der Liebe
Christa Blanke
Animals´ Angels Press
Das Gefühlsleben der Tiere
Marc Bekoff
animal learn Verlag
Der Irrsinn mit der Gülle
Der Irrsinn mit der Gülle
Die gleichnamige Dokumentation von "planet e" finden Sie direkt auf -->
www.ZDF.de
EndPigPain
EndPigPain

Beendet das Leiden der Schweine
Mit der europaweiten Kampagne #EndPigPain möchte der Deutsche Tierschutzbund zusammen mit verschiedenen europäischen Tierschutzorganisationen und der Dachorganisation Eurogroup for Animals auf das tägliche Leiden von Schweinen in der Landwirtschaft aufmerksam machen.

Mehr zur Kampagne auf -->
www.TIERSCHUTZBUND.de


Bild: Deutscher Tierschutzbund e.V.
Geheimsache Tiertransporte
Geheimsache Tiertransporte

Wenn Gesetze nicht schützen
Hier geht es zur Dokumentation von "37 Grad"-Autor Manfred Karremann -->
"Geheimsache Tiertransporte - Wenn Gesetze nicht schützen"

im ZDF.
Mach Dich eifrei!
Mach Dich eifrei!

Wer mehr über die gleichnamige Aktion von PETA (Deutschland) wissen möchte und weitere Informationen rund um Ei, Küken, Huhn und Hahn sucht, der klickt einfach hier -->
www.PETA.de


Bild: PETA
Gefälschte Eier - Wie uns die Industrie austrickst
Die gleichnamige Dokumentation von "betrifft:" des SWR finden Sie direkt in der -->
www.ARDMEDIATHEK.de
Tierschutzverstöße in Brütereien?
Die gleichnamige Dokumentation von ZDF "WISO" vom 9. April 2018 finden Sie dirket auf -->
www.ZDF.de
NEU ~ Pferdeblut für die Schweinezucht
Hormon aus Pferdeblut für die Schweinezucht

Doppeltes Tierleid
In Südamerika werden Wildpferde brutal eingefangen und geschlagen, um ihnen Blut abzunehmen. Hinter dieser schlimmen Prozedur steckt ein Millionengeschäft. Aus dem Blut der trächtigen Stuten wird das Hormon PMSG (Pregnant Mare's Serum Gonadotropin) gewonnen. Das Hormon kommt in Europa in der Tierhaltung zum Einsatz - hierzulande überwiegend bei Zuchtsauen, aber beispielsweise auch bei Rindern und Schafen in der Biotechnologie. Es wird zur Arbeitserleichterung eingesetzt, damit Sauen zur gleichen Zeit ihre Ferkel bekommen. Doch durch den Einsatz von PMSG kann auch die Ferkelzahl pro Wurf gesteigert werden, was zu überzähligen Ferkeln führt, die verenden oder getötet werden.

> Bild: Abgemagert und erschöpft: Bis zu zehn Liter Blut wird den Pferden ein- bis zweimal pro Woche abgenommen. © Animal Welfare Foundation
Blutfarmen
Die Zustände auf den Blutfarmen in Argentinien und Uruguay sind barbarisch. Mit Schlägen und Tritten werden Wildpferde gefügig gemacht und zur Blutabnahme in enge Boxen oder Pferche geprügelt. Bis zu zehn Liter Blut - etwa ein Viertel des Blutes eines Pferdes - entnehmen die Farmer den trächtigen Stuten ein- bis zweimal pro Woche, elf Wochen lang. Die körperliche Belastung ist extrem. Viele der Pferde sind abgemagert und vegetieren durch die Schläge und den Blutmangel erbärmlich vor sich hin. Etwa 30 Prozent sterben jedes Jahr - entweder völlig sich selbst überlassen oder aber sie werden geschlachtet, weil sie nicht mehr trächtig werden. Blutfarmen gehören zu den Top-Lieferanten der Pferdeschlachthöfe.

Die Fohlen werden, wenn sie nicht eh schon im Mutterleib versterben, als unerwünschtes Nebenprodukt abgetrieben. Hierfür ritzen die Farmer die Fruchtblase der Stuten mit der Hand an. Das ist extrem schmerzhaft für die Tiere. Im Anschluss sollen die Tiere schnellstmöglich wieder trächtig werden, da nur in den ersten Monaten der Trächtigkeit der PMSG-Spiegel im Blut besonders hoch ist. Ein brutaler Kreislauf der Tierquälerei, den unsere Partnerorganisation Animal Welfare Foundation aufgedeckt und dokumentiert hat.

Bisher gibt es für die Blutfarmen keine Vorschriften und kaum Kontrollen. Erst nach der heftigen Kritik aus Europa prüfen die Regierungen in Uruguay und Argentinien die Tierschutzverstöße. Laut Medienberichten will die argentinische Behörde rechtlich verbindliche Regeln zum Schutz der Pferde entwickeln und die Blutfarmen mehrmals pro Jahr unangekündigt kontrollieren.

Die Regierung von Uruguay berichtet, sie habe die Verantwortlichen bereits vorgeladen, um entsprechende Tierschutzverstöße zu erfassen und Korrekturmaßnahmen zu beschließen. Außerdem will sie die Blutfarmen zukünftig registrieren. Es bleibt zu hoffen, dass die Regierungen ihre Versprechen auch wirklich in die Tat umsetzen.

> Bild: 30 Prozent der Stuten überleben die brutale Tortur nicht. © Animal Welfare Foundation
Schweinezucht
Auch die Verantwortlichen in Europa müssen ihren Teil dazu beitragen. Denn das Tierleid geht in deutschen Ställen weiter. Laut Bundesregierung wurden pro Jahr 1,3 Millionen Einzeldosen PMSG in Deutschland eingesetzt, was für die Behandlung von mehr als der Hälfte der gehaltenen Zuchtsauen ausreicht. Durch den Einsatz des Hormons kann der gesamte Zyklus von Sauen einer Gruppe bis hin zur Geburt der Ferkel synchronisiert werden. Das bedeutet, dass die Sauen zur gleichen Zeit in Rausche kommen (die Zeit, in der Schweine trächtig werden können) und nach erfolgreicher Besamung und Trächtigkeit zur gleichen Zeit ihre Ferkel bekommen.

Allerdings kann auch die Ferkelzahl pro Wurf, die zuchtbedingt schon sehr hoch ist, noch mehr gesteigert werden. Dadurch werden mehr Ferkel gezeugt, als die Muttertiere Zitzen haben – somit mehr Ferkel als die Sauen ernähren können. Außerdem werden mehr lebensschwache oder bereits tote Ferkel geboren. Die „überlebensfähigsten“ Ferkel werden gesäugt, die schwachen oder "überschüssigen" verenden oder werden getötet – im schlimmsten Falle nicht tierschutzgerecht, weil eine aufwändige Versorgung der Ferkel für die Betriebe nicht wirtschaftlich ist. Der Profit steht auch hier vor dem Tierschutz.

Wir fordern
Medienberichten zufolge hält das Landwirtschaftsministerium einen Importstopp des Blutserums für unmöglich, solange die Präparate hier nach den rechtlichen Vorschriften angewendet werden. Mit dem Wissen darum, auf welch grausame Weise dieses Medikament hergestellt wird, darf sich die Bundesregierung ihrer Verantwortung aus unserer Sicht nicht entziehen. Wir fordern, dass sie ein Einfuhr- und Anwendungsverbot prüft und sich dafür auch auf europäischer Ebene einsetzt. Auch deutsche Pharmaunternehmen sollten sicherstellen, dass sie ihre Produkte nach hier geltenden Tierschutzregeln produzieren.

Grundsätzlich ist der Einsatz von PMSG in der Sauenhaltung nicht länger vertretbar und akzeptabel, weil es synthetisch hergestellte Alternativen zu dem Hormon mit vergleichbarer Wirkung gibt, die den Einsatz von PMSG aus den Blutfarmen ersetzen können.

> Bild: Durch den Einsatz des Hormons PMSG werden mehr Ferkel gezeugt, als die Muttersau ernähren kann. Überzählige Tiere verenden oder werden getötet. © Holger Over
Reportage "Das Blutgeschäft" von Animal Welfare Foundation und Tierschutzbund Zürich
Berichte der Tierschutzorganisationen
Animal Welfare Foundation und Tierschutzbund Zürich
, ebenfalls wie der Deutsche Tierschutzbund Mitglieder der Eurogroup for Animals, zeigen, dass in Uruguay und Argentinien zehntausende Stuten systematisch für das Blutgeschäft gequält werden. Hier geht es zum
VIDEO
(auf youtube)!

Copyright: Text und Bilder - Deutscher Tierschutzbund e.V.
Schweinerei im Schlachthof
Schweinerei im Schlachthof
Das Geschäft mit dem Tod - gleichnamiger Film von Tanja v. Ungern-Sternberg aus der Sendereihe "ZDFzoom" auf -->
www.ZDF.de
StopTheTrucks
StopTheTrucks

Gemeinsam mit seiner europäischen Tierschutz-Dachorganisation, der Eurogroup for Animals, kämpft der Deutsche Tierschutzbund mit der Kampagne „#StopTheTrucks“ für ein Ende der grausamen Langstreckentransporte.

Mehr zur Kampagne auf -->
www.TIERSCHUTZBUND.de
Unversorgt durch Europa
Unversorgt durch Europa

Das Schicksal der Milchkälber
Kälber werden quer durch Europa verfrachtet, nur weil sie hierzulande keinen Wert mehr haben!

Hier geht es zur Petition, bitte unterschreiben -->
www.VGT.at


Bild: Verein gegen Tierfabriken (VGT)
Umgang mit Wildtieren
Lesenswertes & mehr über WildLife

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Checkliste "Jungvogel" gefunden
Wie Sie sich beim Fund eines Jungvogels richtig verhalten, dass erfahren Sie unter folgendem Link -->
www.WILDVOGELHILFE.org
Das Gefühlsleben der Tiere
Unsere Buchempfehlung

Das Gefühlsleben der Tiere
Marc Bekoff
animal learn Verlag
Gams-Symposium
Bayerns Gämsen in Gefahr
Bericht im Münchner Merkur (322,56K)
Werdenfelser Erklärung von und zum Schutz unserer Gams
Petition Tierschutzverein + Jagdagenda 21 e.V. (598,95K)
Gämsen auf der Flucht
Wintersportler sehen immer seltener Gämsen in den Skigebieten
Böcke auf der Flucht vor Skihasen (234,90K)
Leben retten
Mit Technik gegen den Bambi-Tod

Die Zeit der Frühmahd steht vor der Türe. Dann wird es für Rehkitze und andere Wiesenbewohner wieder sehr gefährlich. Denn die Frühmahd fällt mit der Hauptsetzzeit der Rehe zusammen. Kitze kommen von Anfang Mai bis Mitte Juni zur Welt. Der größte "Babyboom" ist ab Mitte Mai. Wenn die Landwirte beginnen, die Wiesen zu mähen, fliehen die Kitze nicht, sondern ducken sich nur noch tiefer ins Gras. Dabei ist die Gefahr sehr groß, dass sie von den Mähwerken getötet oder verstümmelt werden. Ein grausamer Moment, nicht nur für das Tier, sondern auch für Landwirte und Jäger, die die Tiere erlösen müssen.
Um dies zu verhindern wurden bisher verschiedene Methoden wie Aufstellen von Wildscheuchen und das Abgehen der Wiesen vor der Mahd angewandt. Oft eine mühevolle und zeitraubende Arbeit angesichts des Zeitdrucks und oft großer Flächen. Deshalb haben im vergangenen Jahr Landwirte, Jäger und Tierschützer sich gemeinsam bei einem Ortstermin in Großweil über ein elektronisches Gerät, den Rehkitz-Retter/Wildschreck informiert, den Martin Thoma aus Penzberg in seinem Familienbetrieb baut. Ein Gerät deckt eine Fläche von ca. 3 Hektar ab und hält das Wild durch akustische und optische Signale in willkürlichen Zeitabständen mit unterschiedlicher Signaldauer wirksam von den "gefährlichen"Flächen fern. Dank eines Akkus kann es schon Tage vor der Mahd aufgestellt werden. Der Tierschutzverein des Landkreises erwarb gleich eine Reihe von Geräten, die an interessierte Landwirte verliehen wurden. Für Tessy Lödermann ein großer Erfolg: "Inzwischen sind in Deutschland, in Österreich und der Schweiz über 4.500 Kitzretter im Einsatz. Auch hier im Landkreis haben sich viele Landwirte inzwischen selbst Geräte angeschafft. Ich freue mich, dass sehr viel Tierleid verhindert werden kann."
Auch in diesem Jahr verleiht der Tierschutzverein wieder kostenlos Rehkitz-Retter an interessierte Landwirte. Nachdem Martin Thoma fünf spendete, stehen nun insgesamt 23 Geräte zur Verfügung!
Interessenten melden sich bitte im Tierheim unter: 0 88 21 - 559 67
Mit dem Igel durchs Jahr: Igel helfen, aber richtig!
Igel helfen, aber richtig!

Nach dem Bundesnaturschutzgesetz ist es verboten, Tiere der besonders geschützten Arten - und dazu zählt der Igel - aus der Natur zu entnehmen. Es ist allerdings zulässig, verletzte, hilflose oder kranke Tiere vorübergehend aufzunehmen, um sie gesund zu pflegen!

Sie werden sehen, dass nicht nur im Herbst und bei den berühmten "unter-600g-Körpergewicht" Igel u.U. Hilfe brauchen.

Natürlich sind wir gerne bereit echte Igelnotfälle aufzunehmen, bzw. kompetent zu beraten: 0 88 21 - 55 967

Im Folgenden finden Sie erste Informationen über den Igel, was Sie tun können um sein Leben zu schützen, und wie Sie sich beim Fund eines kleinen Stachlers richtig verhalten.
Mit dem Igel durchs Jahr

Mit Achtsamkeit können wir erreichen, …
… dass viel weniger Tiere zu Opfern unseres Handelns werden. Die beste Hilfe für Igel ist natürlich, ihnen einen Lebensraum zu lassen oder zu bereiten, wo sie sich sattfressen und ihre Jungen großziehen können; wo sie sich ungefährdet zum Ruhen in ihrem selbst gewählten Unterschlüpfen zurückziehen können.
Hilfe ist auch, Gefahren zu erkennen und abzuwenden. Wenn menschliche Hilfe bei Krankheit oder Verletzung unumgänglich ist, dann sollte sie unbedingt sachkundig sein.
Das Gleiche gilt für die Aufzucht verwaister Igelsäuglinge, die ab Ende Mai, Anfang Juni bis in den September hinein zu erwarten sind.

Frühling lässt sein blaues Band wieder flattern durch die Lüfte ...
... und die alljährlichen Igelprobleme beginnen aufs Neue. In diesem Jahr war es so recht gar kein Winter. Die ersten Igel sind schon aus dem Winterschlaf erwacht. Es sind in der Regel Männchen. Sie haben es noch schwer, denn als Insektenfresser finden sie jetzt noch keine ausreichende Nahrung.
Nach dem Erwachen aus dem Winterschlaf, der ja kein Schlaf in unserem Sinne ist, braucht der Igel zunächst einmal seine Ruhe um sich wieder an die aktive Phase zu gewöhnen. Das Herz schlägt wieder schneller, die Körpertemperatur steigt an, die Atmung wird tiefer und schneller. Die Speckschicht ist dahin geschmolzen und der Stachelbalg schlottert ihm um den mageren Körper.

Achtung im Frühling!
Für in menschlicher Obhut überwinterte Igel gilt: Aussetzen erst dann, wenn die Nachttemperaturen +8° nicht mehr unterschreiten! Die Natur muss ausreichend Unterschlüpfe bieten und die Insekten müssen als Futter für die Igel reichlich vorhanden sein.
Im Freien überwinterte Igel werden schon gesichtet. Dennoch ist es für unsere Schützlinge noch zu früh!! Noch fehlen ihnen ihre Unterschlüpfe und sicheren Futterquellen, die sie sich erst wieder erarbeiten müssen.
Essen, Trinken und ...
Die ersten Schritte sind nach den Stunden des Aufwachprozesses wackelig und langsam. Jetzt braucht unser stacheliger Freund erst mal Wasser, egal, ob aus der Pfütze, dem Bächlein oder auch den Tau von Pflanzen und Gräsern.
Dann begibt sich der wandelnde Kaktus auf Futtersuche. Igel haben kein Revierverhalten, wie viele andere Tiere und sie jagen auch nicht. Es ist ein Suchen und Finden der Nahrung.
Der Igel, als dämmerung- und nachtaktives Tier hat kein besonders gutes Sehvermögen, aber er hört und riecht ausgezeichnet und so findet er seine Nahrung. Auf der Nahrungssuche muss er noch weite Strecken zurücklegen. Die Gefahr ist daher groß, von einem Auto erwischt zu werden.

... Partnersuche
Das Gleiche gilt für die bald beginnende Partnersuche. Schon liegen die ersten Kandidaten wieder plattgefahren auf den Straßen. Bei angepasster Fahrweise wären viele Tieropfer zu vermeiden. Dem Igel hilft sein angeborenes Verhalten - einrollen und abwarten bis die Gefahr vorbei ist - gar nicht, wenn ein Auto im Spiel ist. Und ein toter Igel lernt nicht mehr.
Dennoch, so scheint es manchmal, dass einige Igel einen Lernprozess durchmachen. Manche schätzen ab, ob nun das rasche Weglaufen oder das Einrollen das Überleben sichert.
Gefährdeter Lebensraum - Verletzungen ...
Der Igel, als Kulturfolger des Menschen, hat in unserem Umfeld leider nicht das Paradies gefunden. Jetzt werden die Gärten wieder fein gemacht. Altes Gesträuch wird entfernt und damit mancher Igelunterschlupf. Schadhafte Zäune werden ausgebessert und damit manchem Igel der Weg in bessere Nahrungsgründe versperrt. Aber auch beim Kompostumsetzen wird in den Haufen hinein gestochen und den einen oder anderen Igel erwischt es böse. Besonders, wenn unachtsam mit Fadenmähern, Tellersensen, usw. unter Büschen und Sträuchern gearbeitet wird.
Da der Igel in Bodennähe lebt, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass sich Wunden infizieren und, besonders wenn es wärmer wird, dass Fliegen ihre Eier in die infizierten Wunden legen. Die rasch schlüpfenden Maden fressen den Igel bei lebendigem Leibe.

... fehlende Nahrung ...
Wir haben es uns leider gedankenlos zur Gewohnheit gemacht, so genannte Unkräuter mit Stumpf und Stiel auszurotten und dafür Pflanzen einzusetzen, die uns gefallen, die bei uns gedeihen, die aber oft von weit her kommen.
Aber: Die heimischen Pflanzen sind die Kinderstube der heimischen Insekten = Igelnahrung. Fehlen sie, fehlen Arten und das bedeutet eine Reduzierung der Nahrungsvielfalt für den Igel.
Die eingebürgerten, für uns sehr schönen Pflanzen, bieten der heimischen Insektenwelt weder Nahrung noch Kinderstube.
So verringern wir alljährlich die Artenvielfalt in unserem Umfeld etwas mehr.

... Gefahr durch Gift und Gartenteich
Und dann geht es auch schon wieder los mit der Giftspritze. Alle Nahrungstiere des Igels werden vernichtet, die vergifteten, leicht zu erhaschenden Tiere belasten auch den Organismus des Igels.
In manchen Gärten wird an einem Platz Unrat aus dem Garten aufgehäuft und schließlich ohne großes Nachdenken angezündet und verbrannt. So mancher Igel verbrennt mit. Wer sich jemals verbrannt hat, weiß, wie weh es tut. Schlimm sind auch die mancherorts als Brauchtum gepflegten Riesen-Osterfeuer.
Noch immer sind viele unserer so beliebten Gartenteiche Todesfallen für Igel, wenn die Seiten steil und ohne Ausstiegshilfen sind. Igel können zwar schwimmen, aber sie erschöpfen sich leicht und müssen dann ertrinken.
Nicht zugedeckte Kellerschächte oder andere diverse Gruben wurden schon so manchem Tier zum Verhängnis.
Igel gefunden - und nun?
Jetzt rennen sie wieder - eigentlich in der Dämmerung und nachts, sowie im Morgengrauen - die Igel.
Schon wieder finden wir angefahrene oder überfahrene Igel an den Straßenrändern, aber auch durch Gartengeräte verletzte oder kranke Tiere. Sie sind aus dem Winterschlaf erwacht und sind damit beschäftigt, ihre verlorenen Fettreserven wieder aufzufüllen und natürlich einen Partner/Partnerin zu finden. Leider ist unser Umfeld, in dem die Igel als Kulturfolger leben müssen, weil ihre angestammten Lebensräume weitestgehend zerstört und verändert, sowie von Straßen durchzogen sind, nicht mehr igelfreundlich.
Bei angemessener Fahrweise müssten nicht so viele Igel ihr Leben auf der Straße lassen. Manchmal sind sie nur verletzt und benommen und sterben hinterher, weil niemand hilft.
Nehmen wir einen verletzten Igel auf, braucht er tierärztliche Hilfe, denn die Verletzungen infizieren sich, eitern, Fliegen setzen sich darauf und legen ihre Eier ab. Die Maden fressen zwar zuerst das infizierte Gewebe und die Absonderungen, aber alles was frisst, scheidet auch aus und das wieder ist für die Igel gefährlich (giftig).
Also, Igel umgehend vom Tierarzt behandeln lassen oder in einer qualifizierten Igelstation!

Pflege
Pflegen kann man das Tier auch zu Hause. Dazu bekommt es eine große Kiste - wenn es geht 1½m² groß -, die mit Zeitung ausgelegt ist. Dazu braucht der Igel ein kleines Schlafhaus mit einem etwa 10x10cm großen Schlupfloch, ausgelegt mit Zeitung und angefüllt mit Knüllpapier oder Haushaltsrollenpapier. Blumenuntersetzer aus Ton, glasiert, eignen sich hervorragend als Trink- und Fressschälchen. Wasser muss immer zur Verfügung stehen.
Kein Versuch mit irgendeiner Milch!!
Milch führt zu Ernährungsstörungen, die tödlich ausgehen!!
Als Futter eignen sich einfach in Wasser gekochte Hühnerflügel, gekochtes Geflügelfleisch mit etwas Kleie. In der Pfanne gestocktes frisches Tartar, Katzenfutter mit ein paar Tropfen Maiskeimöl und etwas Kleie als Ballaststoff. Auch ungesalzenes Rührei ist als Futter geeignet.
Igel sind keine Nagetiere, sondern Insektenfresser. Daher keinen Salat, keine Banane oder Nüsse füttern.
Kann das Tier nicht selbstständig fressen, wird die Nahrung so stark zerkleinert, dass sie mit einer Spritze aufgezogen werden kann. Man nimmt das Tierchen in Rückenlage in die Hand, sucht mit dem Konus der Spritze das Mäulchen und gibt die Nahrung sehr langsam hinein. Bitte darauf achten, ob der Igel schluckt! Die Nahrung wird bei sehr geschwächten Tieren früh morgens und abends gereicht. Die Anweisungen der Tierärzte oder Igelstation sind zu beachten auch bzgl. Medikamenteneingabe, Bäder, etc. wenn der Igel nicht ständig transportiert und damit gestresst werden soll.

Ist der gefundene Igel pflegebedürftig?
Häufig findet man jetzt auch am Tag Igel, die ungeschützt in der Sonne liegen oder auf wackeligen Beinchen umherlaufen. Am Tag gefundene Igel sollten uns immer aufmerksam machen, denn der Igel ist von Natur aus ein dämmerungs- und nachtaktives Tier. Selten ist der Grund für die Sichtung am Tage eine Störung im Schlafnest. Meist ist es eine bakterielle Erkrankung in Folge einer starken Verwurmung.
Die Igel wirken mager, walzenförmig, ihre Augen sind keine hervorstehenden halbkugelförmigen schwarzen Knöpfchen, sie sind eher schlitzförmig oder gar nicht geöffnet und tiefliegend. Es kann sein, dass der Igel am Tag sehr unruhig herumläuft.
Seine Hinterlassenschaft ist kein braunes festes Würstchen, sondern grünschleimig, manchmal blutig.
Achtung: Igel leben am Boden, also im Dreck. Krankheitserreger, die den Igel schwächen, können auf Menschen übertragen werden, z.B. Eitererreger und Salmonellen, etc. Mit ausreichender Hygiene, Händewaschen mit Seife und Nutzung von Handschuhen im Umgang mit den Tieren, sowie Sauberhaltung der Gehege und Näpfe besteht für den Menschen keine Gefahr!
Für die Unterbringung der kranken Igel gilt das Gleiche wie für verletzte Igel, auch was über die Fütterung gesagt wurde. Aber: Ein scheinbar unterernährter Igel ist in der Regel krank.
Krankheit mit Futter und Unterbringung heilen zu wollen ist illusorisch. Die Tiere werden so einfach mit Liebe zu Tode gequält. Kranke Tiere brauchen tierärztliche Behandlung! Das heißt zunächst einmal die Infektion behandeln, den Igel stabilisieren. Eine Kotuntersuchung zur Bestimmung der Parasitenarten ist zwingend erforderlich. Erst wenn der Igel stabil ist und frisst, darf entwurmt werden. Wurmmedikamente sollen den Wurm im Inneren des Igels umbringen und belasten auch den Igel. Ein kranker schwacher Igel kann daran sterben.
Noch ein Hinweis:
Kranke und verletzte Tiere brauchen nicht nur im Herbst unsere Hilfe, sondern ganzjährig. Die berühmten 600 g im Herbst beziehen sich nur auf Tiere, die evtl. spät geboren sind und bei Frosteinbruch noch mit einem Gewicht von unter 600 g herumlaufen. Auch sie sind in der Regel nicht einfach unterernährt, sondern verwurmt und krank, weil sie nicht mehr die geeignete Nahrung in ausreichender Menge fanden und letztendlich nur noch Würmer und Schnecken aufnahmen, die Zwischenwirte ihrer Innenparasiten.

Igelbabys
Zu erwarten sind Igelbabys zwischen Mai/Juni und September je nach Region, da es landschafts- und witterungsgebundene Unterschiede gibt.
Wenn Igelbabys gefunden werden: Fühlt sich das Tierchen kühl an, auf ein Tuch legen, handwarme Wärmflasche darunter und locker zudecken. Kein Rotlicht oder Heizkissen, weil das austrocknet.
Mit einer Pipette oder Spritze ohne Nadel handwarmen Fencheltee tropfenweise ins Mäulchen geben. Darauf achten, dass das Tierchen schluckt. Schnellstens Kontakt mit einer qualifizierten Igelstation aufnehmen!
Kein Versuch mit irgendeiner Milch!!
Milch führt zu Ernährungsstörungen, die tödlich ausgehen!!
Igel sind Säugetiere, dass heißt sie brauchen in der frühen Zeit ihres Lebens die Milch ihrer Mutter. Wenn die Mutter aber unauffindbar ist, müssen sie mit einer speziellen, verträglichen Milch ernährt werden, die der Muttermilch ähnlich gemacht wird. Dazu muss man wissen, wie alt etwa das Tierchen ist, um sagen zu können, wie viel Milch zu wie vielen Mahlzeiten gegeben werden muss, wann man mit Zusatznahrung anfängt und was ganz wichtig ist: nach der Fütterung ist das "Toiletting", also das Ermöglichen von Ausscheidungen überlebenswichtig!

Igel leben nachweislich seit der Kreidezeit auf diesem Planeten. Bemühen wir uns alle darum, dass uns der kleine sympathische nachtaktive Kobold noch lange erhalten bleibt. Ich hoffe, dass Sie alle mit Wohlwollen, offenen Auges und wachen Sinnes auch für die kleinen stacheligen Sympathieträger durch das Jahr gehen.

Übrigens:
Viele weitere Informationen und Merkblätter zum Download gibt es gleich hier -->
www.PRO-IGEL.de

Der Text wurde uns freundlicherweise von Karin Oehl zur freien Verfügung gestellt.
Wie verhält man sich beim Fund von Wildtieren richtig?
Hände weg von jungen Wildtieren

Einen dringenden Apell richtet der Tierschutzverein des Landkreises Garmisch-Partenkirchen an Spaziergänger. "Hände weg von jungen Wildtieren!"
Jedes Frühjahr erreichen das Tierheim viele Anrufe mit der Anfrage, ob nicht "hilflose" Jungvögel aufgenommen werden können. Dabei ist es jetzt völlig normal, dass junge, schon weitgehend befiederte Vögel außerhalb des Nestes angetroffen werden. Diese "Nestflüchter" verständigen sich durch Rufe mit ihren Eltern und werden von diesen bestens versorgt. Auch Rehkitze und junge Feldhasen sind jetzt alleine anzutreffen. Die Mutter ist jedoch in der Nähe und kommt höchstens dreimal am Tag zu ihrem Nachwuchs, um ihn kurz zu säugen.
Dieses Verhalten dient dazu, dass Beutegreifer nicht auf die Jungtiere aufmerksam gemacht werden. Die Tierkinder haben durch den nahezu komplett fehlenden Eigengeruch und die Wildfärbung einen guten Eigenschutz und sind im Wald oder auf den Wiesen nahezu unsicht- und unriechbar. Junge Wildtiere dürfen auf keinen Fall berührt werden, da die Mütter vom menschlichen Geruch abgeschreckt werden und ihren Nachwuchs verstoßen und Anfassen einen enormen Stress bedeutet. Das richtige Verhalten ist, sich schnell zu entfernen, damit die Mutter sich wieder zu ihrem Nachwuchs traut.

Tessy Lödermann, 1. Vorsitzende des Tierschutzvereins: "Leider kommt es immer wieder vor, dass Spaziergänger ein vermeintlich verlassenes Jungtier mitnehmen, weil sie fürchten, es würde von seiner Mutter nicht mehr versorgt. Diese falsch verstandene Tierliebe kann für das Jungtier tödlich sein, da die Aufzucht in menschlicher Obhut bei weitem nicht die durch die Tiermutter ersetzen kann."
Das Garmischer Tierheim zieht jedes Jahr eine ganze Reihe von Wildtieren (Kitze, Feldhasen, Igel, Eichhörnchen, Steinmarder, Füchse, Siebenschläfer, Jungvögel...) auf.

Derzeit werden im Tierheim ein Feldhase, zwei Eichhörnchen und ein Rehkitz aufgezogen. Die Aufzucht ist äußerst arbeitsintensiv, da die Tierkinder rund um die Uhr versorgt werden müssen. Auch gestaltet sich das Auswildern von Handaufzuchten als äußerst schwierig. Tessy Lödermann: "Bitte lassen Sie Wildtierkinder dort, wo sie sind. Hilfe benötigen nur offensichtlich verletzte Tiere und Jungtiere in direkter Nähe zu ihrer toten Mutter. Hier hilft das Garmischer Tierheim dann gerne."
NEU ~ Wilde Nachrichten
Newsletter 1 / 2018
Wildes Bayern e.V. (1,81M)
Wild und Jagd
18.09.2016
Artikel auf tegernseerstimme.de: "Beherzt tritt sie seit einiger Zeit als Anwältin für Wildtiere auf: Herzogin Helene in Bayern. Für die ARTE-Produktion „Wem gehört die Natur?“ beklagt sie die „dramatische Abnahme des Gamsbestandes“ auch in Wildbad Kreuth."

Zum Artikel "Herzogin stellt Jagdpolitik an den Pranger" >>>




23.09.2015
Warum Jäger und Förster in Bayern verbissen über Gämsen streiten
Jäger und Tierschützer sehen die Bestände der Gämsen in Bayern in Gefahr - auch weil die Gams als Waldschädling gilt.
Die Geschichte eines verbissenen Konflikts.

Ein Bericht von Jörg Sigmund in der Augsburger Allgemeinen am 27. August 2015:




05.09.2015
Auch das Wild muss leben dürfen
Ich bin sehr dankbar, dass endlich ein Artikel veröffentlicht wurde, in dem ein mutiger Jäger zu Wort kommt. Die Situation, gegen die ich auch schon seit Jahren ankämpfe (Widerstand gegen den Abschuss im Wintergatter, Gamssymposium etc.) wird eindringlich geschildert.

Ich bin als Tierschützerin bewußt Gründungsmitglied des "Vereins zum Schutz der Wildtiere und ihrer Lebensräume in Bayern" (kurz: Wildes Bayern). Feindbilder retten keine Wildtiere. Tierschützer, Wildbiologen, Förster und verantwortungsbewußte Jäger müssen punktuell zusammenarbeiten, um das "Schädlingsdenken" (Reh, Rotwild und Gams fressen den Wald auf und müssen deshalb bekämpft werden) zu durchbrechen.

Ich ziehe meinen Hut vor Willi Fleischhacker für seine ehrlichen und mutigen Worte.

Tessy Lödermann
08.07.2015
Hohe Strafe für Forstbetrieb: 68 Hirsche zu viel erlegt
merkur.de: 10.000 Euro muss der Forstbetrieb Oberammergau zahlen: für die 68 Hirsche, die die Staatsjäger zu viel geschossen hatten. Das Unternehmen legte Einspruch ein – und scheiterte.
Die Empörung war riesig unter Jägern und Tierschützern. „Das ist brutal, was da passiert“, empörte sich Willi Fleischhacker im November 2014. Als das Mitglied des Jagdbeirats, in dem der Privatjäger mit Revier in Oberau sitzt, die Abschusszahlen des Jahres 2013/2014 las, merkte er: „Hier kann etwas nicht stimmen“ – und deckte einen Skandal auf.

Zum Artikel im Merkur >




15.12.2014
Bayerns Jäger fürchten um ihren Ruf
Oberammergau/München –Im staatlichen Forstbetrieb Oberammergau sind im vergangenen Jagdjahr 68 Hirsche zuviel geschossen worden. Bayerns private Jäger fürchten um ihren Ruf.

Die Nachricht ist ein absolutes Desaster, sagt Thomas Schreder. Er sagt das als Sprecher des Bayerischen Jagdverbandes, als BJV-Vorsitzender für Oberbayern – und als Jäger. In allen drei Funktionen wusste er sofort, was der Vorwurf auslösen würde, der vor einigen Tagen bekannt wurde: Die Untere Jagdbehörde im Landratsamt Garmisch-Partenkirchen hatte für das vergangene Jagdjahr im Staatsforst Oberammergau den Abschuss von 94 Hirschen der Klasse III erlaubt – das sind Jungtiere im Alter von einem bis zwei Jahren. Die Mitarbeiter des Betriebsleiters haben 162 Hirsche geschossen. Es war das vierte Mal innerhalb von fünf Jahren, dass sie gegen den Abschussplan verstoßen haben. Die Jagdbehörde hat nun ein Verfahren eingeleitet, dem Forstbetrieb droht ein Ordnungsgeld.

Außerdem ermittelt die Staatsanwaltschaft München II – denn auch die Jagdagenda 21, ein Zusammenschluss aus Jägern, Tierschützern und Privatpersonen, hat Anzeige erstattet. „Der Abschussplan ist in Oberammergau deutlich überschritten worden“, sagt Stefan Schopf, der stellvertretende Vorsitzende der Agenda. „Das ist keine ordnungsgemäße Jagd mehr – die Staatsanwaltschaft muss prüfen, ob der Tierschutz verletzt worden ist.“Der Oberammergauer Betriebsleiter will sich während des laufenden Verfahrens nicht zu den Vorwürfen äußern. BJV-Sprecher Thomas Schreder sorgt sich indessen, dass auch der Ruf der Jäger in privaten Revieren unter dem Vorfall im Staatsforst leiden wird. Denn er weiß, wie schnell verallgemeinert wird. „An den Stammtischen wird jetzt schon sehr emotional diskutiert“, sagt er. Als er von Ermittlungen erfuhr, hat er sich gleich auf einige Protestschreiben eingestellt. „Derart eklatante Überschreitungen der Abschusspläne sind den Bürgern schwer zu vermitteln“, sagt er. Auch er kann sich nicht erklären, wie in einem Revier 68 Hirsche zuviel geschossen werden können. „Die Abschusspläne werden von Profis erstellt“, sagt er. „Sie sind für den Staat genauso verbindlich, wie für private Pächter.“ Schreder will sich kein Urteil erlauben, solange er nicht alle Fakten und Zahlen kennt. Aber er sagt bereits jetzt: „Wenn 68 Hirsche zuviel geschossen werden, kontakariert das alles, was unser Verband für den guten Ruf der Jäger tut“.Für die Staatsanwaltschaft München II ist es das erste Mal, dass sie es mit einer Strafanzeige wegen „Verstoß gegen nicht tierschutzgerechtes Jagen“ zu tun hat, sagt Sprecher Ken Heidenreich. Im Landratsamt Garmisch-Partenkirchen sind bislang nur Fälle mit geringen Abweichungen von den Abschussplänen bekannt. „Wir haben 80 Reviere im Landkreis“, sagt Sprecher Stephan Scharf. Jedes Revier meldet die Abschusszahlen monatlich – diese Zahlenflut müsse dann in der Jagdbehörde erstmal ausgewertet werden. Gelegentlich werden Abschüsse über die Pläne hinaus nachträglich beantragt. Auch der Forstbetrieb Oberammergau hat das für 66 Hirsche getan – allerdings erst nachdem schon weit mehr Tiere geschossen worden waren, als die erlaubten 94. „Der Antrag ist nicht bewilligt worden“, sagt Scharf. „Die Jäger hätten mehr weibliche Tiere schießen müssen, um den Bestand zu reduzieren.“Thomas Schreder hofft, dass der Oberammergauer Fall so schnell wie möglich geklärt wird. „Bei solchen Vorwürfen dürfen wir auf keinen Fall wegsehen“, sagt er. „Im Interesse aller Jäger.“
Katrin Woitsch

Außerdem ermittelt die Staatsanwaltschaft München II – denn auch die Jagdagenda 21, ein Zusammenschluss aus Jägern, Tierschützern und Privatpersonen, hat Anzeige erstattet. „Der Abschussplan ist in Oberammergau deutlich überschritten worden“, sagt Stefan Schopf, der stellvertretende Vorsitzende der Agenda. „Das ist keine ordnungsgemäße Jagd mehr – die Staatsanwaltschaft muss prüfen, ob der Tierschutz verletzt worden ist.“

Der Oberammergauer Betriebsleiter will sich während des laufenden Verfahrens nicht zu den Vorwürfen äußern. BJV-Sprecher Thomas Schreder sorgt sich indessen, dass auch der Ruf der Jäger in privaten Revieren unter dem Vorfall im Staatsforst leiden wird. Denn er weiß, wie schnell verallgemeinert wird. „An den Stammtischen wird jetzt schon sehr emotional diskutiert“, sagt er. Als er von Ermittlungen erfuhr, hat er sich gleich auf einige Protestschreiben eingestellt. „Derart eklatante Überschreitungen der Abschusspläne sind den Bürgern schwer zu vermitteln“, sagt er.

Auch er kann sich nicht erklären, wie in einem Revier 68 Hirsche zuviel geschossen werden können. „Die Abschusspläne werden von Profis erstellt“, sagt er. „Sie sind für den Staat genauso verbindlich, wie für private Pächter.“ Schreder will sich kein Urteil erlauben, solange er nicht alle Fakten und Zahlen kennt. Aber er sagt bereits jetzt: „Wenn 68 Hirsche zuviel geschossen werden, kontakariert das alles, was unser Verband für den guten Ruf der Jäger tut“.

Für die Staatsanwaltschaft München II ist es das erste Mal, dass sie es mit einer Strafanzeige wegen „Verstoß gegen nicht tierschutzgerechtes Jagen“ zu tun hat, sagt Sprecher Ken Heidenreich. Im Landratsamt Garmisch-Partenkirchen sind bislang nur Fälle mit geringen Abweichungen von den Abschussplänen bekannt. „Wir haben 80 Reviere im Landkreis“, sagt Sprecher Stephan Scharf. Jedes Revier meldet die Abschusszahlen monatlich – diese Zahlenflut müsse dann in der Jagdbehörde erstmal ausgewertet werden. Gelegentlich werden Abschüsse über die Pläne hinaus nachträglich beantragt. Auch der Forstbetrieb Oberammergau hat das für 66 Hirsche getan – allerdings erst nachdem schon weit mehr Tiere geschossen worden waren, als die erlaubten 94. „Der Antrag ist nicht bewilligt worden“, sagt Scharf. „Die Jäger hätten mehr weibliche Tiere schießen müssen, um den Bestand zu reduzieren.“

Thomas Schreder hofft, dass der Oberammergauer Fall so schnell wie möglich geklärt wird. „Bei solchen Vorwürfen dürfen wir auf keinen Fall wegsehen“, sagt er. „Im Interesse aller Jäger.“

Katrin Woitsch

Quelle: http://www.merkur-online.de/lokales/garmisch-partenkirchen/oberammergau/bayerns-jaeger-fuerchten-ihren-4518826.html



07.02.2014
5 Tage Todeskampf im Wald
Rottach-Egern - Fünf Tage lag ein angeschossener Hirsch im Wald, bis er von seinem Leiden erlösen wurde. Das Verfahren gegen den unbekannten Schützen wurde eingestellt – nun legt der Tierschutzverein nach.

Es war am Freitag, 2. August, am späten Abend. Jagdleiter Eduard Maierhofer, zuständig fürs Gebiet am Wallberg, hört im Revier einen Schuss. Und dann nichts mehr. Das wundert ihn: Jeder Abschuss muss ihm gemeldet und auch präsentiert werden. Fünf Tage später, am Mittwoch, dann der Anruf einer Spaziergängerin: Ihre beiden Hunde haben einen schwer verletzten Hirsch erschnüffelt. Jagdleiter Maierhofer und Revierjäger Michael Herrmann eilen ins Gebiet. Nach kurzer Suche bietet sich ihnen ein Bild des Jammers: Da liegt ein etwa dreijährige Hirsch mit durchschossenen Vorderläufen in der Gluthitze, Fliegenschwärme bedecken seinen Körper. Er lebt noch. „Wir haben ihn dann erlöst“, sagt Herrmann. Das Leiden des Tiers bewegt die beiden sehr. „Ich habe immer noch so eine Wut“, sagt Jagdleiter Maierhofer.

Die Bilder lassen ihn nicht los. Der flehende Blick des jungen Hirschs, der fünf Tage lang in der Sommerhitze Qualen gelitten hat, ohne Wasser, sich im Todeskampf verzweifelt mit den Hinterbeinen durch die Dornen schob, von Füchsen angefressen wurde. Jedem Jäger, so Maierhofer, könne mal ein Schuss daneben gehen: „Aber dann leite ich die Nachsuche ein, auch wenn's mitten in der Nacht ist.“ Wer es unterlässt, findet Maierhofer, dem soll der Jagdschein abgenommen werden. Auf Lebenszeit. Jagdleiter Maierhofer und Jäger Herrmann haben einen Verdacht, wer der Schütze sein könnte – Herrmann selbst war zum Zeitpunkt des Schusses im Urlaub. Noch im August erstatten sie Anzeige bei der Polizei Bad Wiessee wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz, nennen auch einen Namen. Doch die Beweise reichen nicht, die Staatsanwaltschaft stellt das Verfahren Ende Januar ein.

Laut Tierschützern hat im Tal das "unqualifizierte Jägerspielen" Einzug gehalten

Dann spielt ein Unbekannter dem Tierschutzverein Tegernseer Tal die Bilder des angeschossenen Hirschs zu. Vorstandsmitglied Johanna Ecker-Schotte hakt nach, erfährt die ganze Geschichte. „Wir sind über diesen unglaublich tierquälerischen Vorfall schockiert und bedauern sehr, dass wir als Tierschutzverein nicht früher informiert worden sind“, erklärt Ecker-Schotte. Sie will alles tun, um eine Wiederaufnahme des Verfahrens zu erreichen. „Wir werden Strafanzeige stellen.“ Leider, so Ecker-Schotte, habe der Tierschutzverein schon mehrmals erlebt, dass die Staatsanwaltschaft Ermittlungsverfahren wegen Tierquälerei einstelle. „Das finden wir sehr bedenklich.“ Der Tierschutzverein appelliere im Übrigen an alle verantwortungsvollen Jäger, Mut zu zeigen und zu helfen, diesen Vorfall aufzuklären und den Täter zu überführen, erklärt die Tierschützerin. Sie pflege zu gewissenhaften Jägern und Hegern freundliche Kontakte, schätze deren Arbeit, auch wenn die Ansichten zur Bejagung teils unterschiedlich seien. Offensichtlich habe aber nun auch im Tegernseer Tal das „unqualifizierte Jägerspielen“ Einzug gehalten, meint Ecker-Schotte. „Das hat mit Jagd nichts zu tun. Das ist Frevel.“

Der Rottacher Jagdvorsteher Josef Stadler sieht das nicht anders. Ein Stück Wild „so elendig krepieren zu lassen, das ist Verachtung der Kreatur“. Dass der Tierschutzverein nicht locker lassen will und den Fall nun auch öffentlich macht, kommt ihm gelegen. Stadler hofft, dass weiter ermittelt wird, dass der Täter am Ende gefunden und bestraft wird: „Ich denke, dass es schon im öffentlichen Interesse liegt, dass ein solcher Mensch nie mehr eine Waffe tragen darf.“

Christina Jachert-Maier
Artikel im Merkur >




07.12.2013
Tiroler Jäger muss büßen
Für viel Empörung hat die brutale Gamsquälerei in der Leutasch gesorgt. Unser Tierschutzverein hat ja bei der Staatsanwaltschaft Innsbruck Strafanzeige gegen die beteiligten Jäger gestellt. Auch der Tiroler Jagdverband macht nun ernst. Er hat dem Jagdpächter einen strengen Verweis ausgesprochen, das höchste Strafmaß unter den Tiroler Waidmännern. Zudem droht ihm der Entzug der Jagdkarte für ein bis drei Jahren. Der Mann hatte dabei zugesehen, wie ein russischer Jagdgast im August in seinem Revier am Scharnitzjoch eine angeschossene, blutende Gams über ein Geröllfeld schleifte. Ein niederländischer Urlauber hatte die abscheuliche Tat gefilmt.

Während die Staatsanwaltschaft Innsbruck noch wegen Tierquälerei ermittelt, hat der Chef des Landesjägerverbandes, Anton Larcher, bereits im Disziplinarverfahren ein deutliches Urteil gefällt. Denn der strenge Verweis hat für den Jagdpächter gravierende Folgen. Zum einen wird das Ergebnis der Jagdbehörde mitgeteilt, die Jagderlaubnis muss er wohl einige Zeit abgeben. "Ein lebenslanger Entzug ist juristisch nicht möglich", sagte Larcher. Zum anderen wird der Fall im Infoblatt des Tiroler Landesjagdverbandes sowie auf seiner Internetseite öffentlich gemacht - mit Namen und allen Details. "Das ist die härteste Strafe, denn der Betroffene steht in der gesamten Jägerschaft am Pranger und wird zeitlebens damit konfrontiert", so Larcher.

Rechtskräftig wird dieses Urteil allerdings erst, wenn die Beschuldigte dies aktzeptiert. Er hat allerdings schon Berufung angekündigt. In diesem Fall muss das Gericht entscheiden.

Es verdient hohe Anerkennung, dass und wie der Tiroler Landesjagdverband gegen "schwarze Schafe" vorgeht. Hier auf der anderen Seite der Grenze wird nichts vertuscht oder schöngeredet. Anton Larcher kennt bei Verstößen "kein Pardon". "Ich werde scharf gegen alles vorgehen, das der Jägerschaft schadet, Tierquälerei ist und gegen waidmännische Grundsätze verstößt."

Video >




15.11.2013
Brutale Tierquälerei am Heuberg bei Oberau

500.-- Euro Belohnung für Hinweise auf den Täter
Ein Landwirt, der am vergangenen Mittwoch, dem 13.11.2013 bei Holzarbeiten am Heuberg bei Oberau eine Bewegung im Gebüsch wahrnahm, meinte, es sei ein Reh.

Bei näherem Hinsehen entdeckte er eine brutale Tierquälerei. Ein weibliches Rotwild versuchte, auf den Vorderläufen robbend, zu flüchten. Ein Hinterlauf war komplett abgetrennt, der andere hing nur noch an einer dünnen Sehne. Der Landwirt verständigte sofort den zuständigen Jäger Willi Fleischhacker, der das Tier aufspürte und mit einem Gnadenschuss erlöste. Dabei stellte er fest, dass die Verletzungen, die durch einen Durchschuss beider Hinterläufe verursacht waren, bereits mehrere Tage, ja vielleicht sogar Wochen, alt waren. Das Tier war bis auf die Knochen abgemagert, an den Vorderläufen, auf denen es sich dahingeschleppt hatte sah das rohe Fleisch heraus. Zudem war es ein führendes Stuck, das Gesäuge war voller Milch. Willi Fleischhacker brachte das Tier sofort zur Polizei in Garmisch-Partenkirchen und erstattete Strafanzeige wegen Verstöße gegen das Tierschutz- und Jagdgesetz.

Tessy Lödermann, Vorsitzende des Tierschutzvereins vergisst die Bilder nicht mehr, die sie sah. "Ich habe in dreißig Jahren Tierschutz schon viel gesehen, aber der Anblick der geschundenen Kreatur trieb mir die Tränen in die Augen. Wie muss das Tier über viele Tage gelitten haben. Und, was ist das für ein Mensch, der ein Tier anschießt, dann seelenruhig nachhause fährt und sich denkt, das wird schon verrecken." Lödermann treibt auch um, was aus dem Kalb geworden ist. Wurde es geschossen, oder mutterlos dem Hungertod preisgegeben?

Lödermann hegt den Verdacht, dass das Rotwild bei einer Bewegungsjagd angeschossen worden ist. Und sie kann sich vorstellen, dass es Jäger, oder Treiber gibt, die diesen Vorfall beobachtet oder Kenntnis davon haben. Deshalb bittet der Tierschutzverein um Hinweise und hat für die Aufklärung dieser brutalen Tierquälerei eine Belohnung von Euro 500.-- ausgesetzt. "Ich hoffe sehr, dass sich jemand meldet, der so ein schwarzes Schaf in der Jägerschaft nicht decken will. Jemand, der so etwas tut, darf nicht weiterhin mit der Waffe in der Hand im Wald unterwegs sein," so Tessy Lödermann.

Hinweise, die auf Wunsch vertraulich behandelt werden, nimmt das Garmischer Tierheim (Tel. 08821-55967) und die Polizeiinspektion Garmisch-Partenkirchen (Tel. 08821-917121) entgegen.
24.07.2013
Pressemitteilung: Tierschützer und Jäger gemeinsam für die Sache der Wildtiere!
Einer außergewöhnlichen Koalition sah sich Landwirtschaftsminister Helmut Brunner gestern im Bayerischen Landtag gegenüber. Tierschützer und Jäger überreichten ihm gemeinsam 20.482 Unterschriften, mit denen ein neuer Umgang mit den Wildtieren gefordert wird. "Schlechte Zeiten für das Wild erfordern neue Bündnisse, wie wir sie beim Widerstand gegen den Abschuss von Rotwild in den Wintergattern bereits im Frühjahr erfolgreich praktiziert haben", stellte Tessy Lödermann, Vizepräsidentin des Deutschen Tierschutzbundes, Landesverband Bayern fest. "Wir können nicht tatenlos zusehen, wenn in Bayerns Wäldern das Tierschutzrecht ständig missachtet wird."

Einer außergewöhnlichen Koalition sah sich Landwirtschaftsminister Helmut Brunner gestern imBayerischen Landtag gegenüber. Tierschützer und Jäger überreichten ihm gemeinsam 20.482 Unterschriften, mit denen ein neuer Umgang mit den Wildtieren gefordert wird. "Schlechte Zeiten für das Wild erfordern neue Bündnisse, wie wir sie beim Widerstand gegen den Abschuss von Rotwild in den Wintergattern bereits im Frühjahr erfolgreich praktiziert haben", stellte Tessy Lödermann, Vizepräsidentin des Deutschen Tierschutzbundes, Landesverband Bayern fest. "Wir können nicht tatenlos zusehen, wenn in Bayerns Wäldern das Tierschutzrecht ständig missachtet wird."



14.05.2013
14.05.2013: Heimisches Rotwild ist TBC-frei
Artikel im Garmischer Tagblatt als PDF (252,55K)
24.04.2013
Feuer frei auf Rotwild
19.04.2013 / merkur-online.de: Alarm unter den Tierschützern: Das Landratsamt hat nun doch den Abschuss von Rotwild in Wintergattern erlaubt. Weil die Behörde muss...

Tessy Lödermann ist sich sicher: Der Rotwild-Abschuss in Wintergattern ist „rechtlich und moralisch nicht haltbar“. Mit rund 200 Tierfreunden und sogar Jägern hat die Tierschutzvereins-Vorsitzende bei einer Demonstration an der Almhütte in Garmisch-Partenkirchen gekämpft. Umsonst.

Das Landratsamt hat für die Tötung von 53 Hirschen in den neun Gattern des Landkreises Grünes Licht gegeben. Sie sollen auf Tuberkulose-Erreger untersucht werden. Der Bescheid war für Lödermann „ein richtiger Schock. Ich hab’ bis zuletzt gehofft.“ Nämlich, dass der Freistaat von dem Abschuss abrückt.

Nun hat das bayerische Umweltministerium unter Berufung auf das Tierseuchengesetz „alle Kreisverwaltungsbehörden in den Städten und Landkreisen entlang der Alpenkette angewiesen“, das Rotwild schießen zu lassen, sagt Landratsamtssprecher Stephan Scharf. Besondere Betonung liegt auf „angewiesen“. Zu sehen als eine Art Befehl. „Wir haben keinen Handlungsspielraum“, betont Scharf. Erlegt werden müssen die Tiere vor der Öffnung der Wintergatter, bis spätestens Mitte Mai. Der Landratsamtssprecher verweist darauf, dass bei den Tötungen „auch die Belange des Tierschutzes zu beachten“ sind.

Lödermann kann nur den Kopf schütteln. „Was ist denn tierschutzgerecht, wenn Rotwild in einer Schutz- und Ruhezone von dem Berufsjäger, der es den ganzen Winter füttert, abgeknallt wird und panisch in die Zäune springt?“ Zudem sind derzeit viele weiblichen Tiere in den Gattern hochträchtig.

Lödermann hat nichts gegen eine TBC-Untersuchung, aber dann nach der Winterzeit in der freien Natur und im Rahmen der normalen Jagd.

Die Tierschützerin weiß, dass sie den Abschuss nicht mehr verhindern kann. Sie fordert daher zumindest die Überwachung der Tötungen und „kann es nicht fassen, dass diese nicht stattfinden soll und stattdessen das Veterinäramt vom Schützen selbst informiert werden soll“. Das reicht der Kämpferin nicht. Deshalb verlegt sie ihre Spaziergänge nun in die Nähe von Wintergattern. Um selbst ein Auge auf den Abschuss zu haben. Die Vize-Präsidentin des Bayerischen Tierschutzbundes hofft auf Unterstützung. Ihr Appell: „In den Morgen- und Abendstunden möglichst mit Kameras die Wintergatter aufsuchen und das Geschehen dokumentieren.“

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