Tierschutzverein des Landkreises Garmisch-Partenkirchen e.V. | Tel. 0 88 21 / 559 67 | Notfallnummer 0160 / 951 342 00
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Tierschutzverein des Landkreises Garmisch-Partenkirchen e.V.
Über uns
Unser Tierschutzverein hat inzwischen über 1.200 Mitglieder, nicht nur in unserem Landkreis, sondern viele darüber hinaus. Jährlich betreuen wir zwischen 1300 bis 1500 Tiere. Mit Ausnahme der Fundtierpauschale von allen Landkreisgemeinden und einem freiwiligen Zuschuss des Landkreises (unsere Kommunen und der Landkreis haben hier bayernweit eine Vorbildfundktion...) erhalten wir keinerlei öffentliche Mittel. Bayern ist das einzige Bundesland, das keinen einzigen Cent für die Arbeit der Tierheime in seinem Staatshaushalt hat. Das Tierheim wurde vom Tierschutzverein errichtet und wir müssen alle Kosten aus eigener Kraft aufbringen. Deshalb sind wir für jede Spende und für Menschen, die uns als Mitglieder im Tierschutzverein unterstützen, dankbar!
Mit Kreativität & Einsatz

Ob Kunst- und Krempel-Auktion, Floh- und Weihnachtsmärkte, Benefizveranstaltungen, Stofftierverkauf, unsere eigenen Koch- und Bilderbücher, der Tierheimkalender, Altkleidercontainer, Futterboxen, monatliche Veranstaltungen im Tierheim, ... wir sind sehr kreativ dabei, Tierfreunde für unsere Arbeit zu gewinnen und das nötige Geld für den Betrieb des Tierheims aufzutreiben.

Neben unserem Tierheim, das bundesweit als "Vorzeigetierheim" Anerkennung findet und schon eine ganze Reihe von Preisen und Auszeichnungen erhalten hat, leisten wir auch "außerhalb" engagierten Tierschutz. Wir sind immer mit vor Ort, wenn es gilt Tiere aus illegalen Transporten, aus Animal Hoarding-Fällen aufzunehmen, Katzenkastrationsprojekte durchzuführen oder uns auch für die Rechte der Tiere einzusetzen.

Wir sind dankbar für jede Unterstützung!
60 Jahre Tierschutzverein - Dank an Tessy Lödermann
Artikel im Garmischer Tagblatt am 06.10.2014:

"Hohes Engagement hat ein Gesicht"
Tierschutzverein Garmisch-Partenkirchen besteht seit 60 Jahren - Lobeshymnen auf die Leiterin Tessy Lödermann

Garmisch-Partenkirchen - "Dieser Verein nimmt der Marktgemeinde eine Pflichtaufgabe ab und hat dafür eine in ganz Deutschland bewunderte Einrichtung geschaffen - das Tierheim in der Schmalenau": Bürgermeisterin Dr. Sigrid Meierhofer (SPD) war voll des Lobes über den Tierschutzverein Garmisch-Partenkirchen, der nun im Olympiasaal des Kongresshauses sein 60-jähriges Bestehen feierte. "Das Engagement dieses Vereins", brachte die Rathaus-Chefin weiter zum Ausdruck, "hat aber auch ein Gesicht, nämlich jenes von Tessy Lödermann." Denn vor allem ihrem Engagement in den vergangenen 16 Jahren sei es zu danken, dass diese Organisation ihr heutiges Gewicht bekommen habe.

Bei der musikalisch umrahmten Festlichkeit nannte Lödermann Eckpunkte der Entwicklung des Vereins, dessen Vorsitz sie 1999 übernommen hat: "Am 29. März 1954 wurde der Tierschutzverein im Ort gegründet. Ziel war, Verständnis für das Wesen der Tiere zu wecken, Tierliebe zu fördern und Tierquälereien aufzugreifen und zu verfolgen." Basis des Heims war dann eine ursprünglich private Schweinezucht in der Schmalenau mit Platz für bis zu 25 Hunden und 30 Katzen.

Als Lödermann mit ihrem neuen Vorstand einstieg, "fanden wir ein baufälliges Tierheim vor, in dem vom Dach bis in jeden Raum alles kaputt war". Und dann gab es noch dieses Schreiben. Das von der Bundesimmobilienverwaltung, die mitteilte, dass das Gebäude abgebrochen und der Grund an den Bund zurückgegeben werden müsse. Der damalige Bürgermeister Toni Neidlinger griff ein, rettete das Heim. "Die Marktgemeinde kaufte es, und wir schlossen einen Erbbauvertrag auf 66 Jahre. Damit war der Weg frei, einen Neubau des Tierheims nicht nur zu träumen, sondern auch zu verwirklichen", erinnert sich Lödermann.

Trotz des schlechten Rufes und geringen finanziellen Mitteln ging's aufwärts: 2004 wurde das neue Katzen- und Kleintierhaus eröffnet, 2009 das Hundehaus mit Reptilienauffangstation und Notaufnahme für Groß- und Wildtiere. "Den ganzen Neubau haben wir ohne jegliche öffentliche Mittel aus eigener Kraft gestemmt", sagte Lödermann stolz. Durch Fundtier-Pauschalverträge mit den Landkreis-Gemeinden und einem Kreiszuschuss sind mittlerweile ein Teil des Betriebs gesichert.

In der vergangenen Woche sei es überdies gelungen, 4600 qm als Freilauffläche für Hunde hinzuzukaufen. "Wir haben jetzt ein Tierheim im besten Sinne des Wortes, einen starken Verein mit 1200 Mitgliedern und Jahr für Jahr finden bei uns bis zu 1500 Tiere Hilfe, Liebe und Pflege und meist ein gutes, neues Zuhause."

Anschließend ergriff Nicole Brühl, Präsidentin des Bayerischen Tierschutzbundes, das Wort. Auch sie würdigte die Arbeit Lödermann: "Sie habe viel bewegt und es geschafft, dass der Tierschutz in die Bayerische Verfassung aufgenommen wurde." Die Vorsitzende durfte sich bei der Feier, die als Benefizabend für die Umzäunung des neuen Hundefreilaufgeländes gedacht war, nicht nur über Worte des Lobes freuen, sondern auch über finanzielle Hilfe. Gleich mehrere Spenden gingen ein, darunter die des Rettungshunde-Verband Bayern (850 Euro) und vom Chef der Mittenwalder Tierschützer, Max Kastenberger (1000 Euro).